USA verschärfen Sanktionen gegen Chinas Halbleiterindustrie
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USA verschärfen Sanktionen gegen Chinas Halbleiterindustrie

Die Vereinigten Staaten haben in dieser Woche ein weiteres umfassendes Maßnahmenpaket gegen die chinesische Halbleiterindustrie angekündigt. Ziel ist es, 140 Unternehmen den Zugang zu fortschrittlichen Chips zu verwehren, die Chinas militärische Fähigkeiten im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) stärken könnten. Dieses dritte groß angelegte Vorgehen innerhalb von nur drei Jahren verdeutlicht die Entschlossenheit der Biden-Regierung, potenzielle Gefahren für die nationale Sicherheit einzudämmen. Der Zeitpunkt ist bemerkenswert, da er nur wenige Wochen vor dem Amtsantritt des designierten republikanischen Präsidenten Donald Trump liegt, der vielen Experten zufolge Bidens harte China-Politik fortführen dürfte. Neben chinesischen Chipherstellern wie Naura Technology könnten die neuen Regelungen auch Unternehmen außerhalb Chinas wie die US-Firma Lam Research oder den deutschen Siemens-Konzern beeinträchtigen.

Welche Unternehmen sind betroffen?

Die Maßnahmen richten sich gegen eine breite Palette chinesischer Unternehmen, darunter fast zwei Dutzend Halbleiterhersteller, zwei Investmentfirmen und über 100 Produzenten von Chipfertigungswerkzeugen. Unter anderem stehen Unternehmen wie Swaysure Technology Co, Si'En Qingdao und Shenzhen Pensun Technology Co, die eng mit Huawei verbunden sind, im Fokus der Maßnahmen. Huawei, bereits durch frühere US-Sanktionen stark eingeschränkt, bleibt ein zentraler Akteur in Chinas Strategie für fortschrittliche Chipentwicklung. Die nun in die Wege geleitete Aufnahme in die sogenannte Entity List bedeutet, dass diese Unternehmen künftig nur noch mit spezieller Genehmigung von Firmen aus den USA beliefert werden dürfen.

Darüber hinaus umfasst das Maßnahmenpaket Exportkontrollen für High-Bandwidth-Memory-Chips (HBM), die notwendig für KI-Training und andere High-End-Anwendungen sind. Auch Werkzeuge und Software für die Chipherstellung werden strenger reguliert. Deb DAX40-Konzern Siemens könnte es besonders hart treffen, da Programme seiner Tochter Siemens EDA, die ältere Maschinen leistungsfähiger oder moderne Anlagen produktiver machen, den neuen Maßnahmen unterliegen. Hersteller von Halbleiterausrüstung wie Lam Research stehen ebenfalls im Fokus: Geräte wie Ätz-, Abscheide- und Lithografieanlagen, die essenziell für die Produktion moderner Chips sind, fallen ebenfalls unter die Exportbeschränkungen. Speicherchip-Produzenten wie Samsung oder Micron Technology sehen sich entsprechend ebenfalls mit großen Herausforderungen konfrontiert, da China für viele ihrer Produkte als zentraler Absatzmarkt fungiert.

„Wirtschaftliche Erpressung“?

Die chinesische Regierung hat die neuen Maßnahmen seitens der Vereinigten Staaten scharf kritisiert. Das Handelsministerium bezeichnete die Exportbeschränkungen als „wirtschaftliche Erpressung“ und „nicht marktwirtschaftliche Praktiken“. In einer offiziellen Erklärung kündigte China an, Maßnahmen zu ergreifen, um die Rechte und Interessen seiner Unternehmen zu schützen. Die Sanktionen treffen China in einer Phase, in der das Land verstärkt versucht, im Halbleitersektor unabhängig zu werden.

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