Die wichtigsten Punkte:
Das Verbrauchervertrauen in den USA fällt auf den niedrigsten Stand seit sieben Monaten. Zölle und hohe Preise zwingen Konsumenten zur Sparsamkeit. Der traditionelle Black Friday könnte dieses Jahr deutlich schwächer ausfallen.
Verbrauchervertrauen bricht ein: Das Alarmsignal aus Amerika
Die Stimmung unter US-Konsumenten ist im freien Fall. Das Conference Board meldete einen drastischen Einbruch. Der Index sank auf 88.7 Punkte im November. Das ist der niedrigste Wert seit April. Ökonomen hatten 93.2 erwartet. Dana Peterson, Chefökonomin des Conference Board, warnte: "Verbraucher sind deutlich pessimistischer über die Bedingungen in sechs Monaten."
Zölle und Preise: Der unsichtbare Feind der Kauflust
Zölle treffen die Konsumenten hart. Unternehmen hatten sich vor neuen Zöllen mit Waren eingedeckt. Jetzt sind die Lager leer. Der Modehändler Abercrombie & Fitch rechnet mit Zollbelastungen von 90 Millionen Dollar. Die Preise steigen, aber die Einkommen nicht. Samuel Kortum von der Yale-Universität erklärt: „Weil die Preise stärker steigen als der Konsum, tragen die amerikanischen Konsumenten die wirtschaftlichen Kosten." Konsumenten sind enttäuscht über dauerhaft hohe Preise und schwächelnde Einkommen. Inflationserwartungen liegen bei 4.8 Prozent, weit über dem Fed-Ziel von zwei Prozent.
Jobangst und Regierungsstillstand: Doppelter Druck auf die Stimmung
Die Angst vor Jobverlust ist massiv gestiegen. Der Anteil der Arbeitnehmer, die Jobs als reichlich verfügbar sehen, sank von 88.6 Prozent auf sechs Prozent. Hinzu kommt der Regierungsstillstand. Sechs Wochen lang bekamen 1.4 Millionen Bundesangestellte kein Gehalt. Private Unternehmen verlieren ebenfalls Jobs. Die ADP meldete durchschnittliche Jobverluste von 13 500 pro Woche.
Black Friday in Gefahr: Unternehmen senken Erwartungen
Der Black Friday steht unter Druck. Abercrombie & Fitch erwartet im Weihnachtsgeschäft keine weitere Umsatzsteigerung. Der Elektronikhändler Best Buy rechnet nur mit einem Prozent Wachstum. Bei 2.8 Prozent Inflation bedeutet das einen Rückgang. Nur Konsumenten mit hohen Einkommen treiben den Konsum noch an. Breite Bevölkerungskreise verzichten auf teure Einkäufe. Der Konsumgüter-Index ist nur um ein Prozent gestiegen, während die Inflation bei 2.8 Prozent liegt.
FAQ
Warum sind die Amerikaner sparsamer in diesem Jahr?
Mehrere Faktoren drücken die Kauflust: Zölle erhöhen die Importkosten und damit die Preise. Gleichzeitig stagnieren die Einkommen. Jobangst ist massiv gestiegen. Der Regierungsstillstand belastete 1.4 Millionen Bundesangestellte.
Ist am Black Friday wirklich alles billiger?
Nein, nicht unbedingt. Viele Einzelhandelsketten manipulieren die Preise. Sie erhöhen die Preise vor dem Black Friday und senken sie dann wieder. Manche Rabatte sind echte Schnäppchen, andere sind Täuschung.
Warum heißt es Black Friday?
Der Name stammt aus der Buchhaltung. Rote Zahlen bedeuten Verluste, schwarze Zahlen bedeuten Gewinne. Der Black Friday markiert traditionell den Beginn der profitablen Weihnachtseinkaufssaison. Einzelhandelsketten schreiben an diesem Tag schwarze Zahlen.





