China-Deal mit Xi? Trump landet in Südkorea
US-Präsident Donald Trump ist zum letzten Stopp seiner Asienreise in Südkorea gelandet und zeigt sich optimistisch, bei den Gesprächen mit Chinas Staatschef Xi Jinping eine Lösung im Handelsstreit zu erreichen. Er will Zölle auf chinesische Waren senken, wenn Peking den Export von Chemikalien einschränkt, die zur Herstellung des Opioids Fentanyl genutzt werden. Die Begegnung mit Xi soll am Donnerstag in der südkoreanischen Hafenstadt Busan stattfinden.
Trump hat außerdem Handels- und Sicherheitsfragen mit Südkoreas Präsident Lee Jae Myung besprochen. Die Reise findet vor dem Hintergrund neuer Spannungen statt, nachdem Nordkorea angeblich eine nuklearfähige Rakete getestet hat. China signalisiert Bereitschaft für „positive Ergebnisse“, doch Beobachter betonen, dass frühere Handelsabkommen oft ins Stocken geraten sind und sind deshalb noch zurückhaltend.
Nvidia und Uber planen Netzwerk für Robotaxis
Nvidia und Uber haben angekündigt, gemeinsam das weltweit größte Netzwerk von Robotaxis aufzubauen. Ab 2027 sollen dafür 100 000 selbstfahrende Fahrzeuge mit der Nvidia-Plattform Drive AGX Hyperion 10 und der Software Drive AV produziert werden. Die Autos sollen auf Level-4-Niveau autonom fahren können, also weitgehend selbstständig, aber mit der Möglichkeit, dass Fahrer im Notfall eingreifen. Neben Uber sind auch Automobilpartner wie Stellantis, Lucid und Mercedes-Benz an Bord.
Die Zusammenarbeit hat gezeigt, dass Nvidia seine dominierende Rolle in der KI-Hardware nun gezielt auf Mobilitätsdienste ausweitet. Level-4-Autonomie bedeutet, dass Fahrzeuge in festgelegten Bereichen ohne menschliche Kontrolle fahren können. Ein Zwischenschritt auf dem Weg zu vollständig autonomen Robotaxis. Der Wettbewerb nimmt Fahrt auf: Tesla arbeitet an einem eigenen Robotaxi, und die Google-Schwesterfirma Waymo testet bereits in mehreren US-Städten.
Grokipedia: KI-Wikipedia von Elon Musk startet mit Turbulenzen
Elon Musk hat seine neue KI-Enzyklopädie Grokipedia gestartet, als Konkurrenz zu Wikipedia. Doch schon kurz nach dem Start war die Seite zeitweise nicht erreichbar. Musk wirbt damit, dass Grokipedia objektiver sei als Wikipedia, das er als politisch voreingenommen kritisiert. Die Plattform basiert jedoch auf Inhalten, die von seiner KI Grok erzeugt werden, und greift dabei selbst auf Wikipedia-Material zurück, wie Nutzer schnell bemerkten.
Kritiker warnen, dass Grokipedia durch die KI dahinter Fehler und Vorurteile übernehmen kann. KI nimmt oft das, was in den Trainingsdaten am häufigsten steht, damit hätten abweichende Sichtweisen weniger Platz. Medien berichten zudem über rechtsgerichtete Formulierungen in einigen Artikeln. Wikipedia-Mitgründer Jimmy Wales sagt, KI sei noch nicht gut genug für Enzyklopädie-Artikel und erwartet viele Fehler.
Palantir will mit Nvidia Unternehmenslogistik optimieren
Nvidia und Palantir haben eine Zusammenarbeit angekündigt, bei der Palantir auf Nvidias Chips und Software setzt, um Entscheidungen in komplexen Bereichen wie der Logistik schneller zu machen. Die Technologie soll Unternehmen helfen, Probleme wie verspätete Lieferungen – etwa durch Stürme auf dem Weg von Asien in die USA – besser zu lösen. Details zu den finanziellen Konditionen nannten die Firmen nicht.
Palantir ist bislang vor allem als Rüstungsunternehmen bekannt, will aber mit seiner Datenplattform auch mehr Firmenkunden gewinnen. Nvidias KI soll im Zusammenspiel mit Palantir also mögliche neue Routen berechnen und Varianten anhand von Kosten und Nachfrage vergleichen, wodurch Lieferketten laufend optimiert werden können.
Amazon investiert weitere Milliarden in Rechenzentren in Südkorea
Amazon Web Services (AWS) investiert mindestens 5 Milliarden US-Dollar bis 2031 in neue KI-Rechenzentren in Südkorea, wie das Präsidialamt des Landes mitteilte. Der Plan wurde bei einem Treffen von AWS-Chef Matt Garman mit Präsident Lee Jae Myung am Rande des APEC-Gipfels bekannt gegeben. Die neuen Anlagen sollen am Stadtrand von Seoul entstehen und sind Teil einer gemeinsamen Investitionszusage internationaler Konzerne von insgesamt 9 Milliarden US-Dollar.
Damit hat Amazon seine bereits im Juni angekündigten Investitionen von über 4 Milliarden US-Dollar in Südkorea noch einmal ausgebaut und will laut eigenen Aussagen damit den Wettlauf um KI-Infrastruktur gegen Rivalen wie Google und Microsoft beschleunigen. Der Ausbau soll Südkoreas Ziel unterstützen, zu den weltweit führenden KI-Standorten aufzuschließen. Das Land punktet mit schneller Technologieverbreitung und wichtigen Chip-Herstellern wie Samsung und SK Hynix, die schon mit OpenAI kooperieren.
Das waren schon wieder die wichtigsten Tech-Nachrichten aus den USA. Den nächsten Tech-Newsflash gibt es wie gewohnt nächsten Mittwoch.






