Wirtschaftsausblick KW 23: US-Arbeitsmarkt und Euro-Inflation im Fokus
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Wirtschaftsausblick KW 23: US-Arbeitsmarkt und Euro-Inflation im Fokus

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Arcan Askin

In der Kalenderwoche 23 (01. bis 08. Juni 2026) richtet sich die Aufmerksamkeit der Finanzmärkte auf eine Reihe wichtiger Konjunkturdaten. Den Höhepunkt der Woche bildet der offizielle US-Arbeitsmarktbericht am Freitag. Zuvor stehen jedoch Inflationsdaten aus der Eurozone und wichtige Frühindikatoren auf der Agenda.

Montag: Industrie-Indikatoren und US-Einkaufsmanagerindex

Die Woche beginnt am Montag mit bereits veröffentlichten Daten aus China. Der RatingDog Einkaufsmanagerindex (EMI) für das verarbeitende Gewerbe wurde heute früh gemeldet. Dieser Index basiert auf Umfragen unter Einkaufsmanagern und misst die wirtschaftliche Aktivität. Ein Wert über 50 deutet auf Wachstum hin.

Der aktuelle Wert liegt bei 51.80 und damit leicht unter dem Vorwert von 52.20, aber über der Prognose von 51.40. In Deutschland werden die Einzelhandelsumsätze (Jahr) veröffentlicht, die als zentraler Indikator für die Konsumausgaben gelten. Der vorherige Wert lag bei minus zwei Prozent, der aktuelle Wert notiert bei -0.30 Prozent. Am Nachmittag folgt aus den USA der ISM Einkaufsmanagerindex (EMI) für das verarbeitende Gewerbe, für den ein leichter Anstieg von 52.70 auf 53 prognostiziert wird.

Dienstag: Inflationsdaten aus der Eurozone

Der Dienstag steht ganz im Zeichen der europäischen Preisentwicklung. Veröffentlicht wird der Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) für die Eurozone. Dieser Index misst die durchschnittliche Preisentwicklung eines repräsentativen Warenkorbs und ist der wichtigste Indikator für die Inflation. Für die Jahresrate wird ein Anstieg von drei Prozent auf 3.30 Prozent erwartet. Der vorherige Monatswert lag bei einem Prozent.



Besondere Beachtung findet zudem die Kernrate des HVPI, die volatile Komponenten wie Energie und Nahrungsmittel ausschließt und als präziseres Maß für den zugrunde liegenden Inflationstrend gilt. Für die Jahresrate der Kerninflation wird ein Anstieg von 2.20 Prozent auf 2.40 Prozent prognostiziert. Die vorherige Monatsrate lag bei 0.90 Prozent.

Mittwoch: US-Dienstleistungen und ADP-Arbeitsmarktbericht

Am Mittwoch rückt der Dienstleistungssektor in den Fokus. In China wird der RatingDog EMI für Dienstleistungen veröffentlicht, für den ein leichter Rückgang von 52.60 auf 52.30 erwartet wird. In Japan hält der designierte BoJ-Gouverneur Ueda eine Rede, die auf Signale für die künftige Geldpolitik der Bank of Japan analysiert wird.

Am Nachmittag folgen Daten aus den USA. Zunächst wird die ADP Beschäftigungsänderung gemeldet. Dieser Bericht des privaten Dienstleisters ADP gilt als Vorbote für den offiziellen Arbeitsmarktbericht und misst den Stellenaufbau in der Privatwirtschaft. Hier wird ein Anstieg von 109 000 auf 116 000 neue Stellen erwartet. Anschließend wird der ISM Einkaufsmanagerindex (EMI) für Dienstleistungen veröffentlicht, der voraussichtlich konstant bei 53.60 bleiben wird.

Donnerstag: EZB-Rede und Euro-Einzelhandel

Der Donnerstag ist ein ruhigerer Tag. Am Vormittag wird EZB-Präsidentin Christine Lagarde sprechen. Ihre Äußerungen könnten im Nachgang der jüngsten Inflationsdaten neue Impulse für die Märkte liefern. Zudem werden die Einzelhandelsumsätze (Jahr) für die gesamte Eurozone veröffentlicht. Der vorherige Wert lag bei 1.20 Prozent.

Freitag: Der offizielle US-Arbeitsmarktbericht

Der Freitag bringt den wichtigsten Termin der Woche: den offiziellen US-Arbeitsmarktbericht. Die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft (Non-Farm Payrolls) misst die neu geschaffenen Stellen in den USA und ist ein zentraler Indikator für die Gesundheit der Wirtschaft. Hier wird ein Rückgang des Stellenaufbaus von 115 000 auf 96 000 erwartet.



Zudem werden die durchschnittlichen Stundenlöhne gemeldet, die als wichtiger Indikator für den Inflationsdruck gelten. Für die Monatsrate wird ein Anstieg von 0.20 Prozent auf 0.30 Prozent prognostiziert, während die Jahresrate leicht von 3.60 Prozent auf 3.50 Prozent sinken soll.

Zeitgleich veröffentlicht Kanada seine Arbeitsmarktdaten. Die Nettoveränderung der Beschäftigung soll sich von -17 700 auf +10 200 Stellen verbessern. Die Arbeitslosenquote wird voraussichtlich konstant bei 6.90 Prozent bleiben.

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Arcan Askin

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