Wirtschaftsausblick KW 21: Globale Einkaufsmanagerindizes im Fokus
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Wirtschaftsausblick KW 21: Globale Einkaufsmanagerindizes im Fokus

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Arcan Askin

In der Kalenderwoche 21 (18. bis 25. Mai 2026) richtet sich die Aufmerksamkeit der Finanzmärkte auf eine Reihe wichtiger Frühindikatoren. Den Höhepunkt der Woche bildet der Donnerstag mit einer Flut an Einkaufsmanagerindizes aus Europa und den USA. Zuvor stehen jedoch das G7-Treffen, Wachstumsdaten aus Japan und Inflationsdaten aus Kanada auf der Agenda.

Montag: G7-Treffen und Daten aus China

Die Woche beginnt am Montag mit dem G7-Treffen in der Eurozone. Bei diesen Zusammenkünften der Finanzminister und Notenbankchefs der sieben führenden Industrienationen werden wichtige globale Wirtschaftsthemen diskutiert, was stets für Aufmerksamkeit an den Märkten sorgt.

In den frühen Morgenstunden wurden bereits wichtige Daten aus China veröffentlicht. Die Einzelhandelsumsätze (Jahr) messen die Veränderung des Gesamtwerts der inflationsbereinigten Verkäufe auf Einzelhandelsebene und sind ein zentraler Indikator für die Konsumausgaben. Hier wurde ein Anstieg des Wachstums von 1.70 Prozent auf 2.00 Prozent erwartet. Der aktuelle Wert liegt jedoch bei 0.20 Prozent. Zeitgleich wurde die Industrieproduktion (Jahr) gemeldet. Dieser Indikator misst die Veränderung des inflationsbereinigten Gesamtwerts der Produktion von Herstellern, Bergwerken und Versorgungsunternehmen. Die Prognose geht von einer Beschleunigung von 5.70 Prozent auf 5.90 Prozent aus, der aktuelle Wert notiert allerdings bei 4.10 Prozent. Am Vormittag wird zudem EZB-Präsidentin Christine Lagarde sprechen.

Dienstag: Japans BIP und Kanadas Inflation

Am Dienstag setzt sich das G7-Treffen in der Eurozone fort. In Asien wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Japans veröffentlicht. Das BIP ist das umfassendste Maß für die wirtschaftliche Aktivität und misst den Wert aller in einem Land produzierten Waren und Dienstleistungen. Für das Quartals-BIP wird ein Anstieg des Wachstums von 0.30 Prozent auf 0.40 Prozent erwartet.



Am Nachmittag rückt Kanada in den Fokus. Veröffentlicht wird der Verbraucherpreisindex (VPI) für das Jahr. Dieser Index misst die durchschnittliche Preisentwicklung eines repräsentativen Warenkorbs von Konsumgütern und Dienstleistungen und ist der wichtigste Indikator für die Inflation. Der vorherige Wert lag bei 2.40 Prozent. Zeitgleich wird der BoC Kern-Verbraucherpreisindex (Jahr) gemeldet, der volatile Komponenten wie Energie und Nahrungsmittel ausschließt und als präziseres Maß für den zugrunde liegenden Inflationstrend gilt. Der vorherige Wert lag hier bei 2.50 Prozent.

Mittwoch: FOMC-Protokoll

Der Mittwoch ist ein ruhigerer Tag, dessen Höhepunkt am Abend die Veröffentlichung des FOMC-Protokolls der US-Notenbank (Fed) bildet. Dieses Protokoll (Minutes) bietet detaillierte Einblicke in die Diskussionen der letzten geldpolitischen Sitzung und wird von Investoren genau auf Hinweise bezüglich zukünftiger Zinsentscheidungen analysiert.

Donnerstag: Flut an Einkaufsmanagerindizes

Der Donnerstag ist der wichtigste Tag der Woche, geprägt von der Veröffentlichung zahlreicher Einkaufsmanagerindizes (EMI). Diese Indizes basieren auf Umfragen unter Einkaufsmanagern und gelten als verlässliche Frühindikatoren für die wirtschaftliche Entwicklung. Ein Wert über 50 deutet auf Wachstum hin, ein Wert darunter auf Schrumpfung.

Den Auftakt macht Deutschland mit den HCOB Einkaufsmanagerindizes. Für das verarbeitende Gewerbe wird ein leichter Rückgang von 51.40 auf 51.00 erwartet. Der Gesamtindex soll minimal von 48.40 auf 48.50 steigen, während für den Dienstleistungssektor ein leichter Anstieg von 46.90 auf 47.00 prognostiziert wird. Beide letztgenannten Werte deuten weiterhin auf eine Schrumpfung hin.

Kurz darauf folgen die entsprechenden Daten für die gesamte Eurozone. Hier wird für den EMI des verarbeitenden Gewerbes ein Rückgang von 52.20 auf 51.60 erwartet. Der EMI für Dienstleistungen soll leicht von 47.60 auf 47.50 sinken. Für den HCOB Composite EMI wird ein Anstieg von 48.80 auf 49.20 prognostiziert, was weiterhin auf eine leichte Kontraktion hindeutet.

Am Nachmittag rücken dann die USA in den Fokus. Veröffentlicht werden die S&P Global Einkaufsmanagerindizes. Der vorherige Wert für das verarbeitende Gewerbe lag bei 54.50, was auf ein solides Wachstum hindeutet. Der EMI für Dienstleistungen notierte zuletzt bei 51.00 und signalisierte damit ebenfalls eine Expansion in diesem Sektor.

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