Es ist Freitag und somit lassen wir eine weitere spannende Handelswoche hinter uns. Was so alles in der Welt der Finanzen passiert ist, schauen wir uns in unserem Wochenrückblick an.
Montag – Interessenkonflikt
Zwar nur als Randnotiz in den Medien aufgekreuzt, aber nichtsdestotrotz höchst beunruhigend, ist die Verkündung einer nordamerikanischen Behörde hinsichtlich der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst&Young. Ein Drittel aller Prüfungspartner des Unternehmens haben im Jahr 2018 scheinbar die Regeln bezüglich Interessenkonflikten mit den zu prüfenden Unternehmen missachtet. Die Transparenzregelungen wurden im unteren Management-Bereich sogar zu fast der Hälfte missachtet. Ernst&Young ließ diese Verstöße über ein Jahr ungeahndet.
Dienstag – Nachfrage-Minus
Eines der größten Minen-Unternehmen der Welt, Rio Tinto, warnte am Dienstag vor einem Rückgang der Rohstoffmärkte. Gerade der Eisenerzmarkt steht wohl unter massivem Druck im Zuge einer sinkenden Nachfrage aus China, wo die Baubranche unter der Immobilienkrise schwächelt. In Singapur sind Futures-Kontrakte für das Eisenerz seit März um über 46% gesunken. Was sich aus Sicht eines Minen-Unternehmens dramatisch anhört, dürfte Bauherren, und solche, die es werden wollen, freuen, denn aufgrund der hohen Rohstoffpreise wurde dieses Jahr global weniger gebaut.
Mittwoch – Lizenz
Der nach Umsatz zweitgrößte Chip-Hersteller, TSMC, hat eine einjährige Lizenz von den USA erhalten, um nordamerikanisches Equipment für die Herstellung von Computerchips in China zu bestellen. Mit der anhaltenden Chip-Krise geben die USA mit ihren protektionistischen Maßnahmen in diesem Bereich nach, um die globale Produktion nicht noch weiter zu gefährden.
Donnerstag – Fette Strafe
Google muss in Indien eine Strafe von umgerechnet $162 Millionen wegen Wettbewerbsverzerrung zahlen. Das gab das indische Kartellamt gestern bekannt. Grund dafür ist die bevorzugte Platzierung eigener Produkte in Einkaufsportalen für Anwendungen auf Endgeräten mit Android-Betriebssystem, was zum Teil bis zur Exklusion vieler konkurrierender Anwendungen führte.
Freitag – Inflation
Heute gab der Pharmakonzern Pfizer bekannt, dass sich der Preis für die Corona-Impfung mit Auslaufen des ersten mit der nordamerikanischen Regierung geschlossenen Kaufvertrags in etwa vervierfacht wird. Aktuell zahlt der nordamerikanische Staat rund $30 pro Dosis, die kostenlos an alle versicherten Bürger verabreicht wird. Der neue Preis soll zwischen $110 - $130 liegen.
Das war’s schon mit dem Rückblick. Ich hoffe, er hat Ihnen einen kleinen Überblick gegeben. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein schönes und erholsames Wochenende!







