Wochenrückblick 18.07. – 22.07.
#Global Markets

Wochenrückblick 18.07. – 22.07.

Author

Emre Şentürk
Montag – Großer Schaden


Die Schweizer Bank, Credit Suisse, hat seine Kunden am Montag gewarnt, dass die finanzielle Erholung des Skandals mit der Grenshill Capital bis zu $291 Millionen kosten kann. Damit wurde die erste Schätzung von $145 Millionen mehr als verdoppelt. Verloren hat die Bank durch die $10 Milliarden schwere Finanzierung des Lieferketten-Finanzdienstleisters, Greenshill Capital, schon einige Milliarden. Um wenigstens einen Teil davon über jahrelange rechtliche Prozesse zurückzugewinnen, wird die Bank eben die $291 Millionen in die Hand nehmen müssen.

Dienstag – Verluste

Die quantitativen Fonds, also solche, die Investitionen über automatisierte Algorithmen laufen lassen, des nordamerikanischen Unternehmens, Fort, registriert im Jahr 2022 Verluste von 20 bis 40 Prozent. Während andere sogenannte „quant funds“ gute Performance erbrachten, musste Fort über seine Investmentfonds eben Verluste im hohen zweistelligen Prozentbereich hinnehmen. Allein zwischen dem 24. Juni und 7. Juli verlor Fort über $1.1 Milliarden. Im Januar verwaltete das Unternehmen noch $6.2 Milliarden an Wertanlagen und steht aktuell bei etwa $1.9 Milliarden.

Mittwoch – Große Pläne

Da die Wirtschaftsprüfungsgesellschaften durch ihre strategische Lage oftmals in Interessenkonflikte geraten, sind ihre Beratungsabteilungen im operativen Bereich die Hände gebunden. Ernst & Young (EY) möchte aber diese Sparte ausgliedern, um den Markt zu erobern. Am Mittwoch gab der Chef von EY, Carmine Di Sabio, bekannt, dass man sich Umsätze in Höhe von rund $10 Milliarden verspricht, da EY ohnehin mit den größten Technologiekonzernen, wie Google, Amazon oder Oracle zusammenarbeitet.

Donnerstag – Fette Strafe

Gestern hat die chinesische Regierung dem Mobilitätsanbieter, DiDi, eine satte Strafe von fast $1.2 Milliarden verhängt. Grund dafür sind gravierende Datenschutzverletzungen seit 2015, die sogar Auswirkungen auf die nationale Sicherheit Chinas haben könnten. Damit endet die jahrelange Untersuchung, die die Wachstumsaussichten des Start-Ups geschmälert haben und sogar die Entlistung von der nordamerikanischen Börse zur Folge hatte.

Freitag – Neutraler Grund

Im Zuge des Ukraine-Konflikts war die Türkei ein wichtiger Bezugspunkt für beide Konfliktparteien. Heute soll in İstanbul ein Abkommen zwischen der Ukraine und Russland unterzeichnet werden, in dem sich Russland bereiterklärt einige Seeblockaden ukrainischer Häfen für Weizenexporte aufzuheben. Damit sollte die Lebensmittelkrise zumindest etwas entlastet werden. Aktuell seien allein in Odessa 20 Millionen Tonnen Weizen in Silos gelagert. Details zum Abkommen sind nicht bekannt, aber interne Quellen ließen darauf schließen, dass 3 Häfen in der Ukraine entblockt werden sollen.

Das war’s schon mit dem Rückblick. Ich hoffe, er hat Ihnen einen kleinen Überblick gegeben. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein schönes und erholsames Wochenende!

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Emre Şentürk

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