US-Newsflash: BlackRock warnt vor Bitcoin, Visa kämpft um Apple Card, Chevron verkauft Gasfeld
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US-Newsflash: BlackRock warnt vor Bitcoin, Visa kämpft um Apple Card, Chevron verkauft Gasfeld

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Manuel Gottschalk

Bitcoin als Bedrohung für den US-Dollar

Larry Fink, CEO des weltweit größten Vermögensverwalters BlackRock, sieht Bitcoin als ernsthafte Gefahr für die Stellung des US-Dollars als Weltreservewährung. In seinem jährlichen Brief vom 31. März 2025 warnt er: „Wenn die USA ihre Schulden nicht in den Griff bekommen, riskiert Amerika, diese Position an digitale Vermögenswerte wie Bitcoin zu verlieren.“ 

Die Zinszahlungen der US-Regierung werden 2025 mit 952 Milliarden US-Dollar erstmals höher ausfallen als das Verteidigungsbudget. Finks Aussage spiegelt die wachsende Akzeptanz von Bitcoin im institutionellen Finanzsektor wider.

Visa bietet Apple 100 Millionen Dollar

Visa hat Apple ein Angebot von 100 Millionen US-Dollar gemacht, um die Partnerschaft für die Apple Card von Mastercard zu übernehmen. Diese Summe ist ungewöhnlich hoch und zeigt, wie wichtig die Kooperation für Visa ist. Hintergrund ist der Rückzug von Goldman Sachs aus dem Konsumentenkreditgeschäft, wodurch Apple einen neuen Partner sucht. Mit mehr als 12 Millionen Nutzern und rund 20 Milliarden US-Dollar ausstehenden Guthaben ist die Apple Card ein lukratives Geschäft. Auch American Express und Mastercard kämpfen weiter um die begehrte Partnerschaft.

Amazon stellt neue KI vor

Amazon hat Nova Act vorgestellt, einen KI-Agenten zur autonomen Browsersteuerung. Nova Act kann Aufgaben wie Formularausfüllen, Terminauswahl und Bestellungen selbstständig durchführen. Bei internen Tests erreichte der Agent eine Erfolgsquote von über 90 Prozent bei Interaktionen mit der Browseroberfläche.

Das Tool ist derzeit als Forschungsvorschau verfügbar und richtet sich an Entwickler in den USA. Amazon plant die Integration in Alexa Plus, um den Sprachassistenten mit KI-Funktionen zu erweitern. Nova Act stammt aus Amazons neuem AGI-Labor in San Francisco, das von ehemaligen OpenAI-Forschern geleitet wird und auf die Entwicklung fortschrittlicher KI-Agenten spezialisiert ist.

Chevron trennt sich von Gasfeld (525 Millionen US-Dollar)
Chevron trennt sich von 70 Prozent an den Beteiligungen des Erdgasvorkommens in Ost-Texas. Im Gegenzug hierfür erhält das Unternehmen 525 Millionen US-Dollar. Käufer ist TG Natural Resources, was wiederum ein Joint Venture von Tokyo Gas und Castleton Commodities International ist. 75 Millionen US-Dollar soll Chevron in Bar erhalten und die restlichen 450 Millionen US-Dollar sollen in die Erschließung des Haynesville-Schiefergebiets fließen. 

Mit dem Verkauf will Chevron seine strategische Ausrichtung anpassen. Bis 2028 sollen Vermögenswerte in Höhe von 10 bis 15 Milliarden US-Dollar veräußert werden, um so das globale Portfolio zu optimieren. Die Restbeteiligung von 30 Prozent und weitere Lizenzgebühren sollen Chevron zusätzlich 1.2 Milliarden US-Dollar einbringen.

Warnung für Bayer – J&J scheitert mit Milliarden-Vergleich
Johnson & Johnson scheitert mit Milliarden-Vergleich, was für das deutsche DAX-Unternehmen Bayer als Warnung dienen könnte. J&J sieht sich mit 60.000 Klagen konfrontiert, weil sein Babypuder Asbest enthalten und dadurch Krebs verursachen soll. Ein bisher vorgeschlagener Vergleich in Höhe von 10 Milliarden US-Dollar wurde von einem US-Gericht abgelehnt. 

J&J hatte seine Babypuder-Sparte in eine neue Firma ausgegliedert, alle Klagen gegen das Produkt auf diese Firma übertragen und dann versucht, diese für zahlungsunfähig zu erklären. Damit wollte J&J verhindern, selbst für Entschädigungen zahlen zu müssen. Ein Insolvenzgericht in Houston entschied jedoch, dass der gewählte Ansatz rechtlich nicht haltbar ist und J&J nicht insolvent sei. Bayer zieht in Betracht, seine Tochter Monsanto ebenfalls in die Insolvenz zu schicken, um Klagen zu begrenzen. Dafür müsste Bayer jedoch keine neue Firma gründen, da Monsanto als juristische Hülle weiter existiert.

American Water Works plant Milliarden-Investitionen in Wasserinfrastruktur

American Water Works hat letzte Woche angekündigt, in den nächsten zehn Jahren 40 bis 42 Milliarden US-Dollar in die Modernisierung der Wasser- und Abwassersysteme in den USA zu investieren. Ziel ist die Verbesserung veralteter Infrastrukturen und die Sicherstellung einer zuverlässigen Wasserversorgung. Im Jahr 2024 hatte das Unternehmen bereits 3.3 Milliarden US-Dollar für ähnliche Projekte aufgewendet. Ein Schwerpunkt liegt auf Bundesstaaten wie Pennsylvania und Illinois, wo allein 2024 Investitionen von über 950 Millionen US-Dollar getätigt wurden. Die geplanten Maßnahmen sollen Tausende Arbeitsplätze schaffen und die Infrastruktur langfristig sichern.

Das war's schon mit dem US-Newsflash.

Weiter geht’s, wie gewohnt, am nächsten Mittwoch.



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Manuel Gottschalk

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