Es ist Freitag und somit lassen wir eine weitere spannende Handelswoche hinter uns. Was so alles in der Welt der Finanzen passiert ist, schauen wir uns in unserem Wochenrückblick an.
Montag – Umstrukturierung bei EY?
Ernst & Young (kurz: EY), einer der größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften der Welt, plant seine Wirtschaftsprüfungs- und Unternehmensberatungssparten zu trennen. In dieser Branche entwickelt sich die Unternehmensberatung auch bei den drei anderen der Big Four sehr gut. EY ist aber einer der ersten Wirtschaftsprüfer, die diese Sparte ausgliedern und an die Börse zu bringen – etwas, was man mit der Wirtschaftsprüfung aus Gründen potenzieller Interessenskonflikte nicht tun kann.
Dienstag – Evergrande
Die Hong Konger Börse hat dem Immobilienunternehmen, China Evergrande, Konditionen gesetzt, um einen Ausschluss vom Handelsplatz zu umgehen. Das Unternehmen ist der meistverschuldete Immobilienkonzern der Welt und musste massive Kursrückgänge seiner Aktien hinnehmen, da hier eine mögliche Insolvenz bevorstehen könnte. Weil aber dieses Unternehmen aber ein strukturell wichtiger Pfeiler des chinesischen Immobilienmarktes ist, versuchen die Gesetzgeber dem Unternehmen zu helfen. Bis September 2023 hat nun Evergrande Zeit, zu beweisen, dass die operativen Wertanlagen reichen, um einer Insolvenz zu entgehen.Mittwoch – Abgelehnt
Der deutsche Finanzminister, Christian Lindner, lehnte ein Verbot der EU bezüglich der Produktion von Verbrennungsmotoren bis 2035 ab. Lindner glaubt, dass ein gänzliches Verbot der Produktion von Verbrennermotoren falsch sei, da sonst ausländische Hersteller die europäische Marktlücke schließen würden. Damit würden die deutschen Autohersteller im Nachteil sein und zu einem schnelleren Übergang zu Elektromotoren gezwungen sein, was die Industrie belasten würde.
Donnerstag – Entlastung
In den USA wird in den nächsten 3 Monaten die Mineralölsteuer ausgesetzt, um den stark gestiegenen Benzin- und Dieselpreisen entgegenzutreten. Der Präsident des Landes bezeichnete die Maßnahme aber selbst als nur eine kleine Entlastung. Jedoch möchte er auch sicherstellen, dass die Entlastung nicht von den Ölkonzernen aufgenommen werden, sondern die Verbraucher den Rabatt komplett durchgereicht bekommen. Mit dem Haushaltsüberschuss sollen die fehlenden Einnahmen durch die Steuer, die für die Infrastruktur verwendet wird, gedeckt werden.
Freitag – M&A
Nach dem Rekordjahr 2021 sind die Übernahmen und Fusionen global um 25.5% gesunken. Dennoch liegt das M&A Volumen in diesem Jahr bei $1 Billion. Grund dafür sind die gestiegenen Zinsen, denn dadurch werden Übernahmen deutlich teurer. Zudem haben sich Unternehmen mit Plänen diesbezüglich schon letztes Jahr stark positioniert. Aktuell stehen aber kurzfristigere Dinge, wie die Überbrückung der Inflation und Lieferengpässe, auf dem Plan der Unternehmen, so M&A Chefin der Citigroup.
Das war’s schon mit dem Rückblick. Ich hoffe, er hat Ihnen einen kleinen Überblick gegeben. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein schönes und erholsames Wochenende!






