Nvidia investiert 500 Milliarden in US-Chips
Nvidia hat am vergangenen Montag eine 500-Milliarden-US-Dollar-Produktion in den USA angekündigt. Zugleich setzt die Trump-Regierung neue Exportbeschränkungen für KI-Chips nach China durch. Nvidia plant auch wegen der Handelsbeschränkungen zwei Fabriken in Texas und baut die Zusammenarbeit mit dem taiwanesischen Chiphersteller TSMC in Arizona aus.
Hintergrund sind geopolitische Risiken in Taiwan und hohe US-Zölle auf Importe. Trump nutzt die Investitionspläne als Beleg für den Erfolg seiner Industriepolitik. Die Exportregeln treffen Nvidia hart: Im ersten Quartal 2026 erwartet das Unternehmen Verluste von bis zu 5.5 Milliarden US-Dollar.
China stoppt Boeing-Lieferungen
China untersagt seit dem gestrigen Dienstag den Kauf von Boeing-Flugzeugen und US-Flugzeugteilen. Grund ist die Einführung von US-Zöllen bis zu 145 Prozent auf chinesische Waren. Peking reagiert mit Gegenzöllen von 125 Prozent auf US-Produkte, was Boeing-Flugzeuge für chinesische Airlines unerschwinglich macht. Betroffen sind über 180 geplante Auslieferungen bis 2027, darunter dutzende 737-8, 787-9 und 777F. Boeing hatte 2024 nur 348 Flugzeuge ausgeliefert – der niedrigste Stand seit der Pandemie. Airbus und Chinas Comac rücken als bevorzugte Anbieter in den Fokus chinesischer Airlines.
Mastercard treibt Abschied von Plastikkarten mit Cloud-Zahlung voran
Mastercard meldete gestern neue Fortschritte bei Cloud-basierten Zahlungslösungen. Ziel ist es, Kartennummern bis 2030 vollständig abzuschaffen. Kern der Strategie sind Tokenisierung, biometrische Authentifizierung und digitale Wallets wie Click-to-Pay. Virtuelle Karten werden seit April 2025 breiter im B2B-Bereich ausgerollt.
Parallel dazu entwickelt Mastercard ein blockchainbasiertes Multi-Token-Netzwerk für Fiat- und Krypto-Zahlungen. Die Magnetstreifenpflicht entfällt bereits ab 2024 in den meisten Märkten. Damit beschleunigt sich der Übergang zu digitalen Zahlungsmitteln weltweit.
Nike und Atlético Madrid verlängern Partnerschaft
Nike und der spanische Fußballklub Atlético Madrid setzen ihre Zusammenarbeit fort: Der US-Sportausrüster bleibt bis 2035 Partner des spanischen Vereins, der zuletzt 2021 die spanische La Liga gewann. Der neue Vertrag umfasst weiterhin die Ausstattung aller Atlético-Mannschaften mit Spiel- und Trainingskleidung.
Seit Beginn der Kooperation im Jahr 2001 gewann der Club insgesamt 16 Titel, darunter nationale Meisterschaften und europäische Pokale – auch im Frauenbereich. Finanzielle Details wurden nicht veröffentlicht. Kürzlich verlängerte Nike auch den Deal mit dem FC Barcelona bis 2028 – dieser bringt dem Klub jährlich rund 120 Millionen Euro ein.
Walmart verdoppelt Expansion in Mexiko
Der Einzelhandelsriese Walmart de México y Centroamérica plant im Jahr 2025 die Eröffnung von 365 neuen Filialen – doppelt so viele wie im Vorjahr. Das Unternehmen investiert sechs Milliarden US-Dollar in neue Standorte und moderne Logistikzentren mit KI- und Robotik-Technologie. Zwei neue Vertriebszentren entstehen in Bajío und Tlaxcala.
Die Expansion schafft über 5500 neue Arbeitsplätze. 83 Prozent der Produkte stammen aus Mexiko, 85 Prozent der Zulieferer sind kleine und mittlere Unternehmen. Auch in Guatemala und Costa Rica sind Investitionen von 1.3 Milliarden US-Dollar geplant.
ExxonMobil treibt den Ölboom in Guyana voran
Der US-amerikanische Mineralölkonzern ExxonMobil investiert zwei Milliarden US-Dollar in ein Gas-to-Energy-Projekt in Guyana. Ziel ist der Anschluss von Offshore-Gas an das nationale Stromnetz. Seit 2019 fördert das Unternehmen dort Öl, inzwischen rund 650 000 Barrel täglich.
Guyanas Wirtschaft wächst rasant, doch 43 Prozent der Bevölkerung leben weiter unterhalb der Armutsgrenze. Ein umstrittener Vertrag sichert Exxon bis zu 75 Prozent der Bruttoeinnahmen. Umweltschützer kritisieren massive Emissionen und warnen vor langfristigen Folgen für Klima und Gesellschaft.
Das war's schon mit dem US-Newsflash.
Weiter geht’s, wie gewohnt, am nächsten Mittwoch.






