Die Tokenisierung von Wertpapieren, Fonds oder auch Anteilen an Immobilien und Edelmetallen hat sich zum Hype-Thema schlechthin im Altcoin-Sektor entwickelt. Neue Projekte schießen aus dem Boden, das Label Real World Assets (RWA) verkauft sich wie geschnitten Brot. Während Influencer einen neuen RWA-Altcoin nach dem anderen über den grünen Klee loben, bekommt der Marktführer in diesem Sektor bisher nur wenig Aufmerksamkeit: Chainlink ist einer der etabliertesten Altcoins überhaupt mit vielfacher Anwendung auf der Blockchain und darüber hinaus – fliegt in Sachen RWA aber noch immer unter dem Radar. Dabei wird die Tokenisierung von Vermögenswerten erst durch Orakel-Netzwerke wie Chainlink möglich. Der Netzwerk-Effekt als First Mover, hochkarätige Kooperationen mit führenden Institutionen des Finanz- und Bankensektors und außergewöhnliche Entwickler-Aktivität machen Chainlink zum unumstrittenen RWA-Marktführer – und womöglich zur zuverlässigsten Möglichkeit, am Boom rund um Tokenisierung zu partizipieren. Untermauert wurde dieser Status vor wenigen Tagen: Das weltgrößte Abwicklungssystem für Wertpapierhandel hat ein Pilotprojekt mit Chainlink gestartet. Mit von der Partie sind nordamerikanische Finanzriesen wie der Vermögensverwalter Franklin Tempelton oder die Wallstreet-Banken BNY Mellon und JPMorgan.
RWA-Hype: Hedera explodiert, Chainlink tüftelt
„Wenn man vom RWA-Narrativ profitieren und verhindern will, aufs falsche Pferd zu setzen, ist LINK die sicherste Wette“, sagte ein Analyst von K33 Research schon im Oktober vergangenen Jahres. Damals stand Link bei gut $7 und war schon um über 30 Prozent von seinem Bärenmarkttief angestiegen. In der ersten Rallye des aktuellen Jahres nach der Zulassung der Bitcoin-ETFs attackierte LINK die $20-Marke und profitierte dabei von der aufbrandenden Euphorie rund um das Thema Real World Assets. Mitte Januar ließ Larry Fink mit Blick auf die neuen Bitcoin-Fonds verlauten: „Die ETFs sind der erste Schritt hin zur technologischen Revolution der Finanzmärkte. Schritt zwei wird die Tokenisierung aller finanziellen Assets sein“. Der Vorteil liege laut Fink auf der Hand: „Wir haben heute schon die Technologie, um im großen Umfang zu tokenisieren. Wenn man ein tokenisiertes Wertpapier hat, wird jeder Kauf oder Verkauf zentral auf der Blockchain gespeichert. Ein tokenisiertes System verhindert Betrug und Korruption“. Die Wallstreet schien aus Sicht der Krypto-Verfechter die technischen Vorzüge der Blockchain – Transparenz, Manipulationssicherheit und lückenlose Nachvollziehbarkeit jeglicher Transaktionen – endgültig für sich entdeckt zu haben. „Wir konzentrieren uns auf die Entwicklung von Anwendungen im Bereich der digitalen Vermögenswerte, die unseren Kunden helfen, echte Probleme zu lösen“, bestätigte Fink diese Vermutungen kurz darauf.
Schnell wurde spekuliert, welches Krypto-Projekt denn nun für die groß angelegte Tokenisierung von Wertpapieren großer Vermögensverwalter ausgewählt würde. Reihenweise explodierten kleine Altcoins, die sich ambitionierte RWA-Anwendungen auf die Fahne schrieben. Auch an großen Projekten gingen diese Spekulationen nicht spurlos vorbei: Das Team von Hedera Hashgraph (HBAR) deutete in einer Mitteilung Ende April an, dass man mit BlackRock zusammenarbeite. Der Kurs verdoppelte sich innerhalb weniger Minuten, die Meldung entpuppte sich aber als Missverständnis. Abseits dieses Trubels schraubte Chainlink unentwegt an seinem technischen Fundament. Von Anfang April bis Anfang Mai verzeichnete Chainlink mehr als doppelt so viel Entwickler-Aktivität als das Synthetix, das zweitplatzierte Netzwerk im Aktivitäts-Ranking der RWA-Projekte. Auf Chainlink wurde damit deutlich mehr gebaut als bei den restlichen acht RWA-Altcoin-Projekten dieser Top-10-Rangliste zusammen. Darunter vielfach beachtete Namen wie Centrifuge, Dusk oder Oraichain. Ryan Lovell, Director of Capital Markets bei Chainlink, sagte dazu: „Wir arbeiten derzeit aktiv an mehreren spannenden Initiativen, die es Institutionen ermöglichen, über die bloße Ausgabe von Token hinauszugehen, tokenisierte Vermögenswerte während ihres gesamten Lebenszyklus zu verwalten und Cross-Chain-Transaktionen durchzuführen.“ Seit Jahren arbeite man an der Erforschung und Entwicklung von RWA-Tokenisierung und stoße zunehmend in die traditionellen Märkte vor.
Chainlink arbeitet mit den Größten des Finanzmarkts
Den bisher größten Meilenstein auf diesem Weg gab Chainlink vor vier Tagen bekannt: Gemeinsam mit dem weltgrößten Wertpapierabwicklungssystem, der New Yorker Depository Trust & Clearing Corporation (kurz: DTCC), wurde ein Piloprojekt mit der Bezeichnung Smart NAV gestartet. Chainlink stellt sein Interoperabilitätsprotokoll zur Verfügung, um die Werte tokenisierter Fonds auf verschiedenen Blockchains abbilden zu können. Damit spielt das Projekt seine genuine Stärke als Blockchain-Orakel aus, das Daten aus der echten Welt auf die Blockchain transferiert. Neben den Großbanken BNY Mellon und JPMorgan nehmen auch die Vermögensverwalter Franklin Templeton, State Street und Invesco an diesem Projekt teil – die gesamte Liste der involvierten Institutionen ist noch weitaus länger und nicht minder renommiert. Der Name Smart NAV deutet auf die digitale Darstellung des Nettoinventarwerts (engl.: Net Asset Value; kurz: NAV) von verschiedenen Anlagefonds oder Assets hin, die mithilfe von Chainlink auf verschiedenen Blockchains realisiert werden können. Das ermöglicht nicht nur die Kontrolle von analogen Transaktionen, sondern auch den Handel mit Wertpapieren mittels Krypto- und NFT-Technologie.
Die Partnerschaft mit der DTCC schlug im Krypto-Markt und darüber hinaus hohe Wellen. Schließlich beläuft sich allein das Gesamtvolumen an Staatsanleihen, die pro Monat durch die Systeme der DTCC geschleust werden, auf rund $150 Billionen. Dabei sind andere Wertpapiere noch nicht eingerechnet. Der Weg in Richtung Tokenisierung scheint durch das Engagement der DTCC, großer Vermögensverwalter und milliardenschwerer Banken vorgezeichnet. Und spätestens seit Larry Finks lauten Überlegungen zur Digitalisierung des gesamten Finanzmarkts stehen Real World Assets ganz vorne in der Schlange neuer dominanter Krypto-Narrative. Chainlink ist nicht nur das wichtigste und größte Orakel-Netzwerk, sondern auch die aktivste Blockchain, wenn es um RWAs und Tokenisierung geht. Gelingt es, auch nur einen Bruchteil der immensen Transaktionsvolumina aus den traditionellen Kanälen von DTCC und Co. auf die Blockchain umzuleiten, dürften das Potenzial für die erfolgreichsten Krypto-Projekte in diesem Sektor aus aktueller Sicht kaum vorstellbar sein. Chainlink jedenfalls ist zur Speerspitze dieser Bewegung avanciert und dürfte sich diesen Status nicht so schnell nehmen lassen. Auch deshalb analysieren wir die native Kryptowährung LINK regelmäßig in unserem beliebten Altcoin-Paket – mit Echtzeit-Signalen zu lukrativen Einstiegs- und Handelsmöglichkeiten.




