Es ist Freitag und somit lassen wir eine weitere spannende Handelswoche hinter uns. Was so alles in der Welt der Finanzen passiert ist, schauen wir uns in unserem Wochenrückblick an.
Montag – Umzug
Der europäische Börsenbetreiber Euronext gab am Montag bekannt, dass ein Großteil des Clearing-Geschäfts, also der Transaktionsabwicklung, ab 2024 in Italien stattfinden soll. Mit einer Ablösesumme von 36€ Millionen an eine Tochter der London Stock Exchange Group, die bislang das Clearing übernahm, macht sich Euronext weiter unabhängig von der britischen Börse und gliedert das Derivate- und Rohstoff-Clearing sowie andere Segmente in die erst 2021 erworbene Borsa Italiana ein.
Dienstag – Steuer-ETF
BNP Paribas steht davor als zweiter Anbieter neben Amundi einen ETF auf Basis der irischen Wirtschaft aufzustellen. Der Fonds soll vor allem Unternehmen abbilden, die von den Steuervorzügen in Irland profitieren. Aktuell wartet die französische Großbank auf grünes Licht seitens der irischen Zentralbank.
Mittwoch – Inflation
Nachdem die britische Wirtschaft im Oktober 2022 ein 41-Jahreshoch in Sachen Inflation aufstellte, ist der Dezember nun der zweite Monat in Folge, in dem die Preise in Großbritannien sinken. Dennoch notiert die Inflation im Vergleich zum Vorjahr bei 10.5% und gab somit nur 0.2% vom November 2022 nach. Das Hoch im Oktober lag bei 11.1%.
Donnerstag – Währungsunsicherheit
In Äthiopien kursieren Gerüchte, dass der Birr, also die Nationalwährung, auf dem Schwarzmarkt deutlich unter dem offiziellen Wert gehandelt wird. Während die offiziellen Daten einen Handel von 53.42 Birr gegen einen US-Dollar aufzeigen, soll man für einen Dollar auf dem Schwarzmarkt aktuell 96 bis 97 Birr bekommen. Damit nimmt die Unsicherheit in dem durch den Bürgerkrieg ohnehin gebeutelten Land zu, auch wenn hier Gespräche mit dem IMF bezüglich finanzieller Unterstützung schon laufen.
Freitag – Google Entlassungen
Nachdem viele Technologiegiganten bereits zehntausende Mitarbeiter entließen, kommt auch heute von Google diese Meldung: Global sollen 12 000 Stellen beim Suchmaschinenbetreiber abgebaut werden. Das entspricht 6% der Belegschaft, welche zunehmend durch künstliche Intelligenz ersetzt werden soll. Die wirtschaftliche Lage hätte sich geändert, so der Vorstand des Unternehmens, welcher mit den Personalkosten die sinkenden Margen schützen möchte.
Das war’s schon mit dem Rückblick. Ich hoffe, er hat Ihnen einen kleinen Überblick gegeben. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein schönes und erholsames Wochenende!






