Wirtschaftskalender: Wichtige Wirtschaftsdaten vom 09. bis 13. Juni 2025
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Wirtschaftskalender: Wichtige Wirtschaftsdaten vom 09. bis 13. Juni 2025

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Arcan Askin

Die neue Handelswoche bringt vor allem frische Impulse aus Asien und den USA. Nach überraschenden Zahlen aus Japan und einer schwachen Preisentwicklung in China richten sich die Blicke auf die für Mittwoch und Donnerstag erwarteten US-Inflations- und Arbeitsmarktdaten. Deutschland wartet am Freitag mit einem wichtigen Inflationswert auf.

Diese Wochenvorschau ordnet alle relevanten Termine strukturiert nach Ländern und erklärt nicht nur die geplanten Veröffentlichungen, sondern auch deren wirtschaftliche Bedeutung – damit Sie nicht nur wissen, was ansteht, sondern auch, warum es wichtig ist.

Japan: Erste Erholung beim BIP

Japan hat die Woche mit einer kleinen Überraschung begonnen: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wurde heute für das erste Quartal bei 0.00 Prozent veröffentlicht – nach einem vorherigen Rückgang um -0.2 Prozent. Damit bleibt die Konjunktur auf wackligen Beinen, zeigt aber erste Stabilisierungstendenzen. Besonders angesichts der Unsicherheiten rund um den Yen könnte dies für die Bank of Japan mittelfristig geldpolitisch relevant werden.

China: Preisrückgänge und durchwachsene Außenhandelsdaten

Die chinesische Preisentwicklung gibt weiter Anlass zur Sorge. Der Verbraucherpreisindex (VPI) stagnierte im Jahresvergleich bei -0.1 Prozent, während der Erzeugerpreisindex (PPI) sogar auf -3.3 Prozent fiel – ein stärkerer Rückgang als erwartet und ein klares Signal für deflationären Druck. Auf Monatsbasis sank der VPI um -0.2 Prozent.

Auch im Außenhandel zeigen sich gemischte Signale: Zwar konnte die Handelsbilanz mit 103.22 Mrd.US-Dollar (nach 96.18 Mrd.) einen Überschuss ausweisen, doch die Exporte stiegen mit nur +4.8 Prozent schwächer als prognostiziert (+5 Prozent), während die Importe um -3.4 Prozent im Jahresvergleich einbrachen. In Yuan gerechnet lag der Exportzuwachs nur bei +6.3 Prozent (nach +9.3 Prozent), während Importe um -2.1 Prozent fielen. Die Handelsbilanz in Yuan betrug 743.56 Mrd. (nach 689.99 Mrd.).

USA: Wichtige Inflationsdaten im Fokus

Ab Mittwoch richtet sich die Aufmerksamkeit der Märkte auf die USA. Dann erscheinen die Inflationsdaten für Mai:

  • Der Verbraucherpreisindex (VPI) wird mit 2.5 Prozent erwartet (zuvor 2.3 Prozent).
  • Der Kern-VPI ohne Lebensmittel und Energie soll auf 2.9 Prozent anziehen (vorher 2.8 Prozent).
  • Auf Monatsbasis wird ein VPI-Wert von 0.2 Prozent erwartet, also ohne Veränderung.

Am Donnerstag folgen die Produzentenpreise (PPI). Auch hier wird ein Anstieg erwartet – der Gesamt-PPI soll auf 2.6 Prozent steigen (vorher 2.4 Prozent), während die Kernrate monatlich um +0.3 Prozent zulegen dürfte (nach zuletzt -0.4 Prozent). Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe dürfte leicht sinken auf 239 000 (nach 247 000).

Zum Wochenschluss veröffentlicht die Universität Michigan ihre vorläufige Einschätzung zur Verbraucherstimmung in den USA. Mit einer leichten Verbesserung auf 53.5 Punkte (nach 52.2) wird gerechnet. Ein Anstieg könnte als Zeichen für robuste Konsumbereitschaft gewertet werden – trotz weiterhin hoher Zinsen.

Deutschland: Verbraucherpreise am Freitag

Aus Deutschland stehen bis Freitag keine großen Veröffentlichungen an. Dann wird der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) erwartet. Nach +2.1 Prozent im Vorjahr wird auch diesmal ein identischer Wert prognostiziert. Für die EZB ist dies ein stabiler, und nicht beruhigender Wert im Hinblick auf ihre Inflationsziele.

Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Woche!

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Arcan Askin

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