US-Newsflash: Trump vs. Jerome Powell, Peter Thiel investiert in Ethereum-Firma
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US-Newsflash: Trump vs. Jerome Powell, Peter Thiel investiert in Ethereum-Firma

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Carlo Schmid

US-Inflation stagniert: Markt erwartet Fed-Zinssenkung

Ein neuer US-Inflationsbericht hat die Erwartungen an eine baldige Zinssenkung der US-Notenbank Federal Reserve befeuert. Die Juli-Daten lagen unter den Befürchtungen, was die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im September auf 90 Prozent steigen ließ. Einige Investoren setzen sogar auf einen großen Schritt von 50 Basispunkten. Rick Rieder von BlackRock hält dies für gerechtfertigt, während Claudia Sahm von New Century Advisors betont, dass die Entscheidung bisher nicht sicher sei.

Die Hoffnung auf eine Zinssenkung kommt daher, dass niedrigere Inflation der Fed mehr Spielraum für eine günstigere Geldpolitik gibt. Eine Zinssenkung bedeutet, dass Kredite für Verbraucher und Unternehmen billiger werden, was die Wirtschaft ankurbeln kann. Gleichzeitig bleibt das Risiko, dass die Inflation erneut anzieht – deshalb warten die Märkte gespannt auf weitere Daten vor dem nächsten Fed-Treffen am 16.–17. September.

Trump erwägt Gerichtsprozess gegen Fed-Chef Powell

US-Präsident Donald Trump prüft laut Weißem Haus eine Klage gegen Notenbankchef Jerome Powell wegen dessen Rolle bei Renovierungen der Fed-Zentrale in Washington. Die Baukosten seien von ursprünglich 1.9 auf 2.4 Milliarden US-Dollar gestiegen, laut Trump durch schlechte Aufsicht und übertriebene Gestaltung. Trump hatte die Baustelle erst kürzlich besucht, Powell persönlich getroffen und ihn erneut zu Zinssenkungen gedrängt. Die Fed erklärte wiederum, die Mehrkosten resultierten aus teurerem Material, höheren Löhnen und Asbestsanierung.

Der Streit reiht sich in Trumps anhaltenden Druck auf die US-Notenbank ein, die Leitzinsen zu senken. Die Federal Reserve betont ihre Unabhängigkeit und ein aktuelles Urteil des Obersten Gerichtshofs stellte klar, dass ein Präsident den Fed-Chef nicht wegen Meinungsverschiedenheiten zur Geldpolitik entlassen darf. Die Diskussion um die kostspielige Renovierung könnte so auch zu einem politischen Hebel im Dauerkonflikt zwischen Trump und Powell werden.

Staatsdefizit der USA klettert auf fast 300 Milliarden im Juli

Das US-Haushaltsdefizit ist im Juli um 19 Prozent auf 291 Milliarden Dollar gestiegen, teilte das Finanzministerium mit. Trotz eines deutlichen Anstiegs der Zolleinnahmen auf rund 21 Milliarden Dollar, getrieben durch die von Präsident Donald Trump verhängten höheren Importabgaben, wuchsen die Staatsausgaben schneller als die Einnahmen. Die Ausgaben lagen bei 630 Milliarden Dollar, ein Rekordwert für Juli, während die Einnahmen auf 338 Milliarden Dollar stiegen. Seit Beginn des Haushaltsjahres beläuft sich das Defizit auf 1.63 Billionen Dollar.

Hintergrund für das Defizitwachstum sind vor allem höhere Kosten für Sozialprogramme wie Medicare und Social Security sowie steigende Zinslasten auf die Staatsschulden. Zwar bringen die neuen Zölle zusätzliche Einnahmen, diese werden jedoch oft von Unternehmen gezahlt und können Verbraucher durch höhere Preise belasten. Experten vermuten zudem, dass noch große Mengen an importierten Waren in Zolllagern liegen, was später zu einem weiteren Einnahmeschub führen könnte.

Peter Thiel steigt bei Ethereum-Treasury-Firma ein

Peter Thiel, Mitgründer von PayPal und milliardenschwerer Tech-Investor, hat 7.5 Prozent der Ethereum-orientierten Digital Asset Treasury (DAT) Firma 180 Life Sciences Corp. übernommen. Nach der Bekanntgabe schnellte die Aktie des Unternehmens um über 90 Prozent im frühen Handel nach oben und stand zuletzt bei 9.49 US-Dollar, ein Plus von 182 Prozent. Thiels Einstieg erfolgte über den Venture-Capital-Fonds Founders Fund Growth Management, wie eine Meldung an die US-Börsenaufsicht SEC zeigt.

180 Life Sciences, inzwischen unter dem Namen ETHZilla tätig, wandelte sich von einem Biotech-Unternehmen zu einem DAT-Anbieter und hält rund 82.186 Ether im Wert von etwa 349 Mio. US-Dollar. Im Gegensatz zu Konkurrenten wie Michael Saylors Bitcoin-Firma Strategy will ETHZilla keine riskante Überverschuldung eingehen. Thiel ist auch bei BitMine mit 9.1 Prozent beteiligt, das seine Kapitalbeschaffung für weitere Ethereum-Käufe deutlich aufgestockt hat.

OpenAI-Gründer fordert Umdenken bei Super-KI

OpenAI-Chef Samuel Harris Altman hat erklärt, dass der Begriff „Artificial General Intelligence“ (AGI) kaum noch nützlich sei, weil es zu viele unterschiedliche Definitionen gebe. AGI beschreibt eine KI, die alle geistigen Aufgaben eines Menschen erfüllen kann – doch laut Altman ist es sinnvoller, von konkreten Fortschritten zu sprechen, statt nach einem fixen „AGI-Moment“ zu suchen. Auch andere Experten kritisieren, dass der Begriff eher Hype erzeugt, als den realen Stand der Technik abzubilden.

Altman betonte, dass OpenAI weiterhin auf allgemein einsetzbare KI hinarbeite, aber den Fokus stärker auf messbare Fähigkeiten lege. Das jüngst veröffentlichte Modell GPT-5 gilt zwar als schneller und nützlicher, wird von Kritikern jedoch als nur inkrementelle Verbesserung gesehen. Fachleute fordern deshalb globale Standards zur Bewertung neuer KI-Systeme, um Marketingversprechen von tatsächlichem Fortschritt zu trennen. So könne die Branche realistische Erwartungen schaffen und sich weniger von Science-Fiction-Vorstellungen leiten lassen.

Das war's schon mit dem US-Newsflash. Der nächste erscheint, wie gewohnt, am kommenden Mittwoch!

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Carlo Schmid

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