Ferrari im ersten Quartal 2026: Umsatz über Konsens, EPS verfehlt
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Ferrari im ersten Quartal 2026: Umsatz über Konsens, EPS verfehlt

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Arcan Askin

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ferrari-Umsatz steigt auf 1848 Milliarden Euro.
  • EPS verfehlt Konsens um 0.04 Euro.
  • Industrie-FCF legt auf 653 Millionen Euro zu.

Q1 2026 QuartalsergebnisseIst-WertSchätzung
Umsatz€1.848B€1.83B
EPS€2.33€2.37
Autos und Ersatzteile€1.556B€1.541B
Sponsoring, Kommerzielles und Marke€218M€216M
Sonstiges€74M€73M

Ferrari im ersten Quartal 2026: Umsatz über Konsens, EPS darunter

Ferrari hat im ersten Quartal 2026 beim Umsatz leicht besser abgeschnitten als vom Markt erwartet, beim Gewinn je Aktie jedoch die Prognosen verfehlt. Die Erlöse stiegen um drei Prozent auf 1848 Milliarden Euro und lagen damit über der Konsensschätzung von 1.83 Milliarden Euro; der Umsatz übertraf die Erwartungen um 18 Millionen Euro. Währungsbereinigt betrug das Wachstum sechs Prozent.

Beim Ergebnis je Aktie blieb Ferrari dagegen knapp hinter den Prognosen zurück. Das EPS lag bei 2.33 Euro gegenüber erwarteten 2.37 Euro und verfehlte den Konsens damit um 0.04 Euro. Im Jahresvergleich erhöhte sich das EPS dennoch um ein Prozent. Der Nettogewinn erreichte 413 Millionen Euro, der Gewinn vor Steuern lag bei 537 Millionen Euro. Die Steuerquote betrug 23.0 Prozent, bei einem Steueraufwand von 124 Millionen Euro.

Ferrari-Segmente: Autos tragen, Marke legt zu

Das Kerngeschäft Autos und Ersatzteile blieb der wichtigste Umsatztreiber für Ferrari. Der Segmentumsatz stieg um ein Prozent auf 1556 Milliarden Euro und lag damit über der Erwartung von 1541 Milliarden Euro. Die Auslieferungen sanken zwar um 157 auf 3436 Einheiten, doch ein höherwertiger Modellmix kompensierte die niedrigeren Stückzahlen. Rückenwind kam unter anderem von der 12Cilindri-Familie, Purosangue, der SF90-XX-Familie, dem F80-Hochlauf und Special-Series-Modellen.



Besonders dynamisch entwickelte sich Sponsoring, Kommerzielles und Marke. Der Umsatz legte um 14 Prozent auf 218 Millionen Euro zu und übertraf die Erwartung von 216 Millionen Euro. Wachstumstreiber waren höhere Rennsponsoring-Erlöse, Lizenzgeschäft, Lifestyle-Aktivitäten, die Londoner Flagship-Store-Eröffnung, Modeinitiativen und Museumsausstellungen. Das Segment Sonstiges stieg um 17 Prozent auf 74 Millionen Euro, ebenfalls über den erwarteten 73 Millionen Euro.

Analyse für Ferrari

Fundamental bleibt Ferrari hochprofitabel, auch wenn Kosten und Währungseffekte die Ergebnisdynamik begrenzten. Die Bruttomarge lag bei 51.8 Prozent, die operative Marge bei 29.7 Prozent. Das operative Ergebnis EBIT erreichte 548 Millionen Euro, das EBITDA 722 Millionen Euro bei einer EBITDA-Marge von 39.1 Prozent. Dem standen Umsatzkosten von 890 Millionen Euro, Vertriebs- und Verwaltungskosten von 161 Millionen Euro sowie Forschungs- und Entwicklungskosten von 245 Millionen Euro gegenüber. Die Cashflow-Qualität bleibt ein wichtiger Pluspunkt. Der operative Cashflow stieg um zwei Prozent auf 863 Millionen Euro, der industrielle Free Cash Flow um fünf Prozent auf 653 Millionen Euro. Der gesamte Free Cash Flow lag bei 610 Millionen Euro, belastet durch minus 43 Millionen Euro aus Finanzdienstleistungen. Investitionen von 253 Millionen Euro, aktivierte Entwicklungskosten von 112 Millionen Euro und gesamte Forschungsausgaben von 267 Millionen Euro zeigen zugleich, dass Ferrari weiter deutlich in neue Modelle investiert.

Elliot-Wellen-Analyse für Ferrari N.V.

Elliot-Wellen-Analyse Chart


Ausblick und Prognose

Ferrari bestätigte die Prognose für 2026 und sendet damit trotz des EPS-Misses ein stabiles Signal an den Markt. Das Management erwartet weiterhin Nettoerlöse von rund 7.50 Milliarden Euro, ein bereinigtes EBITDA von mindestens 2.93 Milliarden Euro bei einer Marge von mindestens 39.0 Prozent sowie ein bereinigtes EBIT von mindestens 2.22 Milliarden Euro bei einer Marge von mindestens 29.5 Prozent. Auch das bereinigte verwässerte EPS soll mindestens 9.45 Euro erreichen, der industrielle Free Cash Flow mindestens 1.50 Milliarden Euro.

Unterstützend wirken ein Auftragsbuch bis gegen Ende 2027, anhaltend hohe Personalisierungsnachfrage, ein positiver Produktmix und kommende Modelle wie Ferrari Luce. Belastend bleiben jedoch Wechselkurse, höhere Abschreibungen, Marketingausgaben, Zölle und Modellwechsel. Die Netto-Industrie-Cash-Position lag bei 388 Millionen Euro, bei liquiden Mitteln von 1857 Milliarden Euro und Schulden von minus 2929 Milliarden Euro.

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