US-Newsflash: ‘Bitcoin-Zar’ enttäuscht, Walmart setzt auf Automatisierung, BlackRock expandiert in Indien
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US-Newsflash: ‘Bitcoin-Zar’ enttäuscht, Walmart setzt auf Automatisierung, BlackRock expandiert in Indien

BlackRock verstärkt KI-Offensive in Indien

BlackRock setzt auf Indien als strategisches Technologiezentrum und plant, 1200 neue Stellen für KI- und Datenexperten in Mumbai und Gurugram zu schaffen. Gleichzeitig sichert sich der Vermögensverwalter mit der geplanten Übernahme des Datenanbieters Preqin ein weiteres Technologiezentrum in Bengaluru.

Der Fokus liegt auf KI-gestützten Investmentlösungen, Risikomodellen und datengetriebenen Finanzstrategien. Indien entwickelt sich zunehmend zum globalen Hub für Finanztechnologie, und Unternehmen wie JPMorgan und Goldman Sachs setzen auf ähnliche Strukturen. BlackRock nutzt diesen Trend, um seine digitale Infrastruktur auszubauen und Wettbewerbsvorteile in der datengetriebenen Vermögensverwaltung zu sichern.

Salesforce streicht 1000 Stellen und baut KI-Vertrieb aus

Salesforce setzt den Stellenabbau fort und streicht über 1000 Arbeitsplätze, rund 1.5 Prozent der Belegschaft. Gleichzeitig investiert das Unternehmen massiv in künstliche Intelligenz und stellt 2000 neue Vertriebsmitarbeiter für die Vermarktung der KI-Plattform Agentforce ein. Agentforce ist eine Plattform zur Erstellung und Anpassung autonomer KI-Agenten, die Unternehmen dabei unterstützen, repetitive Aufgaben zu automatisieren, Mitarbeiter zu entlasten und Kundenerlebnisse zu optimieren. 

CEO Marc Benioff betont die Produktivitätssteigerungen von über 30 Prozent durch KI, weshalb 2025 keine neuen Entwickler eingestellt werden. Trotz des Stellenabbaus meldete Salesforce ein Umsatzwachstum von acht Prozent auf knapp 9.3 Milliarden Dollar und eine Steigerung des operativen Cashflows um knapp 25 Prozent.

Venezuelas Ölexporte steigen dank Chevron um 15 Prozent

Venezuelas Ölexporte sind im Januar 2025 um 15 Prozent auf 867 000 Barrel pro Tag gestiegen. Haupttreiber sind Rekordlieferungen von Chevron in die USA (294 000 Barrel pro Tag) und ein Anstieg der Exporte nach China um 21 Prozent auf 442 000 Barrel pro Tag. Europa und Indien importierten jeweils nur rund 60 000 Barrel pro Tag.

Chevron erreichte damit den höchsten Exportwert seit der Sondergenehmigung der US-Regierung im Jahr 2023. Gleichzeitig sank der Lagerbestand im Orinoco-Gürtel – der Region mit den weltweit größten bekannten Erdölvorkommen – von 7.5 auf 6.2 Millionen Barrel. Trotz der Exportzuwächse bleiben Risiken bestehen: US-Sanktionen könnten Chevrons Lizenz beschränken, die Schwerölproduktion leidet unter sinkenden Lagerbeständen und Stromausfällen.

Trumps „Krypto-Zar“ David Sacks enttäuscht Bitcoin-Investoren

David Sacks, von Donald Trump zum Leiter der Krypto-Regulierung ernannt, präsentierte am 4. Februar 2025 erste Pläne zur Marktsteuerung. Die US-Regierung prüft die Einführung einer nationalen Bitcoin-Reserve, während 15 Bundesstaaten bereits Bitcoin in ihre Finanzreserven aufgenommen haben. 

Zudem soll der GENIUS Act, ein Gesetzesentwurf von US-Senator Bill Hagerty, der zuvor die Investmentfirma Hagerty Peterson gründete, klare Emissionsregeln für Stablecoins schaffen, um den US-Dollar als Leitwährung zu stärken. Trotz dieser Ankündigungen verlor Bitcoin kurz nach der Pressekonferenz fünf Prozent, Ethereum vier Prozent. Enttäuscht waren Krypto-Anleger vor allem, weil David Sacks zu Bitcoin und anderen Kryptowährungen kaum etwas preisgab.

Walmart schließt Standorte und streicht Stellen

Walmart setzt seine Standortkonsolidierung fort und kündigt die Schließung des Büros in Charlotte (North Carolina) sowie die Verlagerung weiterer Niederlassungen an. Hunderte Corporate-Stellen werden gestrichen, während betroffene Mitarbeiter die Wahl zwischen einer Umsiedlung oder einer Abfindung haben.

Die Umstrukturierung ist Teil einer Strategie zur Zentralisierung, die bereits 2024 begann und auf Standorte wie Bentonville (Arkansas) und Sunnyvale (Kalifornien) fokussiert. Gleichzeitig investiert Walmart in die Automatisierung seiner Lieferkette, mit dem Ziel, bis 2026 ganze 65 Prozent seiner Filialen durch automatisierte Lager zu beliefern.

3M tritt US-JOINT-Konsortium für Halbleiterentwicklung bei

3M hat sich am 3. Februar 2025 dem US-JOINT-Konsortium angeschlossen, einer von Resonac, einem japanischen Chemie- und Materialtechnologieunternehmen, geleiteten Allianz aus zwölf Halbleiterzulieferern. Ziel ist die Entwicklung fortschrittlicher Halbleiterverpackungen und Backend-Prozesse für KI- und Hochleistungsrechner.

3M bringt seine Materialwissenschafts-Expertise mit über 50 Technologieplattformen ein und erhält Zugang zu einem neuen Forschungszentrum in Union City, nahe dem Silicon Valley in Kalifornien. Der Markt für Advanced Packaging wird bis 2027 auf 42 Milliarden US-Dollar geschätzt. Die Partnerschaft ermöglicht 3M den Ausbau seiner Halbleitersparte und stärkt die Position der USA in der globalen Chip-Lieferkette.

Das war's schon mit dem US-Newsflash. Weiter geht’s wie gewohnt – nächsten Mittwoch.

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