Das Wichtigste auf einen Blick
Microsoft, Nvidia, Google und Co. investieren über 40 Milliarden US-Dollar in Großbritannien, darunter Microsofts größte Einzelinvestition von 30 Milliarden US-Dollar. Supercomputer mit über 23 000 GPUs entstehen in Partnerschaft mit Nscale, Nvidia installiert 120 000 Blackwell-GPUs, OpenAI baut Stargate UK mit bis zu 31 000 GPUs. AI Growth Zones schaffen tausende Jobs, Universitäten erhalten Zugriff auf Hochleistungsrechner. Microsoft, Nvidia, CoreWeave und Salesforce stärken zudem Bildung, Forschung und Fachkräfteentwicklung. Englands Premier freut sich auf einen Zeitenwechsel in der europäischen KI-Entwicklung.
40 Milliarden für KI: England bekommt Tech-Revolution
Während des aktuellen Staatsbesuchs von Präsident Donald Trump in Großbritannien haben führende Tech-Unternehmen große Investitionen in die britische KI-Infrastruktur angekündigt. Microsoft, Nvidia, OpenAI, Google und Salesforce werden zusammen über vierzig Milliarden US-Dollar investieren, darunter Microsofts eigene Verpflichtung von 30 Milliarden US-Dollar zwischen 2025 und 2028. Microsoft plant den Bau des größten britischen Supercomputers mit mehr als 23 000 GPUs – spezialisierten Rechenchips für künstliche Intelligenz. Englands Premier Keir Starmer sprach von einem „generationenübergreifenden Wandel“ und betonte, dass die Projekte tausende neue Arbeitsplätze schaffen und Großbritannien in der globalen KI-Forschung stärken werden.
Milliarden für Supercomputer und Rechenzentren
Der größte Teil der KI-Milliarden für Großbritannien kommen vom Windows-Entwickler Microsoft. Die geplanten Geldflüsse in Höhe von dreißig Milliarden US-Dollar teilen sich jeweils etwas zur Hälfte auf den Ausbau von Rechenzentren und laufende KI-Projekte im Vereinigten Königreich auf. Der Supercomputer entsteht in Partnerschaft mit dem britischen Cloud-Unternehmen Nscale. Chip-Weltmarktführer Nvidia kündigte seinerseits elf Milliarden Pfund für die Installation von bis zu 120 000 Blackwell-GPUs an, die größte Infrastruktur-Erweiterung in der britischen Geschichte.
Auch der ChatGPT-Entwickler OpenAI lässt sich nicht lumpen und baut unter dem Namen Stargate UK eine spezialisierte britische Plattform für seine KI-Modelle auf, die bis zu 31 000 GPUs nutzen wird. Google schließlich investiert fünf Milliarden Pfund in ein neues Rechenzentrum in Waltham Cross, das mehr als 8000 Jobs pro Jahr schaffen soll. Denn im Rahmen der neuen US-UK-Technologiepartnerschaft entstehen spezialisierte AI Growth Zones, zum Beispiel in Northumberland, die allein 5000 Arbeitsplätze schaffen sollen.
Nvidia arbeitet zudem mit Oxford Quantum Circuits und ORCA Computing zusammen, um Quantencomputer und GPU-Supercomputer zu kombinieren. Microsoft, Nscale und CoreWeave (wo Nvidia erst vor wenigen Tagen Milliarden investierte) planen mehrere KI-Fabriken, darunter einen der leistungsstärksten Supercomputer überhaupt mit mehr als 24 000 GPUs für Azure-Dienste. Salesforce und CoreWeave investieren zusätzlich rund 1.5 Milliarden Pfund in britische Rechenzentren, um Forschung und Wirtschaft zu unterstützen.
„Big Bang der KI-Ära“
Neben Hardware investieren die Unternehmen in Bildung und Fachkräfte-Entwicklung. Universitäten wie in Bristol, Cambridge, Edinburgh, Oxford und das Imperial College in London profitieren von GPU-beschleunigten Forschungsprojekten in Medizin, Umwelt und großen Sprachmodellen. CoreWeave eröffnet ein grünes Datenzentrum in Schottland, der weltgrößte Vermögensverwalter BlackRock modernisiert bestehende Rechenzentren. Microsoft-Präsident Brad Smith erklärte in einer Stellungnahme: „Dieses Investment stärkt die wirtschaftlichen Verbindungen zwischen unseren Ländern und liefert technologische Fortschritte, die auf Vertrauen und Verantwortung basieren.“
Auch die wichtigsten Köpfe der renommierten Geldgeber meldeten sich zu Wort. Nvidia-CEO Jensen Huang etwa sagte: „Wir stehen am Big Bang der KI-Ära, und das Vereinigte Königreich ist ideal positioniert, um von Weltklasse-Forschung und Industrie zu profitieren.“ Sam Altman, CEO von OpenAI, ergänzte: „Stargate UK baut auf Großbritanniens führender Rolle in der KI-Forschung auf, um wissenschaftliche Durchbrüche zu beschleunigen und wirtschaftliches Wachstum zu fördern.“ Englands Premier Keir Starmer resümierte: „Diese Investitionen sichern Großbritanniens Führungsrolle im globalen Innovationswettbewerb und schaffen hochwertige Jobs im ganzen Land.“
Bitcoin und Stablecoins runden Tech-Partnerschaft ab
Neben den massiven KI-Investitionen setzen die USA und Großbritannien auch auf digitale Finanztechnologien, um ihre technologische Zusammenarbeit zu vertiefen. Während Trumps Besuch wurden Pläne für eine gemeinsame Krypto-Allianz angekündigt, die insbesondere Stablecoins und Bitcoin in den Fokus rückt. Ziel ist es, ein koordiniertes regulatorisches Umfeld zu schaffen, das Innovationen fördert, aber zugleich Finanzstabilität und Verbraucherschutz sicherstellt. Die britische Finanzaufsicht und die US-Behörden prüfen dabei neue Mechanismen für grenzüberschreitende Zahlungen und die Nutzung digitaler Vermögenswerte in Handel und Finanzdienstleistungen.
Die Partnerschaft sieht vor, dass beide Länder ihre Expertise bündeln und Pilotprojekte für digitale Währungen und Blockchain-Lösungen starten. Insbesondere Stablecoins sollen getestet werden, um schnelle und sichere grenzüberschreitende Transaktionen zu ermöglichen. Finanzminister, Notenbankvertreter und Technologieexperten beider Seiten betonen die Chancen für Effizienzgewinne im Zahlungsverkehr und eine mögliche Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Die transatlantische Zusammenarbeit beschränkt sich also nicht nur KI und Quantencomputing, sondern umfasst auch die Zukunft des Blockchain-Sektors.




