China-Update: VW kooperiert mit XPeng – Baidu bekommt Robotaxi-Konkurrenz, China akkumuliert Gold
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China-Update: VW kooperiert mit XPeng – Baidu bekommt Robotaxi-Konkurrenz, China akkumuliert Gold

China ist der Wachstumsmarkt schlechthin und einer der größten Verbraucher von Erdöl und Erdgas. Der Energie- und China-Newsflash liefert die wichtigsten Nachrichten aus beiden Märkten.

Volkswagen und Xpeng bauen Lade-Infrastruktur in China


Volkswagen und der chinesische Elektrofahrzeughersteller Xpeng haben eine strategische Partnerschaft angekündigt, um eines der größten Schnellladenetzwerke in China zu schaffen. Das geplante Netzwerk soll über 20 000 Ladepunkte in 420 Städten umfassen und sowohl Volkswagen- als auch Xpeng-Fahrzeuge unterstützen.

Volkswagen bringt dabei seine Lieferkette und Beschaffungsprozesse ein, während Xpeng modernste Lade- und Fahrzeugtechnologie beiträgt. Eine der neuen Technologien wird eine flüssigkeitsgekühlte Schnellladestation sein, die bis zu 1000 Kilowatt Ladeleistung bringt und somit Ladezeiten stark verkürzen kann. VW und XPeng wollen außerdem Prozesse entwickeln, um Elektrofahrzeuge effizienter und kostengünstiger zu entwickeln.

Baidu bekommt Robotaxi-Konkurrenten

Das chinesische E-Auto-Startup Pony.ai plant, seinen Robotaxi-Dienst in Hongkong zu starten und tritt damit direkt in Konkurrenz zu Baidu, dem Marktführer für autonome Fahrdienste in China. Während Baidu kürzlich Genehmigungen für Testfahrten in der chinesischen Provinz Hubei erhalten hat, wählt Pony.ai den internationalen Flughafen Hongkong als Ausgangspunkt für Pendeldienste von Mitarbeitern.

Beide Unternehmen verfolgen ähnliche Expansionsziele, Pony.ai punktet mit Anwendungen in großen chinesischen Städten wie Peking und Shanghai sowie durch Kooperationen mit Toyota. Pony.ai hat neben Filialen in Peking und der Technologie-Metropole Guangzhou auch einen Standort im Silicon Valley und ist seit November an der Tech-Börse Nasdaq gelistet.

Nio mit Rekordverkäufen und Deutschland-Vorliebe

Nio hat für den zurückliegenden Dezember Rekordverkäufe von über 31 000 Fahrzeugen gemeldet. Für das gesamte letzte Jahr erreichte der chinesische Autohersteller 222 000 Verkäufe, ein Plus von fast 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit dem neuen Modell Firefly, das in München entworfen wurde und als kompaktes Elektrofahrzeug unter 30 000 Euro kosten soll, zielt Nio auf junge urbane Käufer ab.

Parallel erweitert das Unternehmen seine europäische Infrastruktur, darunter kostengünstige Batteriewechselstationen und ein neues Entwicklungszentrum im südhessischen Weiterstadt, das im Herbst eröffnet wurde. In Sachen Strom-Infrastruktur kooperiert Nio außerdem mit dem nordrhein-westfälischen Energieversorger RWE.

WuXi Biologics verkauft Impfstoffanlage an Merck & Co.

WuXi Biologics verkauft eine Impfstoffanlage in Dundalk, Irland, für rund 500 Millionen Dollar an Merck & Co., der Deal soll im ersten Halbjahr 2025 abgeschlossen werden. Die Anlage, die seit 2021 in Betrieb ist, umfasst moderne Produktions- und Qualitätskontrolleinrichtungen und beschäftigt etwa 200 Mitarbeiter.

Der Verkauf erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender regulatorischer Einschränkungen in der EU, wodurch Geschäfte chinesischer Biotech-Firmen mit US-Kunden erschwert werden. Merck stärkt mit dem Erwerb seine globale Impfstoffproduktion, während WuXi die Mittel für Aktienrückkäufe und die Fokussierung auf asiatische Produktionsstandorte nutzen will.

Chinas Zentralbank kauft wieder Gold

Die People’s Bank of China (PBoC) hat ihre Goldkäufe nach einer sechsmonatigen Pause wieder aufgenommen, im November und Dezember 2024 erhöhte sie ihre Reserven um insgesamt 490 000 Unzen. Damit erreicht der Bestand 73.3 Millionen Unzen, ein Plus von 0.5 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Im Jahr 2023 hatte China mit 735 Tonnen die größten jährlichen Goldkäufe seit 46 Jahren getätigt.

Aufgrund des hohen Goldpreises wurden letztes Jahr nur 290 Gold erworben. Gründe für den angestiegenen Kauf des Edelmetalls sind nicht nur strategische Diversifikation und dem Schutz vor Inflation des Staates China, sondern auch die erhöhte Nachfrage der chinesischen Bevölkerung nach Goldschmuck (acht Prozent) und Goldbarren und -münzen (16 Prozent) im Gegensatz zum Vorjahr.

Das war’s schon mit dem Newsflash. Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Woche!

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