Chirurgie mit Robotern boomt: Intuitive Surgical übertrifft Erwartungen
Intuitive Surgical hat im dritten Quartal deutlich besser abgeschnitten als erwartet. Der Hersteller der da Vinci-Operationsroboter erzielte einen Umsatz von 2.51 Milliarden US-Dollar und einen bereinigten Gewinn von 2.40 US-Dollar je Aktie, weit über den Analystenschätzungen von 2.40 Milliarden Dollar Umsatz und 1.98 Dollar je Aktie. Die Aktie legte im vorbörslichen Handel um rund 16 Prozent zu. Zudem hob das Unternehmen seine Gewinnmarge leicht auf 67 bis 67.5 Prozent an und erwartet nun ein weltweites Wachstum der robotergestützten Eingriffe um 17 bis 17.5 Prozent.
Intuitive Surgical entwickelt und vertreibt robotergestützte Operationssysteme, mit denen Chirurgen präzisere und weniger invasive Eingriffe durchführen können. Das Unternehmen profitiert aktuell davon, dass Krankenhäuser weltweit auf moderne, minimal-invasive Verfahren umstellen und nach der Pandemie aufgeschobene Operationen nachholen. Besonders die hohe Nachfrage nach Zubehörteilen und Instrumenten für das da Vinci-System sorgt für stabile Einnahmen.
T-Mobile US hebt Prognose an – Rekordquartal dank Kundenzuwachs
T-Mobile US hat im dritten Quartal deutlich besser abgeschnitten als erwartet. Der Mobilfunkanbieter gewann 1 Million neue Vertragskunden, nach 865 000 im Vorjahr, und erzielte damit das stärkste dritte Quartal seit über einem Jahrzehnt. Der Serviceumsatz stieg um 9 Prozent auf 18.2 Milliarden Dollar, im Vorjahr waren es 16.7 Milliarden. Das operative Ergebnis legte um 6 Prozent auf 8.7 Milliarden Dollar zu, nach 8.2 Milliarden im Vorjahresquartal. Unter dem Strich verdiente T-Mobile allerdings 2.7 Milliarden Dollar, rund 13 Prozent weniger als im Vorjahr mit 3.1 Milliarden. Das Unternehmen begründet den Rückgang mit Wertberichtigungen und Integrationskosten nach der Übernahme von US Cellular. Für 2025 erwartet der Konzern nun 7.2 bis 7.4 Millionen Neukunden und ein Core Ebitda von 33.7 bis 33.9 Milliarden Dollar, jeweils höher als bislang prognostiziert.
Trotz der starken operativen Entwicklung verlor die Aktie im vorbörslichen Handel rund 1.5 Prozent, weil T-Mobile wegen der Integration des übernommenen Konkurrenten US Cellular nun 10 Milliarden Dollar investieren will, rund eine halbe Milliarde mehr als zuvor geplant. Der Start des iPhone 17 trieb zusätzlich die Kundenzahlen. Analysten sehen das Unternehmen weiterhin gut positioniert im Wettbewerb mit AT&T und Verizon, da T-Mobile mit dem Ausbau seines 5G- und Glasfasernetzes auf langfristiges Wachstum setzt, auch wenn die höheren Investitionen kurzfristig auf den Gewinn drücken.
Dow übertrifft Gewinnerwartungen – Umsatz schrumpft deutlich
Dow Inc. hat im dritten Quartal besser abgeschnitten als erwartet, auch wenn der Umsatz klar zurückging. Der Chemiekonzern meldete einen bereinigten Verlust von 0.19 US-Dollar je Aktie und übertraf damit die Prognose von minus 0.31 US-Dollar. Der Umsatz sank um acht Prozent auf 9.97 Milliarden US-Dollar und blieb unter dem Analystenkonsens von 10.22 Milliarden US-Dollar. Die Preise lagen acht Prozent unter dem Vorjahresniveau, das Absatzvolumen ging um ein Prozent zurück. Die Aktie stieg im vorbörslichen Handel um 1.8 Prozent.
Dow hat im Quartal seine Kosten gesenkt und die Effizienz gesteigert. Das operative Ergebnis lag bei 180 Millionen US-Dollar, 461 Millionen weniger als im Vorjahr, aber 201 Millionen mehr als im zweiten Quartal diesen Jahres. Der operative Cashflow stieg auf 1.1 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 330 Millionen. Vorstandschef Jim Fitterling verwies auf stabile Nachfrage aus neuen Anlagen an der US-Golfküste. Bis Ende 2026 will Dow rund 6.5 Milliarden US-Dollar an Liquidität freisetzen, unter anderem durch geringere Investitionen und Kostensenkungen.
Honeywell übertrifft Prognosen und hebt Ausblick an
Der US-Industriekonzern Honeywell hat im dritten Quartal besser abgeschnitten als erwartet. Der Umsatz stieg um 6 Prozent auf 10.4 Milliarden US-Dollar, während der bereinigte Gewinn je Aktie von 2.58 auf 2.82 Dollar zunahm. Der Nettogewinn erhöhte sich auf 1.8 Milliarden Dollar, ein Plus von knapp 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Aktie legte im vorbörslichen Handel um mehr als 4 Prozent zu. Für das Gesamtjahr erwartet Honeywell nun einen Umsatz zwischen 40.7 und 40.9 Milliarden Dollar sowie einen bereinigten Gewinn von 10.6 bis 10.7 Dollar je Aktie.
Das Management treibt den Konzernumbau voran und will die Sparte für Hochleistungswerkstoffe noch im Oktober ausgliedern. Ein geplanter Spin-off der Luft- und Raumfahrtsparte soll 2026 folgen. Ziel sei es, drei spezialisierte Branchenführer zu schaffen. Ein Schritt, der Anlegern künftig mehr Transparenz und Wachstumspotenzial bringen soll.
Freeport-McMoRan steigert Gewinn trotz Produktionsausfall in Indonesien
Freeport-McMoRan hat im dritten Quartal 2025 besser abgeschnitten als erwartet. Der US-Kupferkonzern erzielte einen Nettogewinn von 674 Millionen US-Dollar beziehungsweise 0.46 Dollar je Aktie, nach 526 Millionen Dollar im Vorjahr. Bereinigt lag der Gewinn bei 0.50 Dollar je Aktie. Der Umsatz stieg um 2.7 Prozent auf 6.97 Milliarden Dollar. Trotz eines Produktionsstopps in Indonesien nach einem Erdrutsch am Grasberg-Bergwerk blieben die Kosten je Pfund Kupfer mit 1.40 Dollar unter den eigenen Erwartungen.
Das Unternehmen hat den Vorfall, bei dem sieben Mitarbeiter ums Leben kamen, als „tragisch“ bezeichnet und eine Untersuchung eingeleitet. Die Produktion in Indonesien soll schrittweise wieder anlaufen. Freeport gilt als einer der größten Kupferproduzenten der Welt und profitiert von der global wachsenden Nachfrage nach dem Metall, das für Stromnetze und Elektroautos unverzichtbar ist. Die langfristige Prognose des Konzerns bleibt trotz des Unfalls positiv.







