Wirtschaftsausblick KW 28: US-Dienstleistungen und FOMC-Protokoll im Fokus
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Wirtschaftsausblick KW 28: US-Dienstleistungen und FOMC-Protokoll im Fokus

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Arcan Askin

In der Kalenderwoche 28 (6. bis 13. Juli 2026) erwartet die Finanzmärkte eine vergleichsweise ruhige Datenlage. Im Mittelpunkt stehen die Entwicklung des US-Dienstleistungssektors, Einblicke in die geldpolitischen Diskussionen der US-Notenbank (Fed) sowie Inflationsdaten aus China und Deutschland.

Montag: Euro-Einzelhandel und US-Dienstleistungen

Die Woche beginnt am Montag mit bereits veröffentlichten Daten aus der Eurozone. Die Einzelhandelsumsätze (Jahr) wurden heute früh gemeldet. Sie messen die Veränderung des Gesamtwerts der inflationsbereinigten Verkäufe auf Einzelhandelsebene und sind ein zentraler Indikator für die Konsumausgaben der privaten Haushalte. Der aktuelle Wert liegt bei 1.60 Prozent und entspricht damit exakt der Prognose. Der Vorwert lag bei einem Prozent, was auf eine Beschleunigung des Konsumwachstums hindeutet.



Am Nachmittag rücken die USA in den Fokus. Veröffentlicht wird der ISM Einkaufsmanagerindex (EMI) für Dienstleistungen (Services PMI). Dieser Index basiert auf Umfragen unter Einkaufsmanagern und gilt als verlässlicher Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung im Dienstleistungssektor. Ein Wert über 50 deutet auf Wachstum hin, ein Wert darunter auf Schrumpfung. Hier wird ein leichter Rückgang von 54.50 auf 54.00 erwartet, was weiterhin auf eine solide Expansion hindeutet. Am Abend wird zudem EZB-Präsidentin Christine Lagarde sprechen, was von den Märkten auf mögliche geldpolitische Signale analysiert wird.

Mittwoch: Einblicke in die Fed-Diskussionen

Der Dienstag bleibt ohne marktbewegende Termine. Am Mittwochabend steht dann die Veröffentlichung des FOMC-Protokolls der US-Notenbank (Fed) auf der Agenda. Dieses Protokoll (Minutes) bietet detaillierte Einblicke in die Diskussionen der letzten geldpolitischen Sitzung des Federal Open Market Committee. Investoren analysieren das Dokument genau, um Hinweise auf die zukünftige Zinspolitik und die Einschätzung der wirtschaftlichen Lage durch die Fed-Mitglieder zu erhalten.

Donnerstag: Inflationsdaten aus China

Am Donnerstag richtet sich der Blick nach Asien. In China wird der Verbraucherpreisindex (VPI) für das Jahr veröffentlicht. Dieser Index misst die durchschnittliche Preisentwicklung eines repräsentativen Warenkorbs von Konsumgütern und Dienstleistungen und ist der wichtigste Indikator für die Inflation. Es wird erwartet, dass die Jahresrate konstant bei 1.20 Prozent bleibt.

Freitag: Deutsche Inflation und kanadischer Arbeitsmarkt

Die Woche endet am Freitag mit weiteren Preis- und Arbeitsmarktdaten. In Deutschland wird der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) auf Jahresbasis gemeldet. Dieser Index wird nach einheitlichen europäischen Standards berechnet, um die Inflation innerhalb der Eurozone vergleichbar zu machen. Die Prognose geht von einer konstanten Jahresrate von 2.40 Prozent aus.



Am Nachmittag veröffentlicht Kanada wichtige Arbeitsmarktdaten. Die Nettoveränderung der Beschäftigung misst die neu geschaffenen Stellen und gilt als wichtiger Indikator für die Gesundheit der Wirtschaft. Hier wird ein deutlicher Rückgang des Stellenaufbaus von 87 800 auf 10 000 neue Stellen erwartet. Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich konstant bei 6.60 Prozent bleiben.

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Arcan Askin

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