Von 50 000 bis 1 Million: Das sind die Bitcoin-Prognosen der Wallstreet!
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Von 50 000 bis 1 Million: Das sind die Bitcoin-Prognosen der Wallstreet!

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Simeon Koch

Das Wichtigste in Kürze

  • Citi senkt Bitcoin-Ziel auf 82 000 Dollar, JPMorgan sieht langfristig 266 000.
  • Bernstein erwartet 150 000 Dollar, Goldman Sachs hält 200 000 möglich.
  • Bitwise und ARK Invest sehen langfristig sogar siebenstellige Bitcoin-Kurse.

An der Wall Street ist der Bitcoin-Ausblick zuletzt vorsichtiger geworden. Mehrere große Banken haben ihre Ziele wegen schwächerer ETF-Zuflüsse und geringerer institutioneller Nachfrage gesenkt. Gleichzeitig bleiben sechsstellige Kurse für namhafte Analysten realistisch. Dahinter stehen vor allem zwei Thesen: Bitcoin als digitales Gold und eine langfristige Verschiebung institutioneller Vermögen in den Kryptosektor.

Citi und Standard Chartered vorsichtig – aber ein Megaziel für ETH bleibt

Die in New York ansässige Citi-Bank, die drittgrößte Bank der USA nach Einlagen, hat ihr Bitcoin-Ziel für dieses Jahr innerhalb der letzten Monate zweimal gesenkt: Zunächst von 143 000 auf 112 000 und zuletzt auf nur noch 82 000 Dollar. Im Bear Case sieht die Großbank einen Absturz auf 53 000 Dollar. Für Ethereum fiel das Ziel von 3175 auf 2240 Dollar, der Bear Case liegt bei 1 094 Dollar. Citi begründet diese Kehrtwende mit deutlich sinkenden Zuflüssen in Krypto-Fonds: „ETF-Zuflüsse, ein wichtiger Preistreiber, sind zuletzt negativ geworden“, erklärte die Bank.


Die Citi-Bank reduzierte ihr BTC-Preisziel in diesem Jahr schon zweimal, der Bear-Case liegt bei gut 50 000 Dollar. Standard Chartered rudert ebenfalls zurück.


Auch Standard Chartered, eine der bekanntesten Banken für Krypto-Analysen, wurde vorsichtiger. Das Bitcoin-Ziel für Ende 2026 sank von 150 000 auf 100 000 Dollar, bei Ethereum von 7500 auf 4000 Dollar. Geoff Kendrick, Global Head of Digital Assets Research bei Standard Chartered, hält dennoch 40 000 Dollar für ETH bis 2030 für möglich. Den jüngsten Preisverfall vergleicht er mit Amazon nach dem Platzen der Tech-Blase 2001: Ein Kurssturz müsse nicht bedeuten, dass die zugrunde liegende Entwicklung zerstört sei.

Bernstein, JPMorgan und Goldman bleiben deutlich bullischer

Bernstein, ein international bekanntes Analysehaus für Unternehmen und Branchen, hält trotz einer Kürzung seiner Prognose von 200 000 auf 150 000 Dollar an einem hohen Bitcoin-Ziel für Ende 2026 fest. Der Rückgang seit dem Top bei 126 000 im Oktober 2025 von gut 50 Prozent sei deutlich geringer als frühere Einbrüche von 75 bis 90 Prozent. JPMorgan sieht langfristig sogar 266 000 Dollar. Grundlage ist ein Vergleich mit Gold: Bitcoin könnte einen Teil der rund acht Billionen Dollar privaten Goldbestände übernehmen. Für 2026 sei das allerdings kein realistisches Ziel.


Durchweg sechsstellig: Bernstein, JPMorgan und Goldman Sachs trauen Bitcoin Großes zu. Biwise und ARK Invest liefern die positiven Ausreißer.


Goldman Sachs sieht Bitcoin in einem bullischen Szenario bei rund 200 000 Dollar. Wie stark sich die Erwartungen verschoben haben, zeigt ausgerechnet Citi: In einem früheren Modell lag das Basisziel noch bei 135 000 Dollar, der Bull Case bei 199 000 Dollar. Damals unterstellte die Bank 15 Milliarden Dollar zusätzliche ETF-Zuflüsse. Inzwischen rechnet sie mit null. ETF-Flows waren laut Citi für mehr als 40 Prozent der jüngsten Bitcoin-Kursbewegungen verantwortlich.

Die extremsten Prognosen kommen von Bitwise und ARK Invest. Bitwise ist ein auf digitale Vermögenswerte spezialisierter Vermögensverwalter; CIO Matt Hougan sieht Bitcoin bis 2035 bei 1.3 Millionen Dollar. Seine These: Institutionen kontrollieren weltweit 100 bis 200 Billionen Dollar, schon ein Prozent Bitcoin-Allokation könnte enorme Zuflüsse auslösen. „Institutionen haben den Großteil des Geldes der Welt“, sagt Hougan. ARK Invest, die Gesellschaft von Cathie Wood, sieht fünfjährig 750 000 Dollar im Basis- und 1.25 Millionen Dollar im Bull Case.

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Wichtig zu verstehen ist hierbei: Bitwise und ARK Invest verdienen mit Anlageprodukten rund um digitale Assets und profitieren daher von einer positiven Krypto-Stimmung. Während Bitcoin am Morgen unter 63 000 Dollar rutscht und Ethereum auf 1870 stolpert, bleibt der Aktienmarkt robust: Der S&P 500 knackte gestern erstmals die 7800-Punkte-Marke und schloss den Tag hauchzart darunter. Der Nasdaq-100 kehrte über 30 000 Punkte zurück, während sich der DAX der Marke von 26 500 nähert.


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