Nach einer Woche der Notenbanken in Europa richtet sich der Blick nun wieder verstärkt auf die USA. Die Veröffentlichung der neuesten Verbraucherpreisdaten wird mit Spannung erwartet, da sie als entscheidender Faktor für die zukünftige Geldpolitik der US-Notenbank Fed gilt. Zudem liefert die Woche wichtige Wachstumsdaten aus Großbritannien und der Eurozone, die Aufschluss über die konjunkturelle Verfassung geben.
Dienstag: Der US-Konsum auf dem Prüfstand
Die Woche startet datentechnisch am Dienstag mit einem Blick auf den US-Konsum. Veröffentlicht werden die Einzelhandelsumsätze für den Monat Januar. Dieser Indikator misst die Verkäufe von Waren im Einzelhandel und ist ein wichtiger Gradmesser für die Konsumlaune der Amerikaner. Nach einem starken Vormonat von 0.60 Prozent wird nun ein etwas geringeres Wachstum von 0.50 Prozent erwartet. Ein starker Wert würde auf eine robuste Binnennachfrage hindeuten.
Mittwoch: Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten
Der Mittwoch bringt eine Mischung aus chinesischen Inflationsdaten und US-Arbeitsmarktzahlen. Aus China wird der Verbraucherpreisindex (VPI) erwartet, der die Teuerungsrate misst. Nach 0.80 Prozent im Vorjahr wird ein Rückgang auf 0.40 Prozent prognostiziert, was auf nachlassenden Preisdruck hindeuten würde.
Aus den USA kommen die durchschnittlichen Stundenlöhne, die zuletzt eine Jahresrate von 3.80 Prozent aufwiesen und als Indikator für den Lohndruck gelten. Zudem wird die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft veröffentlicht, bei der nach 50.000 neuen Stellen im Vormonat nun ein Anstieg um 70.000 erwartet wird.
Donnerstag: Britisches Wirtschaftswachstum
Am Donnerstag richtet sich der Blick nach Großbritannien. Es werden die Zahlen zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das vierte Quartal 2025 veröffentlicht. Das BIP misst die gesamte Wirtschaftsleistung eines Landes. Nach einem Wachstum von 1.30 Prozent im Vorjahresvergleich wird für das letzte Quartal ein Zuwachs von 0.20 Prozent erwartet. Positive Wachstumszahlen könnten den Druck auf die Bank of England erhöhen, die Zinsen weiter anzuheben.
Freitag: Der große Inflationstag
Der Freitag steht ganz im Zeichen der Inflation. Zunächst werden die finalen BIP-Zahlen für die Eurozone veröffentlicht (Prognose: 1.30 Prozent im Jahresvergleich). Am Nachmittag folgen dann die mit Spannung erwarteten US-Verbraucherpreisdaten (VPI). Die Jahresrate lag zuletzt bei 2.70 Prozent und wird nun bei 2.50 Prozent erwartet. Ein deutlicher Rückgang würde die Hoffnung auf ein baldiges Ende der Zinserhöhungen durch die Fed nähren. Besonders im Fokus steht die Kernrate (ohne Energie und Lebensmittel), die zuletzt bei 2.60 Prozent lag und als Indikator für den zugrundeliegenden Inflationstrend gilt.





