In der Kalenderwoche 34 (17. bis 24. August 2026) stehen veröffentlichte Konjunkturdaten aus Japan und China, geldpolitische Signale aus den USA sowie Einkaufsmanagerindizes aus drei großen Wirtschaftsräumen auf dem Kalender. Die Daten decken Wachstum, Konsum, Industrieproduktion, Inflation und Unternehmensumfragen ab.
Montag: Japanisches Wachstum und Chinas Konjunkturdaten
Japan veröffentlichte zum Wochenauftakt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Quartalsvergleich. Das BIP misst den Wert aller innerhalb eines Landes produzierten Güter und Dienstleistungen; die Quartalsrate zeigt dessen Veränderung gegenüber den vorangegangenen drei Monaten. Das Wachstum betrug aktuell 0.30 Prozent, nach 0.50 Prozent zuvor und gegenüber einer Prognose von 0.50 Prozent. Ein höherer Wert steht für eine stärkere, ein niedrigerer für eine schwächere wirtschaftliche Aktivität im Vergleich zum Vorquartal.
Aus China liegen aktuelle Daten zu den Einzelhandelsumsätzen und zur Industrieproduktion vor. Die Einzelhandelsumsätze erfassen die Umsätze des Handels und dienen als Indikator für den privaten Konsum. Sie stiegen gegenüber dem Vorjahr um 0.60 Prozent; zuvor waren es 1.00 Prozent, erwartet worden waren 1.50 Prozent. Die Industrieproduktion misst die mengenmäßige Entwicklung der Produktion von Industrieunternehmen. Ihr Zuwachs verlangsamte sich auf 4.50 Prozent nach 5.30 Prozent und einer Prognose von 5.00 Prozent. Höhere Jahresraten weisen jeweils auf ein stärkeres Wachstum von Konsum beziehungsweise industrieller Produktion hin.
In Kanada stehen der Verbraucherpreisindex (VPI) und der BoC-Kern-VPI auf dem Programm. Der VPI misst die Preisentwicklung eines Warenkorbs privater Haushalte; seine vorherige Jahresrate lag bei 2.80 Prozent. Der Kern-VPI der Bank of Canada blendet besonders schwankungsanfällige Preisbestandteile aus und soll den grundlegenden Preistrend abbilden; sein Vorwert betrug 2.10 Prozent. Höhere Raten zeigen einen stärkeren Preisauftrieb an.
Mittwoch: Lagarde-Rede und FOMC-Protokoll
Am Mittwoch spricht EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Reden von Notenbankvertretern können deren Einschätzung von Inflation und Konjunktur erläutern. Am Abend folgt das FOMC-Protokoll der US-Notenbank Fed. Das Dokument fasst die Diskussionen des geldpolitischen Ausschusses zusammen und enthält Informationen zu den Überlegungen hinter vergangenen Zinsentscheidungen.
Freitag: Einkaufsmanagerindizes aus Deutschland, der Eurozone und den USA
Der Freitag bringt vorläufige Einkaufsmanagerindizes (EMI). Sie beruhen auf Umfragen unter Einkaufsmanagern und gelten als Frühindikatoren. Werte über 50 signalisieren eine Ausweitung, Werte unter 50 eine Schrumpfung gegenüber dem Vormonat.
In Deutschland lagen die jüngsten HCOB-Werte für das verarbeitende Gewerbe bei 52.20, für Dienstleistungen bei 49.80 und für den Gesamtindex bei 51.30. Für die Eurozone werden entsprechende Werte von 51.90 für die Industrie, 51.70 für Dienstleistungen und 52.00 für den Composite EMI ausgewiesen. In den USA lagen die S&P-Global-Indizes zuletzt bei 53.90 für das verarbeitende Gewerbe und 54.60 für Dienstleistungen. Damit lagen alle genannten Teilindizes mit Ausnahme des deutschen Dienstleistungswerts über der Wachstumsschwelle von 50.






