Montag – Rückkehrer
Der Energietechnikproduzent Siemens Energy kehrte am Montag in die erste deutsche Börsenliga zurück. Platz machen im Dax40 musste der Kochboxenversender HelloFresh, welcher sich im vergangenen Jahr mit durchaus herben Verlusten konfrontiert sah. Erst bei der letzten Index-Zusammenstellung im März war Siemens Energy aus dem deutschen Leitindex in den MDAX abgerutscht, in welchem sich nun auch Absteiger HelloFresh wiederfindet.
Dienstag – mehr Geld
Wie zurzeit nahezu überall auf der Welt, haben auch die Menschen in den Niederlanden mit den konstant hohen Inflationsraten zu kämpfen. Die niederländische Regierung hat darauf nun reagiert und den Mindestlohn um 10% angehoben. Die Maßnahme soll das Herzstück eines €18 Milliarden schweren Hilfspakets sein. Indes haben auch Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien Mindestlohnerhöhungen angekündigt.
Mittwoch – nächste FED-Runde 
Um der weiterhin hohen Inflation entgegenzuwirken, hat die US-Notenbank FED den Leitzins am Mittwoch zum dritten Mal in Folge um 75 Basispunkte erhöht. Dieser bewegt sich nun in einer Spanne zwischen 3.0 bis 3.25%. Insgesamt war es bereits die fünfte Zinsanhebung seit Anfang des Jahres. Die Verantwortlichen um FED-Chef Jerome Powell haben angekündigt, dass man den Leitzins bis zum Ende des Jahres auf ein Niveau von 4.4% anheben wolle.
Donnerstag – Fracking-Kehrtwende
Nachdem die britische Regierung erst im Jahr 2019 die als extrem umweltschädlich geltende Gasförderungsmethode Fracking verboten hatte, macht sie nun aufgrund der massiv hohen Energiepreise eine Rolle rückwärts und hebt das Verbot wieder auf. Wirtschafts- und Energieminister Jacob Rees-Mogg ließ in diesem Zuge verlauten, dass es angesichts „der illegalen Invasion von Putin in der Ukraine und des Missbrauchs von Energie als Waffe“ die oberste Priorität sei, „die Energiesicherheit“ des Landes zu stärken.
Freitag – €100 Milliarden Verlust 
Wirtschaftsminister Habeck verkündete am Freitag, dass man aufgrund der teuren Energieeinkäufe mit einem Verlust von bis zu €100 Milliarden für die deutsche Wirtschaft rechnen müsse. Allein im Jahr 2022 ist von einem Verlust in Höhe von €60 Milliarden auszugehen. Laut Habeck könnte dies das Bruttoinlandsprodukt in den kommenden Jahren um bis zu 2% drücken. Zuletzt hatte sich die hiesige Energiesituation aufgrund des Ausfalls von rund zwei Drittel der französischen Atommeiler nochmals deutlich verschärft.
Das war’s schon mit dem Rückblick. Ich hoffe, er hat Ihnen einen kleinen Überblick gegeben. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein schönes und erholsames Wochenende!





