Nvidia startet lokalen KI-Assistenten
Nvidia hat gestern den G-Assist veröffentlicht – einen lokalen, speziell fürs Gaming entwickelten KI-Assistenten für Desktop-Nutzer mit aktuellen RTX-Grafikkarten ab zwölf GB VRAM. Das Tool läuft ohne Cloud-Anbindung direkt auf der Grafikkarte und unterstützt bei der Optimierung von Spieleleistung, Energieverbrauch und Systemkonfiguration.
Der G-Assist ist nun Teil der offiziellen Nvidia-App. Nutzer können den KI-Assistenten per Sprache oder Texteingabe steuern, um Spieleinstellungen zu optimieren oder Geräte wie Tastatur, Maus und RGB-Beleuchtung zu verwalten. Die Technologie basiert auf einem Acht-Milliarden-Parameter-Modell und ist für besonders anspruchsvolle Gaming-Setups ausgelegt. G-Assist ist kostenlos und derzeit nur in englischer Sprache verfügbar.
BlackRock bringt Bitcoin-ETP auf Xetra und Euronext
Der US-Vermögensverwalter BlackRock hat gestern sein erstes Krypto-Produkt für Europa gestartet: das iShares Bitcoin ETP. Bei einem ETP (engl.: Exchange Traded Product) handelt es sich um ein börsengehandeltes Wertpapier, das die Wertentwicklung eines zugrunde liegenden Basiswerts wie Aktien, Rohstoffe, Indizes oder wie in diesem Fall einer Kryptowährung abbildet. Der iShares Bitcoin ETP wird auf den Börsen Xetra, Euronext Paris und Euronext Amsterdam gehandelt und ist vollständig mit echten Bitcoins besichert.
Die Verwahrung übernimmt Coinbase, die Ausgabe erfolgt über eine Zweckgesellschaft in der Schweiz. Anleger zahlen bis Jahresende nur 0.15 Prozent Gebühren, ab 2026 dann 0.25 Prozent. Das Produkt richtet sich an professionelle und erfahrene Privatanleger. Die Bitcoins werden von Coinbase sicher offline auf Cold Storages aufbewahrt, der Handel wird über eine zentrale Stelle abgewickelt. Das soll die Risiken für Anleger verringern.
IBM streicht rund 9000 Stellen in den USA
Das IT-Unternehmen IBM plant den Abbau von etwa 9000 Arbeitsplätzen in den USA. Betroffen sind vorwiegend die Bereiche Cloud-Infrastruktur, Beratung und Vertrieb. Die Maßnahme ist Teil eines größeren Umbaus, bei dem viele Tätigkeitsbereiche nach Indien verlagert werden sollen.
Dort hat IBM bereits mehr offene Stellen als in den USA. Trotz eines Umsatzanstiegs im vierten Quartal 2024 fielen bei IBM rund 700 Millionen US-Dollar an Umstrukturierungskosten an. Für nicht betroffene Mitarbeiter gelten ab Ende April zudem strengere Präsenzpflichten im Büro an mindestens drei Tagen pro Woche.
Walgreens Boots Alliance stimmt Übernahme durch Sycamore Partners zu
Die US-Apothekenkette Walgreens Boots Alliance hat in diesem Monat ein Übernahmeangebot des Finanzinvestors Sycamore Partners in Höhe von 23.7 Milliarden US-Dollar akzeptiert. Die Aktionäre erhalten planmäßig 11.45 US-Dollar pro Aktie in bar sowie bis zu 3 US-Dollar aus späteren Veräußerungen.
Im Rahmen der Übernahme soll der Konzern in die drei Bereiche US-Apotheken, Boots UK und Gesundheitsdienste aufgeteilt werden. Der milliardenschwere Deal muss jedoch noch von den Kartellbehörden und Aktionären genehmigt werden. Nach dem voraussichtlichen Abschluss im vierten Quartal 2025 dürfte Walgreens dann von der Börse genommen werden.
Johnson & Johnson baut aufgrund von Zöllen US-Investitionen aus
Johnson & Johnson will in den nächsten vier Jahren über 55 Milliarden Dollar in den USA investieren. Der US-amerikanische Pharmakonzern reagiert damit auf geplante Importzölle von US-Präsident Donald Trump, die Arzneimittel aus dem Ausland deutlich verteuern könnten.
Eine neue Produktionsstätte mit über zwei Milliarden US-Dollar Investitionsvolumen soll in Wilson (North Carolina) entstehen. Dort sollen Medikamente für Krebs- und Immuntherapien produziert werden. Das Projekt schafft 5000 Bau-Jobs und 500 feste Stellen. Drei weitere Standorte sind in Planung, wurden aber bisher nicht benannt.
NFL und Under Armour schließen langfristige Partnerschaft
Gestern gab die US-amerikanische National Football League (NFL) bekannt, dass Under Armour als neuer offizieller Ausrüster für Schuhe und Handschuhe fungieren wird. Die Vereinbarung beginnt zur Saison 2025/26 und gilt langfristig. Nach einer fünfjährigen Pause kehrt Under Armour damit in die Liga zurück.
Spieler dürfen künftig das Logo der Marke wieder sichtbar tragen. Zudem wird die NFL Under Armours Jugendförderprogramm UA Next unterstützen. Neben der Spielerausrüstung umfasst der Deal auch Zugänge zu NFL-Medienkanälen. Nike bleibt weiterhin exklusiver Partner für Bekleidung. Finanzielle Details wurden bisher nicht veröffentlicht.
Das war's schon mit dem US-Newsflash.
Weiter geht’s, wie gewohnt, am nächsten Mittwoch.






