Weltwirtschaft: OECD sieht keinen Schaden durch Trumps Zölle
#Global Markets

Weltwirtschaft: OECD sieht keinen Schaden durch Trumps Zölle

Author

Esma Sakalli
  • Chinas Industrie bleibt trotz Zolltruce in einer anhaltenden Abschwächung.
  • Zusätzliche politische Impulse bleiben aus, während die Nachfrage schwächelt.
  • Die OECD erwartet moderates Wachstum 2026, warnt aber vor steigenden globalen Risiken.

China kämpft mit schwacher Industrie – trotz Entspannung im Handelskonflikt

Chinas Industrie bleibt unter Druck: Der offizielle Einkaufsmanagerindex lag im November bei 49.2 Punkten und markiert damit den achten Monat in Folge eine Schrumpfung der Fabrikaktivität. Die leichte Verbesserung gegenüber Oktober ändert nichts daran, dass die Produktion weiter zurückgeht – ein klares Signal für anhaltende strukturelle Belastungen.

Zwar sorgt der jüngste US-Zollabbau für etwas Erleichterung, doch Ökonomen warnen, dass sich die Wirkung auf die Exportnachfrage erst verzögert zeigt. Gleichzeitig dämpft das Immobiliensegment die Gesamtwirtschaft: Sinkende Hauspreise und eine anhaltende Investitionsschwäche halten die Konsumenten zurück und verschärfen die Unsicherheit im Privatsektor. Auch in zentralen Industrien wächst der Preisdruck, etwa in der Auto- und Konsumgüterbranche, in denen intensiver Wettbewerb die Margen vieler Unternehmen belastet.

Gemischte Signale aus der Inlandswirtschaft setzen die Politik unter Zugzwang

Die gesamtwirtschaftliche Lage bleibt angespannt: Die chinesische Führung strebt für 2025 ein Wachstumsziel von rund fünf Prozent an, nachdem die Wirtschaft im dritten Quartal um 4.8 Prozent gewachsen war.

Chinas Wachstum bleibt fragil, weil Immobilienkrise und schwacher Konsum Investitionen bremsen.

Dass dieses Ziel ohne große Zusatzmaßnahmen erreichbar sein soll, sehen Beobachter kritisch, denn die strukturellen Belastungen im Immobiliensektor und die gedämpfte Konsumentenstimmung dürften sich nicht kurzfristig auflösen. In diesem Umfeld halten sich Unternehmen mit neuen Investitionen zurück – eine Entwicklung, die auch globale Lieferketten trifft.

OECD: Widerstandsfähige Weltwirtschaft, aber zunehmende Risiken

Der OECD-Wirtschaftsausblick beschreibt jedoch ein globales Umfeld, das stabiler wirkt, als viele noch zu Jahresbeginn erwartet hatten. Für 2026 prognostiziert die Organisation ein Wachstum der Weltwirtschaft von 2.9 Prozent, bevor es 2027 leicht auf 3.1 Prozent anziehen soll.

Doch die Risiken nehmen zu: Steigende Handelsbarrieren, geopolitische Spannungen und mögliche Korrekturen an den Finanzmärkten könnten die Dynamik dämpfen. Besonders problematisch wären erneute Zinsanstiege, die Staaten und Unternehmen durch höhere Schuldenlasten unter Druck setzen könnten. Die OECD mahnt deshalb Reformen an, die Innovation, Produktivität und wirtschaftliche Dynamik stärken sollen – auch und gerade in Ländern wie China, die mit einer schwächelnden Industrie und unsicheren Konsumenten zu kämpfen haben.

FAQ

Was ist der Nachteil am BIP?

Das BIP misst nur den wirtschaftlichen Output und sagt nichts über Lebensqualität, Umweltbelastung oder soziale Ungleichheit aus. Außerdem erfasst es unbezahlte Arbeit und Wohlstandsverteilung nicht, wodurch es wirtschaftliche Realität nur unvollständig abbildet.

Welche Länder sind OECD-Länder?

Die OECD umfasst 38 Mitglieder, darunter fast alle EU-Staaten sowie Länder wie die USA, Kanada, Japan, Südkorea, Australien, Neuseeland, die Schweiz, Norwegen, Island, Chile, Mexiko, Israel und die Türkei. Sie vereint überwiegend hochentwickelte Volkswirtschaften mit gemeinsamen wirtschafts- und handelspolitischen Standards.

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Esma Sakalli

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