Wochenrückblick 11.09. – 15.09.
#Global Markets

Wochenrückblick 11.09. – 15.09.

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Florian Winter

Es ist Freitag und somit lassen wir eine weitere spannende Handelswoche hinter uns. Was so alles in der Welt der Finanzen passiert ist, schauen wir uns in unserem Wochenrückblick an.

 

Montag – „strategische Partnerschaft“  

Am Montag wurde bekanntgegeben, dass die Länder Vietnam und USA, die ehemals im Krieg miteinander standen, ihre Zusammenarbeit im Bereich Halbleiterindustrie weiter ausbauen. So schlossen die beiden Parteien im Rahmen eines Besuches des nordamerikanischen Präsidenten eine „umfassende strategische Partnerschaft“, welche der Stärkung der Position gegenüber China dienen soll. Unter anderem bezieht sich der geschlossene Vertrag auch auf die Lieferungen von seltenen Erden, welche beispielsweise bei der Produktion von Smartphones und Batterien für E-Autos benötigt werden. Nach China verfügt Vietnam über die weltweit größten Reserven dieser Stoffe.

Dienstag – UBS-Großaktionär

Der norwegische Staatsfonds hat seine Beteiligung an der UBS deutlich aufgestockt und hält nun fünf Prozent der Anteile der Schweizer Bank. Somit schwingt sich die Managementgesellschaft Norges Bank Investment, die den weltweit größten souveränen Staatfonds (rund 1.3€ Billionen) verwaltet, zum größten Aktionär der Großbank auf. Bereits seit 20 Jahren ist der Staatsfonds des skandinavischen Landes an der UBS beteiligt. Diese arbeitet derzeit mit Hochdruck daran, die im Juni für 3.1€ Milliarden übernommene Credit Suisse zu integrieren.

Mittwoch – Untersuchung
  

Die EU-Kommission gab in Person von Präsidentin Ursula von der Leyen am Mittwoch bekannt, dass die Europäische Union wohl eine (Antisubventions-)Untersuchung hinsichtlich einer möglichen Wettbewerbsverzerrung durch chinesische Subventionen für Elektroautos einleiten werde. Von der Leyen äußerte während ihrer Rede zur Lage der EU im Europaparlament in Straßburg Bedenken über die künstliche „Preisdrückung“ dieser Fahrzeuge durch massive staatliche Unterstützung und betonte, dass dies den Markt verzerre.

Donnerstag – (in) Sandalen an die Börse

Der ursprünglich rheinland-pfälzische Sandalen-Hersteller Birkenstock hat nun offiziell an der New York Stock Exchange seinen Börsengang beantragt und in diesem Zuge der Börsenaufsicht SEC seinen Börsenprospekt vorgelegt. Bislang wurde weder der genaue Termin noch der Umfang des Börsengangs kommuniziert. Bloomberg hatte bereits im Juli über eine mögliche Bewertung von $8 Milliarden berichtet, andere Experten halten gar eine Bewertung in Höhe von bis zu $11.5 Milliarden für möglich. Seit 2021 gehört der größte Anteil (65 Prozent) an Birkenstock dem Beteiligungsunternehmen L Catterton, das in enger Verbindung zum Luxuskonzern LVMH sowie zu seinem vermögenden CEO Bernard Arnault steht.

Freitag – Manipulation?

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) wirft dem Automobilbauer Mercedes-Benz die Nutzung „unzulässiger Abschalteinrichtungen“ vor und droht wegen einer potenziellen Abgasmanipulation nun damit, tausende Diesel-Fahrzeuge stillzulegen. Die betroffenen Motoren der OM 642-Serie standen bereits im Fokus der Behörden, woraufhin Mercedes Anpassungen vornahm. Diese seien zwar vom KBA „überprüft“ und „zugelassen“ worden, jedoch wurden bei zusätzlichen Untersuchungen weitere Anwendungen als „problematische oder nicht zulässige Abschalteinrichtungen“ identifiziert. Mercedes hat nun Zeit bis Ende Juli 2024, um mitzuteilen, wie man diese Probleme lösen wolle. Falls dies nicht geschehe, müsse das Amt eine „Betriebsuntersagung“ aussprechen.

Das war’s schon mit dem Rückblick. Ich hoffe, er hat Ihnen einen kleinen Überblick gegeben. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein schönes und erholsames Wochenende!

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Florian Winter

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