Wochenrückblick 20.11.2023 – 24.11.2023
#Global Markets

Wochenrückblick 20.11.2023 – 24.11.2023

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Patrick May

Es ist Freitag und somit lassen wir eine weitere spannende Handelswoche hinter uns. Was so alles in der Welt der Finanzen passiert ist, schauen wir uns in unserem Wochenrückblick an.

Montag – Binance muss Milliardenstrafe zahlen

Binance muss eine gewaltige Strafe von $4.3 Milliarden Dollar zahlen und CEO Changpeng Zhao tritt zurück. Das nordamerikanische Justizministerium und Binance haben sich dabei geeinigt, die laufenden Ermittlungen gegen die Kryptobörse mit der Strafzahlung zu beenden. Jene Zahlungen beziehen sich auf die seit 2020 laufenden Untersuchungen zu Geldwäsche, Bankbetrug und Sanktionsverstößen. Der Deal mit dem Justizministerium schließt keine Einigung mit der SEC ein, die Binance und CEO Zhao ebenfalls verklagt hatte. Der ehemalige CEO behält weiterhin seine Mehrheitsbeteiligung bei Binance. Über dieses Ereignis hatten wir Sie übrigens auch hier informiert. Das offizielle Urteil gegen Changpeng Zhao steht noch aus, während weder Binance noch das Justizministerium bisher Stellung genommen haben.

Dienstag – SEC geht weiter gegen Krypto-Börsen vor

Die nordamerikanische Börsenaufsicht SEC hat die Krypto-Börse Kraken wegen des Betriebs als nicht registrierte Wertpapierbörse, Broker, Händler und Clearingstelle angeklagt. Diese Anklage folgt neun Monate nach der Beilegung früherer Anklagen und beinhaltet Vorwürfe, dass Kraken Kundenvermögen mit Unternehmensgeldern vermischt hat. Zudem werden mehrere Kryptowährungen als Wertpapiere eingestuft. Kraken weist die Vorwürfe zurück und behauptet, keine Wertpapiere anzubieten. Außerdem kritisierte Kraken das Vorgehen der SEC. Dieser Schritt folgt ähnlichen Aktionen der SEC gegen Binance und Coinbase im Juni. Die Anklage ist Teil eines breiteren regulatorischen Vorgehens gegen Krypto-Börsen durch die SEC.

Mittwoch – Neuer Auftrag für Palantir

Der britische National Health Service (NHS) hat Palantir, dessen Papier wir im Rahmen unseres TECH33-Pakets für Sie analysieren, mit der Betreuung seiner landesweiten Gesundheitsdatenplattform beauftragt. Diese Plattform, bekannt als Federated Data Platform (FDP), soll die verschiedenen NHS Trusts verbinden und eine gemeinsame, sichere Analyse von Daten ermöglichen. Mit einem Budget von fast einer halben Milliarde Pfund ist dies der größte Datenauftrag, den der NHS je vergeben hat. Trotz dieser Zusicherungen gibt es Kritik an der Transparenz und Kommunikation des NHS sowie Bedenken bezüglich der langfristigen Nutzung der Daten. Palantir wurde erstmals während der Pandemie mit dem NHS in Verbindung gebracht, als das Unternehmen beauftragt wurde, die NHS COVID-Datenbank zu betreiben.

Donnerstag – Warren Buffett möchte ein einfaches Testament

Warren Buffett, der 93-jährige Milliardär und Starinvestor, plant, sein Testament öffentlich zu machen und mehr als 99 Prozent seines Vermögens der Philanthropie zu widmen. Er betont, dass es ihm derzeit gut gehe. Buffett möchte ein einfaches Testament, das nach seinem Tod im Douglas County Courthouse in Omaha, Nebraska, einsehbar sein wird. Es soll keine komplexen Treuhandgesellschaften oder ausländische Körperschaften geben, um Transparenz zu gewährleisten. Buffett hat bereits zugesagt, sein Vermögen für wohltätige Zwecke zu spenden und gründete 2010 die „Giving Pledge“-Organisation. Seine drei Kinder, im Alter zwischen 65 und 70 Jahren, werden Vollstrecker seines Testaments und Treuhänder des wohltätigen Trusts sein, der sein Vermögen erben wird.

Freitag – Adnoc signalisiert Interesse an Wintershall Dea 

Der Ölkonzern Adnoc aus Abu Dhabi zeigt Interesse an einer Übernahme der von BASF kontrollierten Ölgesellschaft Wintershall Dea. Dieses Interesse ist Teil von Adnocs Bestrebungen, seine weltweite Präsenz durch bedeutende Übernahmen zu erweitern. Laut Berichten der Agentur Bloomberg könnte das deutsche Unternehmen, das derzeit hauptsächlich von BASF kontrolliert wird, mit mehr als zehn Milliarden Euro bewertet werden. BASF plant, sich von seiner 73-prozentigen Beteiligung an Wintershall zu trennen, während der verbleibende Anteil bei der Beteiligungsfirma LetterOne liegt. Adnoc hatte dabei bereits Interesse an einer Übernahme des deutschen Kunststoffkonzerns Covestro gezeigt und plant, seine Aktivitäten in der Petrochemie durch eine mögliche Fusion mit der österreichischen OMV zu erweitern. Darüber hinaus sucht der Konzern nach weiteren Übernahmemöglichkeiten, insbesondere in Afrika.

Das war’s schon mit dem Rückblick. Wir hoffen, er hat Ihnen einen kleinen Überblick gegeben. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein schönes und erholsames Wochenende!

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Patrick May

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