Wirtschaftsausblick KW 32: US-Arbeitsmarkt und globale Einkaufsmanagerindizes im Fokus
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Wirtschaftsausblick KW 32: US-Arbeitsmarkt und globale Einkaufsmanagerindizes im Fokus

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Arcan Askin

In der Kalenderwoche 32 (3. bis 10. August 2026) richtet sich die Aufmerksamkeit der Finanzmärkte auf den US-Arbeitsmarkt und wichtige Frühindikatoren aus den USA und China. Den Höhepunkt der Woche bildet der offizielle US-Arbeitsmarktbericht am Freitag.

Montag: Schwache Daten aus China und Deutschland

Die Woche begann am Montag bereits mit enttäuschenden Konjunkturdaten. Aus China wurde der RatingDog Manufacturing PMI (Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe) veröffentlicht. Dieser Index basiert auf Umfragen unter Einkaufsmanagern und gilt als verlässlicher Frühindikator. Ein Wert über 50 deutet auf Wachstum hin, ein Wert darunter auf Schrumpfung. Der aktuelle Wert fiel mit 50.90 schwächer aus als der Vorwert (51.70) und verfehlte auch die Prognose von 51.50.



Auch aus Deutschland gab es schwache Zahlen: Die Einzelhandelsumsätze (Jahr), ein wichtiger Indikator für die Konsumausgaben der privaten Haushalte, schrumpften überraschend. Der aktuelle Wert liegt bei -0.20 Prozent, nachdem zuvor noch ein Wachstum von 1.80 Prozent verzeichnet worden war.

Am Nachmittag rücken die USA in den Fokus. Veröffentlicht wird der ISM Einkaufsmanagerindex (EMI) für das verarbeitende Gewerbe. Für diesen wichtigen Frühindikator wird ein Anstieg von 53.30 auf 54.00 erwartet, was auf eine solide Expansion im US-Industriesektor hindeutet.

Mittwoch: US-Dienstleistungen und private Beschäftigung

Der Mittwoch bringt weitere wichtige Daten aus den USA. Zunächst wird die ADP Beschäftigungsänderung veröffentlicht. Dieser Bericht misst die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Privatwirtschaft und gilt als Vorbote für den offiziellen Arbeitsmarktbericht am Freitag. Es wird ein Zuwachs von 75 000 Stellen erwartet, nach 98 000 im Vormonat.

Zudem steht der ISM Einkaufsmanagerindex (EMI) für Dienstleistungen auf der Agenda. Da der Dienstleistungssektor den größten Teil der US-Wirtschaft ausmacht, wird dieser Index stark beachtet. Prognostiziert wird ein leichter Anstieg von 54.00 auf 54.20.

Aus China wird in der Nacht zu Mittwoch der RatingDog EMI für Dienstleistungen gemeldet. Der vorherige Wert lag bei 54.10.

Donnerstag und Freitag: Euro-Einzelhandel und US-Arbeitsmarktbericht

Am Donnerstag stehen in Europa die Einzelhandelsumsätze (Jahr) der Eurozone an. Der vorherige Wert lag bei 1.60 Prozent.

Der Freitag ist der wichtigste Tag der Woche für die US-Märkte. Veröffentlicht wird der offizielle Arbeitsmarktbericht der Regierung. Im Zentrum steht die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft (Non-Farm Payrolls, NFP). Dieser Indikator misst die Anzahl der neu geschaffenen Stellen (ohne Landwirtschaft) und ist entscheidend für die Geldpolitik der US-Notenbank. Es wird ein Zuwachs von 91 000 Stellen erwartet, nach schwachen 57 000 im Vormonat.



Zeitgleich werden die Daten zur Lohnentwicklung veröffentlicht. Für die Durchschnittlichen Stundenlöhne (Monat) wird ein Anstieg von 0.30 Prozent erwartet (Vorwert: 0.30 Prozent). Die Jahresrate lag zuletzt bei 3.50 Prozent. Steigende Löhne können den Inflationsdruck erhöhen.

Auch Kanada veröffentlicht am Freitag Arbeitsmarktdaten. Für die Nettoveränderung der Beschäftigung wird ein Zuwachs von 15 000 Stellen erwartet (Vorwert: 18 200). Die Arbeitslosenquote soll unverändert bei 6.50 Prozent bleiben.

Den Abschluss der Woche bilden am Sonntag Inflationsdaten aus China. Der Verbraucherpreisindex (VPI) für das Jahr lag zuletzt bei einem Prozent.

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Arcan Askin

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