US-Newsflash: Trump, OpenAI, Drohnen, Nvidia, Disney
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US-Newsflash: Trump, OpenAI, Drohnen, Nvidia, Disney

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Carlo Schmid

Trump will diese Woche neuen Fed-Gouverneur ernennen

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, bis Ende der Woche einen Nachfolger für die scheidende Fed-Gouverneurin Adriana Kugler zu benennen. Kuglers Rücktritt kam für Trump überraschend, aber nicht im negativen Sinne, er bezeichnete die Vakanz als „angenehme Überraschung“, weil sie ihm die Möglichkeit gebe, jemanden zu benennen, der nicht nur Kuglers Posten übernimmt, sondern auch als Nachfolger von Jerome Powell aufgebaut werden könne, dessen Amtszeit im Mai endet.

Trump sagte offen, dass der neue Fed-Gouverneur seine wirtschaftspolitische Linie unterstützen soll, vor allem bei der Frage schneller Zinssenkungen, für deren Ausbleiben er Powell seit Monaten öffentlich kritisiert. Kritiker sehen darin den Versuch, politischen Einfluss auf die unabhängige Notenbank zu gewinnen und damit die Richtung der Geldpolitik in seinem Sinne zu verändern, gerade in einer Phase, in der Inflation, Arbeitsmarkt und Trumps eigene Handelspolitik auf Kollisionskurs sind.

OpenAI plant Anteilverkäufe für 500 Milliarden

OpenAI, der Entwickler von ChatGPT, plant laut einem Insider einen milliardenschweren Aktienverkauf für Mitarbeiter, der das Unternehmen mit rund 500 Milliarden US-Dollar bewerten könnte. Das wäre ein gewaltiger Sprung von der bisherigen Bewertung von 300 Milliarden. Der geplante Verkauf soll aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern ermöglichen, Anteile im Wert von mehreren Milliarden US-Dollar zu verkaufen, während OpenAI gleichzeitig an einer weiteren großen Finanzierungsrunde arbeitet und langfristig einen Börsengang vorbereitet.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, unterstreicht der geplante Anteilverkauf nicht nur OpenAIs rasanten Anstieg bei Nutzern und Umsätzen, sondern auch den intensiven Wettbewerb um KI-Talente. Firmen wie Meta und Microsoft bieten Milliarden-Investitionen, um Top-Entwickler für sich zu gewinnen. OpenAI will laut Reuters-Insidern mit dem Share Deal sicherstellen, dass Mitarbeiter am wachsenden Unternehmenswert beteiligt bleiben und dem Abwerbungsdruck durch andere Tech-Giganten standhalten.

Liefern Starbucks und Amazon bald per Drohne?

Die US-Regierung hat neue Drohnen-Regeln vorgeschlagen, die es Unternehmen wie Amazon und Starbucks künftig ermöglichen könnten, Pakete und Kaffee per Drohne direkt zu den Kunden zu liefern. Bisher mussten Drohnenflüge außerhalb der Sichtweite des Piloten einzeln genehmigt werden – diese Hürde soll nun fallen, um den kommerziellen Einsatz von Lieferdrohnen massiv auszuweiten.

Damit könnten Drohnenlieferungen bald Alltag werden: Die Vorschläge beinhalten Sicherheitsvorgaben für Hersteller, Betreiber und den Drohnenverkehr. Amazon testet bereits in Texas und Arizona, langfristig sollen bis 2030 jährlich 500 Millionen Pakete per Drohne ausgeliefert werden. Auch für andere Branchen wie Landwirtschaft oder Energiewirtschaft könnte das der Durchbruch für autonome Drohneneinsätze sein.

Nvidia will Chips nicht von der US-Regierung tracken lassen

Nvidia hat in einem Blogpost klargestellt, dass seine Chips keine versteckten Zugänge (Backdoors) oder Abschaltfunktionen besitzen. Gleichzeitig appelliert der US-Konzern an die Regierung, auf eine gesetzliche Verpflichtung zur Standortverfolgung von exportierten Chips zu verzichten. Der Vorschlag, solche Funktionen in Chips einzubauen, sei ein Geschenk für Hacker und würde das Vertrauen in US-Technologie untergraben.

Hintergrund ist ein US-Gesetzentwurf, der vorschreibt, dass Hightech-Chips mit Ortungsfunktionen versehen werden sollen, um illegale Weiterverkäufe zu verhindern. Nvidia warnt jedoch: Solche Backdoors – geheime, technische Schlupflöcher – könnten von Cyberkriminellen ausgenutzt werden und globale IT-Infrastrukturen gefährden. Bisher gibt es noch keine verbindlichen technischen Vorgaben für diese Pläne.

Disney plant mit ESPN Einstieg bei der NFL

Disneys Sportsender ESPN hat sich mit der NFL auf einen Mega-Deal geeinigt: ESPN übernimmt das NFL Network sowie weitere digitale Rechte, während die NFL im Gegenzug eine 10-Prozent-Beteiligung an ESPN erhält. Das NFL Network ist der hauseigene Fernsehsender der amerikanischen Football-Liga, der seit 2003 eigene Spiele, Hintergrundberichte und Shows rund um die NFL produziert. Der Deal, dessen Wert auf bis zu drei Milliarden Dollar geschätzt wird, soll vor allem das neue ESPN-Streamingangebot stärken und wartet noch auf die Genehmigung der Behörden.

Damit sichern sich Disney und ESPN exklusive Inhalte, die das Streaming-Abo für 29.99 Dollar im Monat attraktiver machen sollen. Neben dem NFL Network übernimmt ESPN auch digitale Formate wie NFL Fantasy und erhält die Vertriebsrechte für den RedZone-Kanal, der Fans live alle spielentscheidenden Szenen zeigt. Für die NFL bedeutet die Beteiligung an ESPN mehr Reichweite und Einfluss, während ESPN mit den neuen Rechten ein starkes Paket für Football-Fans schnürt und somit sein Streaming-Angebot massiv ausbauen kann.

Das war's schon mit dem US-Newsflash. Der nächste erscheint, wie gewohnt, am kommenden Mittwoch!

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Carlo Schmid

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