Wie waren die Quartalszahlen von Under Armour?
Under Armour erzielte im zweiten Quartal 2026 einen Umsatz von 1.33 Milliarden US-Dollar (Rückgang um fünf Prozent zum Vorjahr) und einen Nettoverlust von 18.8 Millionen US-Dollar.
Under Armour kämpft mit Umsatzrückgang
Der US-Sportartikelhersteller Under Armour hat im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 schwächere Ergebnisse präsentiert und die Erwartungen der Anleger enttäuscht. Der Konzern verzeichnete einen Nettoumsatz von 1.33 Milliarden US-Dollar, ein Rückgang um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Der Nettoverlust belief sich auf 18.8 Millionen US-Dollar, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn von 170.4 Millionen US-Dollar erzielt worden war. Besonders betroffen war das Schuhsegment, das um 16 Prozent auf 264 Millionen US-Dollar einbrach, während die Bekleidungssparte nur um ein Prozent nachgab.
Auch die E-Commerce-Umsätze gingen um acht Prozent zurück. Verantwortlich für den Rückgang sind nach Unternehmensangaben eine schwächere Nachfrage, höhere Zölle und ein schwieriges Konsumumfeld, insbesondere in Nordamerika.
Schwacher Ausblick und Wechsel an der Finanzspitze
Mit Blick auf das Gesamtjahr zeichnete das Management ein verhaltenes Bild. Under Armour rechnet für das Geschäftsjahr 2026 mit einem Umsatzrückgang von vier bis fünf Prozent und einem bereinigten Gewinn je Aktie zwischen drei und fünf Cent – deutlich unter den Analystenerwartungen von sechs Cent. Besonders die Absatzprobleme in den USA und Asien drücken auf die Prognose, während Europa und der Nahe Osten leichte Zuwächse verzeichnen.
Ein Schritt zur Stabilisierung ist der Wechsel des Finanzchefs: Ab Februar 2026 übernimmt Reza Taleghani, bislang CFO von Samsonite, die Position von David Bergman. Firmengründer Kevin Plank, der im März 2025 wieder an die Unternehmensspitze zurückgekehrt ist, soll den Konzern mit diesem Umbau langfristig wieder auf Wachstumskurs bringen. Trotz des schwachen Ausblicks bleibt die operative Basis solide, und erste Anzeichen einer Markenerholung in Nordamerika stimmen das Management vorsichtig optimistisch.
Aktienprognose: Noch am Boden, aber mit Chancen auf Erholung
Nach unserer Analyse sollte das Wertpapier primär zunächst noch ein Stück nachgeben, bevor er im Bereich unterhalb von 4.78 US-Dollar ein finales Tief markiert. Von dort aus erwarten wir den Beginn einer nachhaltigen Aufwärtsphase, die mittelfristig neues Momentum bringen könnte.
Sollte der Abverkauf allerdings ausbleiben und der Titel den Widerstand bei 7.57 US-Dollar bereits imminent überschreiten, würde unser alternatives Szenario greifen – mit einer Wahrscheinlichkeit von 33 Prozent. Abonnenten unseres HKCM-Pakets US-Titans erhalten in allen Fällen konkrete Zielzonen für Einstiege.




