Die wichtigsten Kennzahlen im Überblick
Ergebnis je Aktie (EPS): 0.38 US-Dollar (Vorjahr: -0.95 US-Dollar, Erwartung: 0.27 US-Dollar)
Umsatz Q2 2025: 1.14 Milliarden US-Dollar (Vorjahr: 868.8 Millionen US-Dollar)
Produktumsatz: 1.09 Milliarden US-Dollar (+32 Prozent im Jahresvergleich)
Net Revenue Retention Rate: 125 Prozent
Großkunden: 654 Unternehmen mit >1 Million US-Dollar Umsatz in den letzten 12 Monaten (+30 Prozent)
Operatives Ergebnis (non-GAAP): 127.6 Millionen US-Dollar (Marge: 11 Prozent)
Freier Cashflow: 58.2 Millionen US-Dollar (angepasst: 67.8 Millionen US-Dollar)
Ein Paukenschlag an der Wall Street
Als Snowflake am 27. August 2025 nach Handelsschluss seine Quartalszahlen präsentierte, war die Überraschung perfekt: Statt wie von Analysten erwartet einen moderaten Gewinn zu liefern, meldete das Unternehmen ein Ergebnis von 0.38 US-Dollar pro Aktie – eine spektakuläre Wende gegenüber dem Vorjahr, als noch ein Verlust von 0.95 US-Dollar verzeichnet wurde. Anleger hatten lediglich mit 0.27 US-Dollar gerechnet, was die Dimension dieses Ergebnisses noch unterstreicht.
Primär sollte die Aktie von Snowflake noch etwas weiter steigen, ehe sich das Hoch der magentafarbenen Welle [3] ausbildet.
Der Umsatz kletterte im zweiten Quartal auf 1.14 Milliarden US-Dollar, ebenfalls über den Erwartungen. Verglichen mit den 868.8 Millionen US-Dollar aus dem Vorjahresquartal ist das ein satter Sprung, der die Dynamik im Geschäft verdeutlicht. An der New York Stock Exchange ließ die Reaktion nicht lange auf sich warten: Die Aktie schoss um über 20 Prozent nach oben und schloss bei 240.9 US-Dollar. Für ein Unternehmen, das in den vergangenen Jahren eher durch Verluste Schlagzeilen machte, war dies mehr als nur eine kleine Verschnaufpause – es war eine Zäsur.
Wachstumstreiber Daten und KI
Noch spannender als die reinen Zahlen ist der Blick auf die Geschäftsstruktur. Der Produktumsatz erreichte 1.09 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 32 Prozent. Eine Kennziffer sticht dabei besonders hervor: die Net Revenue Retention Rate liegt bei 125 Prozent, was bedeutet, dass bestehende Kunden ihre Ausgaben erheblich ausweiten.
CEO Sridhar Ramaswamy kommentierte selbstbewusst: „Snowflake lieferte erneut ein starkes Quartal, mit 1.09 Milliarden US-Dollar Produktumsatz und verbleibenden Auftragsbeständen von 6.9 Milliarden US-Dollar. Tausende Kunden setzen auf uns, und über 6100 Accounts nutzen jede Woche unsere KI.“ Solche Worte sind nicht nur PR-Rhetorik, sie spiegeln wider, dass Snowflake sich zunehmend als Rückgrat für datengetriebene Geschäftsmodelle etabliert.

Besonders bemerkenswert: 654 Unternehmen gaben im vergangenen Jahr jeweils mehr als eine Millionem US-Dollar für Snowflake-Produkte aus, 30 Prozent mehr als im Vorjahr. Zudem zählt das Unternehmen nun 751 der Forbes Global 2000 zu seinen Kunden. Diese Zahlen zeigen, dass Snowflake nicht nur punktuell wächst, sondern seine Position im Herzen der globalen Unternehmenswelt ausbaut.
Aufbruch ins KI-Zeitalter
Doch der wahre Kern des Erfolgs liegt in der strategischen Ausrichtung. Snowflake ist nicht länger nur eine Cloud-Datenbank, sondern positioniert sich als KI-Datenplattform, die Unternehmen hilft, künstliche Intelligenz direkt in ihre Geschäftsprozesse zu integrieren. Ramaswamy brachte es auf den Punkt: „Unsere Plattform ist leicht zu nutzen, verbindet Daten über alle Quellen hinweg und wird von Unternehmen jeder Größe vertraut. Vor uns liegt eine enorme Chance, jedes Unternehmen durch Daten und KI zu seinem vollen Potenzial zu führen.“ Genau hier liegt die Differenzierung gegenüber Wettbewerbern – in der Fähigkeit, nicht nur Speicher und Analyse anzubieten, sondern eine nahtlose Infrastruktur für KI.
Für das dritte Quartal erwartet Snowflake einen Produktumsatz zwischen 1.13 und 1.13 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von 25 bis 26 Prozent entspricht. Für das Gesamtjahr peilt das Unternehmen 4.4 Milliarden US-Dollar Produktumsatz an. Hinter diesen nüchternen Zahlen verbirgt sich eine Botschaft: Snowflake will das Betriebssystem für die datengetriebene Wirtschaft werden. Dass die Aktie nach Jahren der Skepsis nun wieder Vertrauen gewinnt, zeigt, dass diese Vision an der Börse angekommen ist – und die eigentliche Geschichte von Snowflake vielleicht erst beginnt.
FAQ
Was macht Snowflake?
Snowflake ist ein US-Technologieunternehmen, das eine Daten- und KI-Plattform in der Cloud anbietet. Unternehmen nutzen sie, um große Datenmengen zu speichern, zu analysieren und für künstliche Intelligenz einzusetzen.
Was bedeutet der Begriff Snowflake?
Snowflake heißt auf Deutsch Schneeflocke – der Name soll die Einzigartigkeit und Skalierbarkeit der Datenplattform symbolisieren.
Ist Snowflake Marktführer?
Ja, Snowflake gehört weltweit zu den führenden Anbietern von Cloud-Datenplattformen und gilt besonders im Bereich Datenmanagement und KI-Integration als Vorreiter.
Warum ist Snowflake so berühmt?
Das Unternehmen wurde durch seinen spektakulären Börsengang 2020 bekannt, den damals größten Software-IPO in den USA. Berühmt ist es auch, weil Investoren wie Warren Buffett früh eingestiegen sind.
Hat Snowflake Zukunft?
Ja, die Zukunftschancen sind groß, da immer mehr Firmen Daten und künstliche Intelligenz nutzen. Snowflake wächst stark und baut seine Plattform kontinuierlich mit neuen KI-Funktionen aus.




