Amazon kapituliert: Nvidia dominiert AWS bis 2027
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Amazon kapituliert: Nvidia dominiert AWS bis 2027

Author

Arcan Askin

Das Wichtigste in Kürze:

  • Nvidia liefert bis 2027 über eine Million KI-Chips an Amazon Web Services (AWS).
  • Trotz Milliarden-Investitionen in eigene KI-Chips bleibt AWS von Nvidia abhängig.
  • Der Deal zementiert Nvidias komplettes Ökosystem als Industriestandard.

Nvidia: Ein Deal, der die Machtverhältnise klärt

Es ist eine Nachricht, die wie eine Kapitulationserklärung wirkt: Amazon Web Services (AWS), der größte Cloud-Anbieter der Welt, kauft bis Ende 2027 über eine Million KI-Chips von Nvidia. Dieser massive, mehrjährige Deal umfasst nicht nur die kommenden Generationen von Nvidias Flaggschiff-GPUs wie Blackwell und Rubin, sondern auch ein ganzes Arsenal an unterstützender Technologie, von Spectrum-Netzwerk-Hardware bis hin zu spezialisierten Inferenz-Chips der kürzlich akquirierten Firma Groq. Für Nvidia ist es die ultimative Bestätigung seiner Dominanz. Für Amazon ist es das Eingeständnis, dass der Versuch, sich mit eigenen Chips aus der Abhängigkeit von Nvidia zu befreien, zumindest vorerst gescheitert ist.

Wegen Nvidia: Amazons Traum von der Unabhängigkeit platzt

Jahrelang hat Amazon versucht, mit seinen hauseigenen Trainium (fürs Training) und Inferentia-Chips (für die Anwendung von KI-Modellen) eine Alternative zu Nvidias teuren, aber leistungsstarken Produkten aufzubauen. Die Strategie war klar: Kosten senken und die Kontrolle über die eigene Infrastruktur zurückgewinnen. Doch die Realität sieht anders aus.



Interne Daten zeigten bereits 2024, dass die Nutzungsraten der eigenen Chips bei AWS verschwindend gering waren – Inferentia kam auf 2.7 Prozent, Trainium sogar nur auf 0.5 Prozent der GPU-Nutzung. Der Grund: Für die anspruchsvollsten und lukrativsten KI-Anwendungen, die Kunden auf AWS betreiben wollen, führt kein Weg an Nvidias Ökosystem vorbei. Der aktuelle Deal ist der unmissverständliche Beweis: Wenn es um Spitzenleistung geht, muss selbst der Cloud-Gigant Amazon bei der Konkurrenz einkaufen.

Nvidia: Mehr als nur ein Chiphersteller

Der AWS-Deal mit Amazon unterstreicht, dass Nvidias Stärke weit über die reine Hardware-Leistung hinausgeht. Das Unternehmen hat einen tiefen und breiten Burggraben geschaffen, der auf drei Säulen ruht: den unangefochten leistungsstärksten GPUs, der dazugehörigen Netzwerktechnologie zur Verbindung tausender Chips zu einem Supercomputer und vor allem der Software-Plattform CUDA, auf der seit über einem Jahrzehnt nahezu die gesamte KI-Welt entwickelt.



Die Integration von Spezial-Chips wie denen von Groq für Inferenz-Aufgaben zeigt zudem, dass Nvidia seine Plattform strategisch erweitert, um für jeden Teilbereich des KI-Workflows die optimale Lösung zu bieten. Diese Full-Stack-Dominanz macht das Unternehmen für Cloud-Anbieter wie AWS unersetzbar und sichert ihm eine enorme Preissetzungsmacht. Während Amazon weiter versucht, mit seinen eigenen Chips zumindest in Nischen wettbewerbsfähig zu sein, hat Nvidia seine Position als König der KI-Infrastruktur zementiert.

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FAQ

Was sind Inferenz-Chips?

Während GPUs wie die von Nvidia ideal für das ressourcenintensive Training von KI-Modellen sind, sind Inferenz-Chips darauf spezialisiert, diese trainierten Modelle möglichst schnell und energieeffizient anzuwenden (z.B. bei einer ChatGPT-Anfrage).

Warum kann Amazon nicht einfach mehr eigene Chips produzieren?

Es geht nicht nur um die Produktion, sondern um das gesamte Ökosystem. Entwickler sind an Nvidias CUDA-Software gewöhnt, und die Leistung von Nvidias High-End-GPUs ist für Spitzenanwendungen derzeit unerreicht. Ein Wechsel wäre für viele AWS-Kunden zu aufwendig und mit Leistungseinbußen verbunden.

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Arcan Askin

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