Die wichtigsten Zahlen im Überblick:
Umsatz: 10.17 Milliarden US-Dollar (↑ 14 Prozent besser als im Vorjahr)
GAAP-Nettogewinn: 5.27 Milliarden US-Dollar (↑ 8 Prozent besser als im Vorjahr)
GAAP-Gewinn je Aktie (EPS): 2.69 US-Dollar (↑ 12 Prozent besser als im Vorjahr)
Bereinigter (Non-GAAP) Nettogewinn: 5.83 Mrd. US-Dollar (↑ 19 Prozent besser als im Vorjahr)
Bereinigter Gewinn je Aktie (Non-GAAP EPS): 2.98 US-Dollar (↑ 23 Prozent besser als im Vorjahr)
Aktienrückkäufe und Dividenden: 6.0 Mrd. US-Dollar im Quartal
Robustes Wachstum auf breiter Basis
Visa konnte in nahezu allen Bereichen des Geschäfts zulegen. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 14 Prozent auf 10.17 Milliarden US-Dollar. Dabei wuchs insbesondere das internationale Transaktionsvolumen sowie die Einnahmen aus der Datenverarbeitung. Auch die Einnahmen aus sonstigen Dienstleistungen legten mit 32 Prozent besonders stark zu.
Der Anstieg beim Zahlungsvolumen um 8 Prozent und bei den grenzüberschreitenden Zahlungen um 12 Prozent zeigt, dass Visa trotz makroökonomischer Unsicherheiten weiterhin vom starken Konsumverhalten profitiert, vor allem in den USA, wie CEO Ryan McInerney betonte. Die Zahl der verarbeiteten Transaktionen kletterte auf 65.4 Milliarden und lag damit 10 Prozent über dem Vorjahr.
Bereinigte Gewinne übertreffen Erwartungen
Der bereinigte (Non-GAAP) Nettogewinn erreichte 5.83 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 2.98 US-Dollar – 23 Prozent höher als im dritten Quartal 2024. Damit übertraf Visa die Erwartungen der Analysten deutlich.
Was bedeutet Non-GAAP eigentlich?
GAAP steht für „Generally Accepted Accounting Principles“ – das sind die offiziellen Rechnungslegungsstandards in den USA. GAAP-Zahlen enthalten alle Kosten, auch Einmaleffekte wie Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten oder Abschreibungen auf Beteiligungen. Die sogenannten Non-GAAP-Zahlen hingegen bereinigen diese Sonderposten, um die tatsächliche Geschäftsentwicklung besser darzustellen. Bei Visa wurden etwa 615 Millionen US-Dollar an Rechtskosten sowie Verluste aus Beteiligungen ausgeklammert. Das Ziel: ein unverzerrter Blick auf das operative Kerngeschäft. Allerdings sollten Investoren beide Zahlenarten kennen, um sich ein vollständiges Bild zu machen.
Auf GAAP-Basis belief sich der Gewinn auf 5.27 Milliarden US-Dollar bzw. 2.69 US-Dollar pro Aktie. Dieser Wert beinhaltet u.a. eine Sonderrückstellung in Höhe von 615 Millionen US-Dollar für laufende Rechtsstreitigkeiten.
Investitionen in Technologie: KI und Stablecoins im Fokus
Neben den finanziellen Ergebnissen betonte Visa-CEO Ryan McInerney vor allem den strategischen Fokus auf Innovation. Besonders im Blick: Künstliche Intelligenz und Stablecoins. Visa arbeite aktiv an der Entwicklung neuer Produkte in diesen Bereichen, um das Zahlungsökosystem der Zukunft mitzugestalten. Hintergrund ist unter anderem das kürzlich verabschiedete US-Gesetz GENIUS Act, das private Stablecoin-Emissionen unter klaren regulatorischen Rahmenbedingungen erlaubt.
Stablecoins – digitale Währungen, die an klassische Vermögenswerte wie den US-Dollar gekoppelt sind – könnten künftig als Alternativen zu bestehenden Kartenzahlungen auftreten. McInerney sieht darin jedoch keine Bedrohung, sondern eine Chance für Visa, technologische Führungspositionen auszubauen.
Blick nach vorn: Dividende und Rückkäufe
Auch für Aktionäre gibt es gute Nachrichten: Visa zahlte im vergangenen Quartal 4.8 Milliarden US-Dollar für Aktienrückkäufe und kündigte zudem eine Quartalsdividende von 0.59 US-Dollar je Aktie an, zahlbar am 2. September 2025. Weitere 29.8 Milliarden US-Dollar stehen laut Unternehmen noch für Rückkäufe zur Verfügung.
Mit einem liquiden Bestand von 20.4 Milliarden US-Dollar, soliden operativen Margen und strategischem Fokus auf zukunftsweisende Technologien sieht sich Visa laut eigenen Aussagen gut aufgestellt. Sowohl für weiteres Wachstum als auch zur Schaffung langfristiger Werte für die Aktionäre.
Visa Aktie Prognose
Der 2h-Chart der Visa-Aktie.
Mit Blick auf den aktuellen Chart der Visa-Aktie lässt sich erkennen, dass zumindest imminent noch Korrektur-Potenzial besteht. Genauer verorten wir den Anteilsschein dabei in einer internen Welle-4-Korrektur, dargestellt hier in der Farbe Türkis. Sobald diese Abwärtsbewegung finalisiert werden konnte, sollte sich der übergeordnete Aufwärtstrend wieder fortsetzen. Wo dabei die genauen Ziele für den antizipierten Richtungswechsel liegen, dass bleibt unseren Abonnenten des US-Titans-Pakets vorbehalten. Gehen wir damit weiter im Text.
Visa betonte obendrein ein zweistelliges Umsatz- und Gewinnwachstum für das kommende Quartal als Ziel. CEO McInerney verwies auf stabile Verbraucherausgaben und die langfristige Wachstumsstrategie, die auf Innovation und internationale Expansion setzt.
Laut Yahoo Finance übertraf Visa mit seinen Ergebnissen die Analystenschätzungen, was von Experten als positives Signal gewertet wird. Analysten erwarten, dass Visa dank wachsender Zahlungsvolumina, des wachsenden E-Commerce und neuer Technologien wie KI weiterhin solide Wachstumsraten liefern könnte. Kurzfristige Kursschwankungen – die Aktie fiel nachbörslich um rund 3 Prozent – werden dabei vor allem als Gewinnmitnahmen gesehen, während der langfristige Trend weiterhin positiv eingeschätzt wird.





