US-Newsflash: US-Inflation sinkt, BTC-Firma der Trumps, Nvidia in Saudi-Arabien
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US-Newsflash: US-Inflation sinkt, BTC-Firma der Trumps, Nvidia in Saudi-Arabien

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Carlo Schmid

US-Inflationsrate sinkt auf 2.3 Prozent 

Die US-Inflationsrate ist im April überraschend auf 2.3 Prozent gesunken, der niedrigste Wert seit Februar 2021. Das geht aus neuen Zahlen des US-Arbeitsministeriums hervor. Analysten hatten mit einer stabilen Teuerung gerechnet, also mit einem unveränderten Wert von 2.4 Prozent im Vergleich zum März. Der tatsächliche Rückgang deutet auf eine leichte Entspannung bei den Verbraucherpreisen hin, auch wenn die Ursachen dafür bisher nicht klar sind. Die Daten liefern zudem nur begrenzte Hinweise auf mögliche Auswirkungen neuer US-Zölle, die weiterhin ein Unsicherheitsfaktor bleiben.

Die aktuellen Inflationszahlen geben der US-Notenbank mehr Spielraum für künftige Entscheidungen über den Leitzins. Denn wenn die Inflation fällt, muss die Fed weniger stark gegensteuern. Das heißt: Geldpolitische Straffung ist weniger dringend, stattdessen rücken weitere und zeitnahe Zinssenkungen in den Bereich des Möglichen. Damit gewinnt die Notenbank Flexibilität, um auch auf andere Risiken wie Trumps Zollpolitik oder eine Konjunkturabkühlung reagieren zu können. Das bedeutet also ein bisschen Entlastung für Fed-Chef Jerome Powell, der von Präsident Trump mächtig unter Druck gesetzt wird.

Trump-Familie mit Bitcoin an die Börse

 

Die von Eric Trump mitgegründete Firma American Bitcoin soll in diesem Jahr an die Börse gehen. Möglich macht das eine geplante Fusion mit dem bereits börsennotierten Unternehmen Gryphon Digital Mining. Ziel des Projekts ist es laut Eric Trump, die „investorenfreundlichste Bitcoin-Plattform“ aufzubauen. Die Firma wurde erst im März 2025 gegründet und hat es sich zum Ziel gesetzt, besonders effizient neue Bitcoins zu erzeugen; es sollen durch sogenanntes Mining digitale Coins geschürft und werden, wofür Gryphon die nötige Infrastruktur stellt.

Doch das Vorhaben sorgt für politischen Gegenwind. Präsident Trump und seine Söhne sind in mehreren Krypto-Geschäften aktiv: Neben der genannten Mining-Firma American Bitcoin sind die Trumps auch an der aktuell entwickelten DeFi-Plattform World Liberty Financial beteiligt. Nebenbei hat Donald Trump auch noch einen eigenen Meme-Coin  namens $TRUMP. Kritiker werfen der Familie vor, die wachsende politische Macht mit wirtschaftlichen Eigeninteressen zu verknüpfen.

Nvidia liefert KI-Chips nach Saudi-Arabien

Nvidia hat angekündigt, mehr als 18 000 seiner neuesten Blackwell-KI-Chips an das saudische Unternehmen Humain zu liefern. Der Deal wurde im Rahmen einer Reise von Präsident Donald Trump in die Region bekannt gegeben und beim Saudi-US-Investmentforum in Riad vorgestellt. An der offiziellen Nahost-Reise von Präsident Trump, nahmen auch Vertreter führender US-Technologieunternehmen wie Amazon, Palantir, Google, Oracle und Salesforce teil. Nvidia-Chips sollen in saudischen Rechenzentren mit einer Gesamtleistung von 500 Megawatt zum Einsatz kommen und die Grundlage für eine neue KI-Infrastruktur in Saudi-Arabien bilden.

Die Blackwell-Chips zählen zu den leistungsstärksten KI-Prozessoren von Nvidia und sind für die Entwicklung und den Betrieb komplexer KI-Anwendungen ausgelegt. Das saudische Unternehmen Humain, unterstützt vom staatlichen Investitionsfonds Saudi-Arabiens, plant langfristig den Aufbau mehrerer Rechenzentren und die Entwicklung eigener KI-Modelle. Auch AMD beteiligt sich an dem Projekt, das mit rund zehn Milliarden US-Dollar veranschlagt ist.

 

Microsoft baut 6000 Stellen ab

Microsoft hat angekündigt, rund 6000 Mitarbeitende weltweit zu entlassen – das entspricht etwa drei Prozent der Gesamtbelegschaft. Die Kürzungen betreffen alle Abteilungen, Regionen und Hierarchieebenen. Ziel sei es laut Unternehmen, Managementstrukturen zu vereinfachen und die Organisation an veränderte Marktbedingungen anzupassen. Allein am Hauptsitz in Redmond im US-Bundesstaat Washington sollen knapp 2000 Stellen wegfallen.

Die Entlassungen stehen nicht im Zusammenhang mit der finanziellen Lage: Microsoft hatte zuletzt einen Quartalsgewinn von 25.8 Milliarden US-Dollar gemeldet. Laut Unternehmensangaben handelt es sich um strategische Umstrukturierungen, die unter anderem neue Wachstumsbereiche wie Künstliche Intelligenz berücksichtigen sollen. Ein Sprecher erklärte: „Wir setzen weiterhin organisatorische Veränderungen um, die notwendig sind, um das Unternehmen für den Erfolg in einem dynamischen Marktumfeld bestmöglich aufzustellen.“

 

UnitedHealth-CEO tritt zurück 

UnitedHealth-Chef Andrew Witty hat am Dienstag seinen sofortigen Rücktritt aus „persönlichen Gründen“ erklärt. Nachfolger wird Stephen J. Hemsley, der das Unternehmen bereits von 2006 bis 2017 leitete. Der Schritt kommt nur Monate nach dem gewaltsamen Tod des CEOs der Tochterfirma UnitedHealthcare. Die Aktie stürzte nach der Ankündigung um rund 20 Prozent ab, auch die Jahresprognose für 2025 wurde ausgesetzt. Ohnehin steht UnitedHealth derzeit unter Druck: Neben Ermittlungen des US-Justizministeriums belastet das Unternehmen zuletzt unerwartet hohe Kosten im Medicare-Geschäft.

Weiterhin sorgt auch der Mord an Brian Thompson, CEO der Tochtergesellschaft, für Unruhe. Die Motive des mutmaßlichen Täters sind mittlerweile klar, der Verdächtige sitzt in Untersuchungshaft und plädiert auf einen Freispruch. Für weitere Turbulenzen im Kerngeschäft könnte Donald Trumps jüngste Bekanntmachung sorgen, dass Medikamentenpreise gesetzlich um bis zu 90 Prozent gesenkt werden sollen. Das betrifft primär Pharma-Unternehmen, könnte aber auch in der Versicherungsbranche für Verwerfungen sorgen.

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