In der Kalenderwoche 16 (13. bis 20. April 2026) richtet sich die Aufmerksamkeit der Finanzmärkte zunächst auf die Reden führender Notenbanker aus Europa und Großbritannien. Im weiteren Verlauf der Woche rückt dann die wirtschaftliche Entwicklung Chinas in den Mittelpunkt, wenn eine Reihe wichtiger Konjunkturdaten veröffentlicht wird.
Dienstag: US-Erzeugerpreise und Notenbanker-Reden
Der Dienstag beginnt mit Daten aus den USA. Veröffentlicht wird der Erzeugerpreisindex exklusive Energie und Nahrungsmittel (Jahr). Dieser Index misst die durchschnittliche Preisveränderung, die inländische Produzenten für ihre Güter und Dienstleistungen erhalten, wobei die volatilen Preise für Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet werden. Er gilt als wichtiger Frühindikator für die Verbraucherinflation. Der vorherige Wert lag bei 3.90 Prozent.
Am Abend stehen dann die Notenbanken im Fokus. Zunächst hält der Gouverneur der Bank of England (BoE), Andrew Bailey, eine Rede. Solche Auftritte werden von den Märkten stets genau verfolgt, da sie Hinweise auf die zukünftige geldpolitische Ausrichtung der britischen Zentralbank geben können. Später am Abend spricht EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Auch ihre Äußerungen könnten wichtige Signale für den weiteren Zinskurs der Europäischen Zentralbank liefern.
Mittwoch: Weitere Auftritte von Bailey und Lagarde
Am Mittwoch setzt sich der Reigen der Notenbanker-Reden fort. Erneut wird BoE-Gouverneur Bailey eine Rede halten, gefolgt von einem weiteren Auftritt der EZB-Präsidentin Lagarde. Die Märkte werden genau auf Nuancen in ihren Aussagen achten, um mögliche Veränderungen in der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage oder der Inflationsentwicklung zu erkennen.
Donnerstag: Datenfeuerwerk aus China
Der Donnerstag steht ganz im Zeichen der chinesischen Wirtschaft. Den Auftakt machen die Einzelhandelsumsätze (Jahr). Sie messen die Veränderung des Gesamtwerts der Verkäufe auf Einzelhandelsebene und sind ein zentraler Indikator für die Konsumausgaben der privaten Haushalte. Hier wird ein leichter Rückgang des Wachstums von 2.80 Prozent auf 2.40 Prozent erwartet.
Zeitgleich wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Chinas veröffentlicht. Das BIP ist das umfassendste Maß für die wirtschaftliche Aktivität und misst den Wert aller in einem Land produzierten Waren und Dienstleistungen. Für die Jahresrate wird ein Anstieg des Wachstums von 4.50 Prozent auf fünf Prozent prognostiziert. Auch für die Quartalsrate wird eine Beschleunigung von 1.20 Prozent auf 1.40 Prozent erwartet. Diese Zahlen deuten auf eine Belebung der chinesischen Wirtschaft hin.
Ebenfalls am Donnerstag wird die Industrieproduktion (Jahr) in China gemeldet. Dieser Indikator misst die Veränderung des inflationsbereinigten Gesamtwerts der Produktion von Herstellern, Bergwerken und Versorgungsunternehmen. Hier wird eine leichte Abschwächung des Wachstums von 6.30 Prozent auf 5.90 Prozent prognostiziert.






