Der Alphabet-Konzern treibt seine Vorreiterrolle in der Künstlichen Intelligenz mit der Einführung von Gemini 2.0 konsequent voran. Gleichzeitig plant die Google-Tochter Waymo, international Fuß zu fassen: Ab 2025 sollen autonome Taxis durch die Straßen Tokios rollen.
Gemini 2.0: die nächste Generation intelligenter Assistenten
Mit Gemini 2.0 startet Google laut CEO Sundar Pichai in die „agentische Ära“ der Künstlichen Intelligenz. Anders als klassische Chatbots sind KI-Agenten wie Gemini 2.0 in der Lage, eigenständig Aufgaben zu erledigen – ähnlich wie persönliche Assistenten.
Diese fortschrittliche Technologie wird tief in zentrale Google-Produkte wie Search, YouTube und Android integriert. Dank über zwei Milliarden monatlich aktiver Nutzer verschafft dies Google einen erheblichen Wettbewerbsvorteil gegenüber Rivalen wie OpenAI oder Perplexity.
Eine der bedeutendsten Neuerungen von Gemini 2.0 ist die Gemini-Flash-Version, die nicht nur Texte, sondern auch Bilder und Audiodateien verarbeiten kann. Entwickler haben über die Gemini-API bereits Zugriff auf diese Technologie, um erste Anwendungen zu testen. Anfang 2025 plant Google zudem die Einführung noch leistungsfähigerer Gemini-Modelle, die die Möglichkeiten der KI auf ein neues Level heben sollen.
Im Gegensatz zu OpenAI, das sich auf ein Premium-Abonnementmodell konzentriert, verfolgt Google die Strategie, seine KI einer breiten Nutzerbasis zugänglich zu machen. Diese umfassende Integration könnte ein entscheidender Faktor sein, um Googles Marktführerschaft langfristig zu sichern. Ruth Porat, CFO von Alphabet, betonte kürzlich die Schlüsselrolle von KI für die Weiterentwicklung der Google-Suche und bezeichnete sie als zentralen Treiber für den zukünftigen Erfolg des Unternehmens.
Waymo: Autonome Taxis erobern Tokio
Während Gemini 2.0 die digitale Welt revolutionieren soll, setzt Waymo ein starkes Signal im Bereich der Mobilität. 2025 plant Waymo seinen ersten internationalen Schritt und startet Tests mit selbstfahrenden Taxis in Tokio. Das Pilotprojekt wird in Kooperation mit Japans größtem Taxiunternehmen Nihon Kotsu sowie der Taxi-App GO durchgeführt. Zum Einsatz kommen Elektro-SUVs vom Typ Jaguar I-PACE, die in einer ersten Phase von menschlichen Fahrern gesteuert werden. Gleichzeitig trainiert Waymos KI in realen Verkehrsbedingungen, während auf Teststrecken in den USA spezifische Herausforderungen wie der Linksverkehr simuliert werden.
Die Testphase wird mehrere Quartale dauern, doch das Ziel ist klar: Waymo will langfristig im japanischen Markt Fuß fassen. Die japanische Regierung unterstützt solche Projekte und sieht in autonomen Fahrzeugen eine mögliche Lösung für die Herausforderungen einer alternden Gesellschaft.
Alphabet setzt also gleich zwei Ausrufezeichnen und macht deutlich, dass auch in Zukunft kein Weg an den Technologien des Unternehmens vorbeiführt. Während Gemini die digitale Welt verändern soll, positioniert der Konzern mit Waymo als einer der Vorreiter im Bereich Mobilität.



