Die wichtigsten Punkte
David Ellison, Sohn des Oracle-Gründers Larry Ellison, will nach der Übernahme von Paramount offenbar auch Warner Bros. Discovery kaufen. Laut Bloomberg lehnte Warner ein erstes Angebot von rund 20 US-Dollar pro Aktie als zu niedrig ab. Ellison prüft nun, das Gebot zu erhöhen oder neue Investoren einzubinden. Eine Fusion würde Marken wie HBO, CNN und Paramount+ vereinen und einen mächtigen Konkurrenten für Netflix, Disney und Amazon schaffen. Beobachter erwarten, dass der Deal – sollte er gelingen – die Medienwelt grundlegend verändern könnte.
Ein Schweigen, das Bände spricht
David Ellison schweigt – und genau das heizt die Spekulationen an. Der Sohn des Oracle-Gründers Larry Ellison, der mit seiner Firma Skydance Media gerade die Kontrolle über Paramount übernommen hat, vermeidet jedes Wort über den nächsten großen Schritt. Doch in Hollywood glaubt kaum jemand, dass sein Schweigen Zufall ist. Hinter den Kulissen wird seit Wochen gemunkelt, Ellison bereite ein Angebot zur Übernahme von Warner Bros. Discovery (WBD) vor – dem Medienriesen, zu dem Marken wie HBO, CNN und die legendären Warner Bros.-Studios gehören.
Die Aktie von Warner Bros. Discovery ist weiter gefallen. Abonnenten des HKCM-Pakets US-Titans erhalten konkrete Zielzonen für Einstiege.
Auf einer Bloomberg-Veranstaltung vergangene Woche wich Ellison Fragen dazu aus – ein übliches Vorgehen, solange kein formelles Gebot existiert. Doch die Branche ist sich sicher: Nach dem Paramount-Deal wäre Warner Bros. der nächste logische Schritt im Rennen um die Streaming-Vorherrschaft.
Zwei Giganten, ein Ziel – gegen Netflix, Disney und Amazon
Ein Zusammenschluss von Paramount und Warner Bros. Discovery würde die Medienlandschaft umkrempeln. Wirtschaftlich gesehen ergibt der Plan Sinn: Die Streamingdienste von Paramount könnten mit HBO Max verschmolzen werden, während die Film- und TV-Studios ihre Kräfte bündeln. Hinzu kämen Warner Bros.’ Sportrechte und Paramounts lukratives NFL-Paket – ein Angebot, das selbst Netflix und Disney herausfordern könnte. Gemeinsame Vertriebs-, Marketing- und Verwaltungseinheiten würden Synergien schaffen, die Milliarden einsparen könnten.

Die Idee kursiert bereits seit Jahren in Hollywood: Nur die größten Anbieter könnten langfristig überleben. Dass Warner Bros. Discovery ohnehin plant, sich bis 2026 in zwei Teile zu spalten – ein klassisches TV-Geschäft und ein Streaming-/Studio-Segment – macht den Zeitpunkt für Ellison besonders günstig. Mit einem Kauf ließe sich verhindern, dass Tech-Giganten wie Apple oder Amazon das Feld übernehmen.
Ein abgelehntes Angebot – und viele offene Fragen
Doch noch ist der Deal nicht in trockenen Tüchern. Bloomberg berichtet, Warner Bros. Discovery habe ein erstes Angebot von rund 20 US-Dollar pro Aktie abgelehnt – zu niedrig, so das Urteil der Unternehmensspitze. Ellison und sein Team prüfen nun Alternativen: ein verbessertes Gebot, eine direkte Ansprache der Aktionäre oder die Einbindung eines neuen Finanzpartners. Offizielle Stellungnahmen beider Seiten fehlen bisher.
Sollte es Ellison jedoch gelingen, die Kontrolle über Warner Bros. zu erlangen, entstünde ein Medienimperium historischen Ausmaßes – und CNN, eine der einflussreichsten Nachrichtenmarken der USA, stünde indirekt unter der finanziellen Aufsicht von Larry Ellison, einem bekannten Unterstützer des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump. Für Hollywood wäre das nicht nur ein ökonomisches, sondern auch ein politisches Beben. Der nächste Akt im Übernahmedrama läuft bereits – noch hinter verschlossenen Türen.
FAQ
Wer hat Warner Bros. gekauft?
Paramount Skydance hat 2025 ein Übernahmeangebot für Warner Bros. Discovery abgegeben und das Unternehmen im Zuge dieses Deals übernommen.
Wem gehört Warner Bros. derzeit?
Warner Bros. Discovery befindet sich im Besitz der Aktionäre des börsennotierten Unternehmens Warner Bros. Discovery, Inc.. Zu den größten Anteilseignern zählen große institutionelle Investoren wie Vanguard Group, BlackRock und State Street Corp.
Wurde Warner Bros. von Disney gekauft?
Nein, Disney hat Warner Bros. nicht übernommen. Stattdessen fusionierte Warner Bros. mit Discovery. Zwar versuchte Disney bereits 2016, das damalige Unternehmen Time Warner zu kaufen, doch dieser Deal kam nicht zustande, weil Time Warner stattdessen eine Fusion mit AT&T einging.



