Reichster Mann nach Musk: Ex-Oracle-CEO überholt Zuckerberg
Larry Ellison hat Mark Zuckerberg vom zweiten Platz der reichsten Menschen verdrängt. Möglich machte das der Börsenboom von Oracle: Die Aktie des Softwarekonzerns hat sich seit dem KI-Hype fast verdreifacht, was Ellisons Vermögen auf 251 Milliarden Dollar katapultierte. Besonders der jüngste Kursanstieg nach gelockerten US-Exportregeln für Chips nach China sorgte für den entscheidenden Sprung vor Zuckerberg.
Der Meta-Chef hat aktuell ohnehin andere Sorgen: In Delaware muss sich Zuckerberg vor Gericht verantworten, weil Investoren ihm vorwerfen, Facebook gezielt für rechtswidrige Datensammlungen genutzt zu haben. Hintergrund ist der Cambridge-Analytica-Skandal von 2018, bei dem Millionen Nutzerdaten ohne Zustimmung für Wahlkampfzwecke missbraucht wurden, auch für Donald Trumps Kampagne. Meta zahlte Milliardenstrafen, darunter eine Rekordbuße von fünf Milliarden Dollar. Nun fordern Aktionäre in einem neuen Verfahren acht Milliarden Dollar Schadenersatz von Zuckerberg persönlich.
Nach Nvidia-Rekord: AMD will China-Verkäufe neu starten
AMD hat angekündigt, seine MI308-Chips wieder nach China zu liefern. Möglich wird das, weil das US-Handelsministerium den Weg für die Exportanträge freigemacht hat, ein überraschender Kurswechsel der US-Regierung nach wochenlangem Widerstand. Zuvor hatte bereits Nvidia die Erlaubnis bekommen, seine H20-Chips wieder nach China zu verkaufen.
Seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit haben die USA ihre Exportregeln für Hightech-Chips deutlich verschärft. Besonders Chips für künstliche Intelligenz standen im Fokus, da Washington befürchtet, China könnte diese unter anderem für militärische Zwecke nutzen. Mehrfach hatte die US-Regierung Lieferungen blockiert, zuletzt noch mit der Ansage, daran nichts ändern zu wollen. Diese harte Linie sorgte für Spannungen zwischen den beiden Ländern und brachte US-Tech-Firmen wie AMD und Nvidia unter Druck.
Uber und Baidu planen globale Robotaxi-Offensive
Uber und der chinesische Tech-Konzern Baidu haben angekündigt, gemeinsam Robotaxis außerhalb der USA und Chinas auf den Markt zu bringen. Tausende selbstfahrende Baidu-Fahrzeuge sollen noch dieses Jahr in Asien und dem Nahen Osten über die Uber-App buchbar sein, später auch in Europa und Ozeanien. Die Aktien beider Firmen reagierten positiv auf die Ankündigung.
Damit setzt Uber seine Strategie fort, autonome Fahrdienste nicht selbst zu entwickeln, sondern Partnerschaften mit Technologieanbietern wie Baidu oder Pony AI einzugehen. Baidu betreibt in China bereits eine der größten Robotaxi-Flotten und will mit Uber neben EU-Ländern nun auch Märkte wie die Schweiz, Singapur und Malaysia erschließen. In den USA plant Uber keine Zusammenarbeit mit Baidu, da Uber dort bereits mit anderen Partnern wie Waymo und Aurora arbeitet.
Microsoft bringt Fallout 5 und streicht großes Gaming-Projekt
Microsoft hat grünes Licht für die Entwicklung von Fallout 5 gegeben und damit den Traum vieler Fans der postapokalyptischen Rollenspielreihe erfüllt. Gleichzeitig wurde das ambitionierte Online-Rollenspiel Blackbird gestrichen, das als Sci-Fi-Multiplayer mit Action-Elementen geplant war, ähnlich wie die bekannte Destiny-Reihe. Wer Fallout 5 entwickeln wird, ist noch offen. Das Entwicklerstudio Bethesda wäre naheliegend, doch dort arbeitet man aktuell an The Elder Scrolls 6 und Erweiterungen für Starfield.
Hintergrund: Die Fallout-Serie zählt seit Jahren zu den bekanntesten Rollenspielmarken und spielt in einer retro-futuristischen Welt nach einem Atomkrieg. Durch den Erfolg der Amazon-Serie hat die Marke zuletzt zusätzlich stark an Aufmerksamkeit gewonnen. Blackbird befand sich noch in der Vorproduktion und wurde trotz positiver Rückmeldungen eingestellt.
Amazon und SpaceX bringen Satelliten ins All
Amazon hat sich überraschend mit dem Rivalen SpaceX zusammengetan, um 24 neue Satelliten für sein Internetprojekt Kuiper ins All zu schicken. Der Start mit einer SpaceX-Falcon-9-Rakete soll am Mittwoch von Floridas Space Coast aus erfolgen. Amazon will für sein Kuiper-Netzwerk bis Mitte 2026 rund 1600 Satelliten in Umlauf bringen. Dabei handelt es sich um Satelliten für Internetempfang.
Elon Musks Weltraumfirma SpaceX dominiert mit Starlink den Markt für Satelliteninternet – ein Netz aus rund 8000 Kleinsatelliten, das weltweit Internet in abgelegene Regionen bringt. Amazons Kuiper-Projekt verfolgt dasselbe Ziel: Mit über 3000 geplanten Satelliten will der Konzern Breitband-Internet in bislang schlecht versorgte Gebiete liefern. Obwohl beide Unternehmen direkte Konkurrenten sind, bucht Amazon Startkapazitäten bei SpaceX. Ein seltener Schulterschluss im milliardenschweren Wettlauf um den Weltraum.
Das war's schon mit unserem US- und Technologie-Newsflash. Der nächste erscheint, wie gewohnt, am kommenden Mittwoch.






