Das Wichtigste in Kürze:
- Zhao sieht den traditionellen Vier-Jahres-Rhythmus des Bitcoin geschwächt.
- Institutionelle Nachfrage könnte 2026 einen Superzyklus ermöglichen.
- Marktstruktur und Liquidität gelten als zentrale Einflussfaktoren.
Institutionelle Nachfrage verändert den Markt
Der bisher typische Vier-Jahres-Rhythmus des Bitcoin verliert an Aussagekraft. Changpeng Zhao, Gründer und Ex-CEO von Binance, stellte die Logik der bekannten Marktzyklen auf der BitcoinMENA 2025 offen infrage und verwies auf strukturelle Verschiebungen. Er betonte, dass der Markt „nicht mehr vollständig dem alten Muster folgen muss“, da institutionelles Kapital eine deutlich größere Wirkung entfaltet. Weiter erklärte er: „Wir könnten eine Phase erleben, in der professionelles Kapital das Marktverhalten stärker prägt als die Halving-Zyklen.“
Zhao hob hervor, dass der wachsende Einfluss von Spot-ETFs, regulierten Vermögensverwaltern und Staatsfonds das Verhältnis von Angebot und Nachfrage verändert. Diskussionen über mögliche Bitcoin-Reserven einzelner Staaten könnten zusätzliche Impulse geben. Dadurch entstehe eine Übergangsphase, in der neue Kapitalquellen scharfe Schwankungen dämpfen und ein stabilerer Aufwärtstrend möglich werde.
Warum Changpeng Zhao einen neuen Superzyklus für möglich hält
Zhao stützt seine Einschätzung auf mehrere Entwicklungen, die über den typischen Zyklus hinausgehen. Er sieht eine zunehmende institutionelle Einbettung digitaler Vermögenswerte, kombiniert mit einer regulatorischen Lage, die in einigen Märkten für mehr Klarheit sorgt. Seiner Ansicht nach könnte diese Struktur „eine ausgeprägte Aufwärtsphase ermöglichen, die sich von früheren Zyklen unterscheidet“.
Marktanalysten weisen zudem darauf hin, dass stetige Kapitalströme in Spot-ETFs die Volatilität reduzieren und die Trendbildung stabilisieren könnten. Diese Kräfte würden laut Zhao verhindern, dass nach einem neuen Hoch sofort ein deutlicher Abwärtstrend entsteht. Seine Einschätzung: „Die Dynamik des Jahres 2026 könnte stärker von langfristigen Kapitalentscheidungen abhängen als von spekulativen Bewegungen.“
Fazit für Investoren
Für Anleger ergibt sich eine grundlegend veränderte Ausgangslage. Wenn sich der Markt tatsächlich vom historischen Vier-Jahres-Rhythmus löst, könnten langfristige Strategien an Bedeutung gewinnen. Institutionelle Teilnehmer beeinflussen zunehmend die Liquidität und Struktur des Marktes, während geopolitische Faktoren und mögliche staatliche Bitcoin-Reserven weitere Impulse setzen. Ob 2026 tatsächlich ein Superzyklus entsteht, bleibt offen. Doch die aktuellen Signale deuten auf einen strukturell reiferen Markt hin, der stärker von institutionellem Kapital geprägt ist.
FAQ
Wie reich ist Changpeng Zhao?
Sein Vermögen wird häufig im zweistelligen Milliardenbereich geschätzt und zählt zu den größten im Kryptomarkt.
Ist Binance in Deutschland erlaubt?
Binance bietet deutsche Nutzerkonten nur eingeschränkt an. Für voll lizenzierte Dienstleistungen wäre eine BaFin-Erlaubnis nötig, die derzeit nicht vorliegt.





