US-Newsflash: Musk gegen Trump,  Nvidia an der Spitze, Apple macht iPhones nicht kompatibel
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US-Newsflash: Musk gegen Trump, Nvidia an der Spitze, Apple macht iPhones nicht kompatibel

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Carlo Schmid

Musk nennt Trump-Gesetz „entsetzliche Abscheulichkeit“

Tesla-Gründer Elon Musk hat am Dienstag das von Donald Trump durchgesetzte Ausgaben- und Steuergesetz scharf kritisiert. Auf X bezeichnete er das von Trump so bezeichnete „große, schöne Gesetz“ als „entsetzliche Abscheulichkeit“, die das Haushaltsdefizit weiter anschwellen lasse. Musk, einst wichtiger Geldgeber von Trumps Wahlkampf und enger Verbündeter des Präsidenten, warf dem Kongress vor, mit dem Gesetz das Land in untragbare Schulden zu stürzen.

Das Gesetz sieht umfangreiche Ausgaben und Steuersenkungen vor, soll laut Donald Trump aber „unglaubliches Wachstum“ bringen. Musk ist dabei mit seiner Kritik nicht alleine: Laut Schätzungen des Congressional Budget Office, also der Haushaltsbehörde im US-Parlament, könnte das Paket die US-Staatsverschuldung um 3.8 Billionen Dollar erhöhen. Während das Weiße Haus den Vorwurf abstreitet, bekommt Musk Rückendeckung von bekannten Republikanern wie Rand Paul, dieser sieht im Gesetz ebenfalls ein Symbol für verantwortungslose Haushaltspolitik.

US-Arbeitsmarkt stabil, BIP könnte sinken

Die OECD hat ihre Wirtschaftsprognose für die USA deutlich nach unten korrigiert: Statt eines Wachstums von 2.2 Prozent werden für 2025 nur noch 1.6 Prozent erwartet. Gründe sind vor allem Donald Trumps unbeständige Zollpolitik, eine schrumpfende Bundesverwaltung und sinkende Zuwanderung. Gleichzeitig zeigt der aktuelle Arbeitsmarktbericht für April eine insgesamt stabile Lage, trotz eines Anstiegs bei den Entlassungen.

Ökonomen warnen dennoch: Zwar gibt es mit 7.4 Millionen offenen Stellen eine solide Nachfrage nach Arbeitskräften, doch Unternehmen agieren zunehmend vorsichtig. Vor allem kleine und mittelgroße Betriebe reagieren auf die wachsende Unsicherheit mit Zurückhaltung bei Neueinstellungen. Die Zahl der freiwilligen Jobwechsel sank deutlich, ein Zeichen dafür, dass viele Beschäftigte Risiken meiden und lieber im sicheren Job bleiben.

Nvidia wieder an der Börsen-Spitze

Nvidia hat am Dienstag Microsoft in Sachen Börsenwert übertroffen und ist damit erneut das weltweit wertvollste börsennotierte Unternehmen. Die Aktie stieg um 3 Prozent auf 141.40 US-Dollar, was den Marktwert auf 3.45 Billionen US-Dollar katapultierte, knapp vor Microsoft mit 3.44 Billionen. Der Höhenflug wird vor allem vom anhaltenden Boom bei KI-Chips getragen, die Nvidia an Unternehmen wie OpenAI liefert.

Hinter dem Erfolg steckt eine klare Strategie: Nvidia hat sich vom Spezialisten für Grafikkarten zum Vorreiter im Bereich Künstlicher Intelligenz entwickelt. Die leistungsstarken Chips treiben Anwendungen wie ChatGPT an und werden von Tech-Giganten wie Google, Meta und Amazon in riesigen Mengen gekauft. Der KI-Hype beflügelt aber nicht nur Nvidia, sondern auch andere Halbleiterfirmen wie Broadcom und Micron.

Apple will iPhones nicht kompatibler machen

Die Europäische Union (EU) hat ein neues Gesetz beschlossen, den sogenannten Digital Markets Act, kurz DMA. Dieses Gesetz soll dafür sorgen, dass große Tech-Firmen wie Apple fairer mit anderen Anbietern umgehen. Es soll unter anderem in Zukunft möglich sein, Apps auch außerhalb des Apple App Stores auf dem iPhone zu installieren. Das soll laut EU für mehr Kompatibilität sorgen. Doch Apple wehrt sich gegen das Gesetz und hat jetzt offiziell Beschwerde bei einem EU-Gericht eingereicht.

Apples Argument ist unter anderem Folgendes: Wenn Nutzer Apps von anderen Orten installieren können, wird das iPhone unsicherer. Außerdem will Apple selbst bestimmen, was auf dem iPhone funktioniert und was nicht. Die EU sieht das anders: Sie will laut eigenen Aussagen, dass Nutzer freier entscheiden können und kleineren App-Anbietern eine bessere Chance bieten. Jetzt wird vor Gericht darüber gestritten.

Meta automatisiert Werbung mit KI

Die Facebook-Mutter Meta hat laut Wall Street Journal angekündigt, bis 2026 die komplette Werbeerstellung auf allen Meta-Plattformen wie Facebook und Instagram mithilfe von Künstlicher Intelligenz zu automatisieren. Werbekunden sollen dann nur noch ihr Ziel und ihr Budget angeben. Texte, Bilder und Platzierung übernimmt die KI. Das Projekt wird intern als AI-powered ad creation bezeichnet und ist Teil von Metas Strategie, KI noch stärker ins Geschäft einzubinden.

Die Idee dahinter: Werbung soll schneller, günstiger und individueller werden. Meta will mit der Automatisierung laut eigener Aussage kleinen Unternehmen helfen, professionelle Kampagnen ohne viel Aufwand umzusetzen. Gleichzeitig wächst die Sorge, ob dabei Vielfalt und Qualität auf der Strecke bleiben. Fachleute sehen Chancen, aber auch Risiken, etwa beim Datenschutz und der Kontrolle über Inhalte, die ein Algorithmus allein auswählt.

Das war's schon mit dem US-Newsflash. Der nächste erscheint, wie gewohnt, am kommenden Mittwoch!

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