HKCM-Wirtschaftskalender: Wichtige Konjunkturdaten KW 45/2025
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HKCM-Wirtschaftskalender: Wichtige Konjunkturdaten KW 45/2025

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Arcan Askin

Eine Woche voller entscheidender Wirtschaftsdaten steht bevor. Wir blicken gespannt auf neue Zahlen aus den USA, China, der Eurozone und Großbritannien, die Aufschluss über den Zustand der globalen Konjunktur geben werden. Im Fokus stehen dabei vor allem Inflationsdaten, Arbeitsmarktberichte und wichtige Zinsentscheidungen, die die Richtung der Märkte in den kommenden Wochen maßgeblich beeinflussen könnten.

Montag: Chinas Industrie und US-Stimmung im Fokus

Der Wochenauftakt beginnt mit wichtigen Stimmungsindikatoren aus der Industrie. Aus China wird der RatingDog Einkaufsmanagerindex (EMI) für das verarbeitende Gewerbe veröffentlicht. Dieser Index misst die wirtschaftliche Aktivität im Sektor. Ein Wert über 50 Punkten deutet auf eine Expansion hin, während ein Wert darunter eine Kontraktion signalisiert. Am Nachmittag folgt mit dem ISM Einkaufsmanagerindex (EMI) das amerikanische Pendant. Dieser gilt als äußerst verlässlicher Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den USA und wird von den Märkten genau beobachtet. Eine Rede des kanadischen Notenbank-Gouverneurs Tiff Macklem rundet den Tag ab.

Dienstag: Arbeitsmarktdaten aus Neuseeland

Am Dienstag richtet sich der Blick in die Pazifikregion. Neuseeland veröffentlicht aktuelle Daten vom Arbeitsmarkt, namentlich die Beschäftigungsänderung und die Arbeitslosenquote. Die Beschäftigungsänderung zeigt die Veränderung der Anzahl der Erwerbstätigen und gibt somit einen Einblick in die Schaffung von Arbeitsplätzen. Die Arbeitslosenquote, also der prozentuale Anteil der registrierten Arbeitslosen an der Erwerbsbevölkerung, ist ein zentraler Indikator für die Gesundheit einer Volkswirtschaft. Ein Anstieg der Quote wird in der Regel als negatives Zeichen gewertet.

Mittwoch: Der Dienstleistungssektor rückt in den Vordergrund

Zur Wochenmitte stehen die Dienstleistungssektoren im Mittelpunkt. China legt mit dem RatingDog EMI für Dienstleistungen vor. Später folgen die mit Spannung erwarteten US-Daten. Die ADP Beschäftigungsänderung gibt einen ersten Vorgeschmack auf den offiziellen Arbeitsmarktbericht am Freitag. Der ADP-Bericht misst die Veränderung der Beschäftigtenzahl in der Privatwirtschaft. Kurz darauf wird der ISM Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor veröffentlicht, der über die Hälfte der US-Wirtschaftsleistung ausmacht und daher von großer Bedeutung für die Einschätzung der Gesamtwirtschaft ist.

Donnerstag: Zinsentscheid in UK und Einzelhandel der Eurozone

Der Donnerstag wird von der Bank of England (BoE) dominiert. Die britische Zentralbank gibt ihre Zinsentscheidung bekannt. Ein höherer Leitzins verteuert Kredite und soll die Inflation dämpfen, während eine Senkung die Wirtschaft ankurbeln soll. Neben dem reinen Zinsentscheid sind auch das Abstimmungsergebnis des geldpolitischen Ausschusses (MPC), der geldpolitische Bericht sowie die anschließende Pressekonferenz mit Gouverneur Andrew Bailey von Interesse, da sie Hinweise auf den zukünftigen Kurs der Notenbank geben. Aus der Eurozone werden zudem die Einzelhandelsumsätze veröffentlicht, ein wichtiger Indikator für die Konsumfreude der Verbraucher.

Freitag: Der US-Arbeitsmarktbericht als Wochenhighlight

Der Freitag steht ganz im Zeichen des offiziellen US-Arbeitsmarktberichts. Die durchschnittlichen Stundenlöhne (monatlich und jährlich) zeigen die Lohnentwicklung und sind ein wichtiger Faktor für den Inflationsdruck. Die Zahl der neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft (Non-Farm Payrolls) ist einer der meistbeachteten Wirtschaftsindikatoren weltweit und hat oft starke Auswirkungen auf die Finanzmärkte. Eine hohe Zahl deutet auf einen robusten Arbeitsmarkt hin. Auch aus Kanada werden frische Arbeitsmarktdaten in Form der Arbeitslosenquote und der Nettoveränderung der Beschäftigung erwartet.

Sonntag: Inflationsdaten aus dem Reich der Mitte

Den Abschluss der Handelswoche bildet am Sonntag die Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex (VPI) aus China. Der VPI misst die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten für Konsumzwecke gekauft werden. Er ist der wichtigste Indikator zur Messung der Inflation. Ein negativer Wert, wie zuletzt prognostiziert, deutet auf Deflation hin, also einen allgemeinen Preisverfall, der als Anzeichen für eine schwache Binnennachfrage gilt und die chinesische Regierung vor Herausforderungen stellt.

Wir wünschen Ihnen eine erfolgreiche Handelswoche!

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Arcan Askin

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