Wirtschaftsausblick KW 29: US-Inflation und BoC-Zinsentscheid im Fokus
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Wirtschaftsausblick KW 29: US-Inflation und BoC-Zinsentscheid im Fokus

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Arcan Askin

In der Kalenderwoche 29 (13. bis 20. Juli 2026) richtet sich die Aufmerksamkeit der Finanzmärkte auf wichtige Inflationsdaten aus den USA und die Zinsentscheidung der Bank of Canada (BoC). Zudem stehen Anhörungen des US-Notenbankchefs und ein Datenfeuerwerk aus China auf der Agenda.

Dienstag: US-Verbraucherpreise und Fed-Anhörung

Der Dienstag ist der wichtigste Tag der Woche für die US-Märkte. Veröffentlicht werden die mit Spannung erwarteten US-Verbraucherpreise (VPI). Dieser Index misst die durchschnittliche Preisentwicklung eines repräsentativen Warenkorbs und ist der wichtigste Indikator für die Inflation. Für die Monatsrate des Gesamt-VPI wird ein Rückgang von 0.50 Prozent auf -0.10 Prozent prognostiziert, was auf sinkende Preise im Monatsvergleich hindeutet. Die vorherige Jahresrate lag bei 4.20 Prozent.


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Besondere Beachtung findet zudem die Kernrate des Verbraucherpreisindex (ohne Lebensmittel und Energie). Diese klammert volatile Komponenten aus und gilt als präziseres Maß für den zugrunde liegenden Inflationstrend. Für die Monatsrate der Kerninflation wird ein leichter Anstieg von 0.20 Prozent auf 0.30 Prozent erwartet, während die Jahresrate voraussichtlich konstant bei 2.90 Prozent bleiben wird.

Am Nachmittag steht zudem die Anhörung von Fed-Chef Warsh vor dem US-Kongress an. Seine Aussagen zur wirtschaftlichen Lage und zur zukünftigen Geldpolitik werden von Investoren genau analysiert.

Mittwoch: Daten aus China und BoC-Zinsentscheid

Der Mittwoch beginnt in den frühen Morgenstunden mit einem Datenfeuerwerk aus China. Veröffentlicht wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP), das umfassendste Maß für die wirtschaftliche Aktivität. Für die Jahresrate wird eine Abschwächung des Wachstums von 5.00 Prozent auf 4.40 Prozent erwartet, für die Quartalsrate ein Rückgang von 1.30 Prozent auf 0.90 Prozent. Zudem werden die Einzelhandelsumsätze (gegenüber Vorjahr) gemeldet, für die eine Verbesserung von -0.60 Prozent auf -0.10 Prozent prognostiziert wird. Die Industrieproduktion (Jahr) soll sich von 4.50 Prozent auf 4.70 Prozent beschleunigen.

Am Nachmittag rücken die USA und Kanada in den Fokus. In den USA wird der Erzeugerpreisindex exklusive Energie und Nahrungsmittel (Jahr) veröffentlicht. Dieser Index misst die durchschnittliche Preisveränderung, die inländische Produzenten für ihre Güter erhalten, und gilt als Frühindikator für die Verbraucherinflation. Der vorherige Wert lag bei 4.90 Prozent. Zudem setzt Fed-Chef Warsh seine Anhörung fort.



Zeitgleich gibt die Bank of Canada (BoC) ihre Zinsentscheidung bekannt. Es wird erwartet, dass der Leitzins unverändert bei 2.25 Prozent bleibt. Der Leitzins ist das zentrale Instrument der Geldpolitik, mit dem Notenbanken die Kreditkosten steuern. Begleitet wird der Entscheid vom geldpolitischen Bericht, dem Begleittext und der anschließenden Pressekonferenz.

Donnerstag: US-Einzelhandelsumsätze

Am Donnerstag rückt der US-Konsum in den Mittelpunkt. Veröffentlicht werden die Einzelhandelsumsätze für den Monat. Sie messen die Veränderung des Gesamtwerts der inflationsbereinigten Verkäufe auf Einzelhandelsebene und sind ein zentraler Indikator für die Konsumausgaben der privaten Haushalte. Hier wird ein Rückgang des Wachstums von 0.90 Prozent auf 0.30 Prozent prognostiziert. Zudem wird die Kontrollgruppe der Einzelhandelsumsätze gemeldet, die bestimmte volatile Komponenten wie Autoverkäufe ausschließt und als präziseres Maß für den zugrunde liegenden Konsumtrend gilt. Der vorherige Wert lag bei 0.70 Prozent.

Freitag: US-Verbrauchervertrauen

Die Woche endet am Freitag mit dem Michigan Verbraucher-Stimmungsindex aus den USA. Dieser wichtige Indikator für das Konsumklima soll sich von 49.50 auf 51.00 verbessern, was auf eine optimistischere Stimmung der US-Verbraucher hindeutet.

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Arcan Askin

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