Die wichtigsten Punkte
Donald Trump und Xi Jinping treffen sich am 30. Oktober in Südkorea zum ersten persönlichen Gespräch seit Trumps Amtsantritt. Vorbereitende Verhandlungen in Malaysia zwischen US-Finanzminister Scott Bessent und Chinas Vize-Premier He Lifeng erzielten eine "vorläufige Einigung" zu strittigen Punkten. Trumps Drohung mit 100 Prozent Zöllen ab 1. November ist vom Tisch, China verzögert Seltene-Erden-Kontrollen um ein Jahr. Der Zoll-Waffenstillstand wird über den 10. November hinaus verlängert, China nimmt massive Sojabohnen-Käufe wieder auf. TikTok-Übernahme und Taiwan-Frage bleiben auf der Agenda. Beide Supermächte wollen den eskalierenden Handelskrieg stoppen, strukturelle Probleme bleiben aber ungelöst.
Durchbruch in Malaysia ebnet Weg für Trump-Xi-Gipfel
Die zweitägigen Verhandlungen in Kuala Lumpur zwischen US-Finanzminister Scott Bessent und Chinas Vize-Premier He Lifeng erzielten den entscheidenden Durchbruch im eskalierenden Handelskrieg. "Ich denke, wir haben einen sehr erfolgreichen Rahmen für die Führer, um am Donnerstag zu diskutieren", erklärte Bessent nach den intensiven Gesprächen. Chinas Top-Unterhändler Li Chenggang bestätigte eine "vorläufige Einigung" zu Export-Kontrollen, Fentanyl und Schifffahrtsabgaben. Diese diplomatische Annäherung kommt nach wochenlanger Eskalation mit gegenseitigen Drohungen und Sanktionen. Bessent und Handelsbeauftragte Jamieson Greer schufen die Grundlage für das historische Treffen zwischen Trump und Xi am Rande des APEC-Gipfels in Südkorea. Der Verhandlungserfolg zeigt, dass beide Supermächte die Kosten eines totalen Handelskriegs fürchten.
100 Prozent Zoll-Drohung verschwindet vom Tisch
Trumps explosive Drohung mit 100 Prozent Zöllen auf alle chinesischen Importe ab 1. November ist Geschichte, nachdem China entscheidende Zugeständnisse machte. "Die Gespräche haben die Bedrohung durch Trumps 100-Prozent-Zölle eliminiert", bestätigte Finanzminister Bessent den diplomatischen Erfolg. China willigt ein, die Umsetzung seiner verschärften Seltene-Erden-Kontrollen um ein Jahr zu verzögern, während die Politik überdacht wird. Diese Konzession ist massiv, da China über 90 Prozent der weltweiten Versorgung mit diesen kritischen Materialien kontrolliert. Trump hatte die Zoll-Drohung als Vergeltung für Chinas erweiterte Export-Beschränkungen ausgesprochen. Der Rückzieher zeigt Pekings Bereitschaft, den Handelskrieg zu deeskalieren. Beide Seiten erkannten, dass eine weitere Eskalation ihre Volkswirtschaften zerstören würde.
Sojabohnen-Deal rettet US-Farmer vor dem Ruin
China lenkt im Sojabohnen-Streit ein und wird "erhebliche Käufe" von US-Sojabohnen wieder aufnehmen, nachdem es im September komplett auf Lieferungen aus Brasilien und Argentinien umgestiegen war. "US-Sojabohnen-Bauern werden sich sehr gut fühlen über das, was vor sich geht, sowohl für diese Saison als auch für die kommenden Saisons", versprach Bessent den verzweifelten Farmern. Diese Kehrtwende rettet Tausende amerikanische Landwirte vor dem finanziellen Ruin, die durch Chinas Boykott ihrer wichtigsten Exportmärkte beraubt wurden. China war traditionell der größte Abnehmer von US-Sojabohnen, bevor der Handelskrieg die Lieferketten zerstörte. Trumps Versprechen, "einen guten Deal über Sojabohnen-Käufe" zu erreichen, wird nun Realität. Die Wiederaufnahme der Käufe ist ein entscheidender Sieg für Trumps Basis im ländlichen Amerika.
TikTok-Übernahme und Taiwan bleiben heiße Eisen
Trotz der Fortschritte bleiben explosive Themen wie die TikTok-Übernahme und die Taiwan-Frage ungelöst auf Trumps Agenda für das Xi-Treffen. Beide Seiten müssen "Details des TikTok-Deals ausarbeiten", damit Trump und Xi die "Transaktion vollenden" können, erklärte Bessent. Die Übertragung der chinesischen Video-App an US-amerikanische Eigentumskontrolle bleibt hochumstritten. Trump will auch über das demokratisch regierte Taiwan sprechen, das China als sein eigenes Territorium betrachtet. Zusätzlich fordert Trump die Freilassung des inhaftierten Hongkonger Medienmoguls Jimmy Lai, was Pekings Crackdown in Hongkong anprangert. Diese Themen bergen enormes Konfliktpotenzial und könnten jede Handelsentspannung zunichtemachen. Trump navigiert zwischen wirtschaftlichen Interessen und geopolitischen Prinzipien.
Waffenstillstand wird verlängert, strukturelle Probleme bleiben
Der delikate Zoll-Waffenstillstand wird über den kritischen Stichtag 10. November hinaus verlängert, nachdem beide Seiten vor dem Abgrund des totalen Handelskriegs zurückschreckten. Bessent bestätigte die Verlängerung des Abkommens, das die Zölle von dreistelligen Raten auf etwa 55 Prozent auf US-Seite senkte. Dieser sechsmonatige Waffenstillstand verhinderte eine Katastrophe für die Weltwirtschaft, löst aber keine strukturellen Probleme. Tiefere Streitigkeiten über Technologie-Transfer, geistiges Eigentum und staatliche Subventionen bleiben ungelöst und "mögen niemals" gelöst werden, warnen Experten. China vertieft parallel seine technologische Selbstständigkeit, um die Abhängigkeit von den USA zu reduzieren. Die Verlängerung kauft Zeit, aber die grundlegende strategische Rivalität zwischen den Supermächten bleibt bestehen.
Geopolitisches Schachspiel mit globalen Auswirkungen
Das Trump-Xi-Treffen wird zum entscheidenden geopolitischen Schachzug mit weitreichenden Folgen für die Weltwirtschaft und internationale Ordnung. "Das wird ein risikoreiches, ertragreiches Führertreffen sein", warnt Han Shen Lin von The Asia Group. Beide Seiten werden versuchen, den "Reset-Knopf" zu drücken, ohne "große Schlagzeilen-Zugeständnisse" zu machen. Trump deutete bereits weitere Treffen mit Xi in China und den USA an, möglicherweise in Washington oder Mar-a-Lago. Die globalen Märkte reagierten erleichtert auf die Deeskalation, da ein Handelskrieg zwischen den beiden größten Volkswirtschaften die Weltwirtschaft in eine Rezession stürzen könnte. Das Treffen setzt die Bühne für einen finalen Verhandlungsschub zu einem umfassenden Handelsabkommen Anfang 2026. Beide Präsidenten wissen, dass das Scheitern katastrophale Folgen hätte.
FAQ
Wann und wo treffen sich Trump und Xi Jinping?
Donald Trump und Xi Jinping treffen sich am 30. Oktober 2025 in Südkorea am Rande des APEC-Gipfels in Gyeongju. Es ist das erste persönliche Treffen zwischen den beiden Staatschefs seit Trumps Rückkehr ins Amt im Januar 2025. Das Weiße Haus bestätigte das Treffen offiziell, während China noch keine formelle Bestätigung abgab. Die Führer hatten zuletzt 2019 während Trumps erster Präsidentschaft ein persönliches Gespräch. Trump bezeichnete es als "langes" Treffen und ist optimistisch über eine "gute Vereinbarung".
Was wurde in den Malaysia-Verhandlungen vereinbart?
In Kuala Lumpur erzielten US-Finanzminister Scott Bessent und Chinas Vize-Premier He Lifeng eine "vorläufige Einigung" zu Export-Kontrollen, Fentanyl und Schifffahrtsabgaben. Trumps Drohung mit 100 Prozent Zöllen ab 1. November ist vom Tisch, China verzögert seine Seltene-Erden-Kontrollen um ein Jahr. Der Zoll-Waffenstillstand wird über den 10. November hinaus verlängert, China nimmt massive Sojabohnen-Käufe wieder auf. Details zum TikTok-Deal müssen noch ausgearbeitet werden. Die zweitägigen Gespräche schufen den "erfolgreichen Rahmen" für das Trump-Xi-Treffen.
Welche Themen stehen auf Trumps Agenda mit Xi?
Trump will mit Xi über Sojabohnen-Käufe, Seltene Erden, Fentanyl-Krise und die TikTok-Übernahme sprechen. Geopolitische Brennpunkte wie Taiwan, das China als eigenes Territorium betrachtet, stehen ebenfalls auf der Agenda. Trump fordert die Freilassung des inhaftierten Hongkonger Medienmoguls Jimmy Lai. Zusätzlich will Trump Chinas Hilfe bei US-Verhandlungen mit Moskau wegen des Ukraine-Kriegs. Nukleare Abrüstung und Beschränkungen von Atomwaffen sind weitere Diskussionspunkte. Diese Themen bergen enormes Konfliktpotenzial zwischen den Supermächten.
Wie wirkt sich das Abkommen auf die Weltwirtschaft aus?
Die Deeskalation im US-China-Handelskrieg beruhigt die globalen Märkte und verhindert eine drohende Weltwirtschaftsrezession. US-Sojabohnen-Bauern werden durch Chinas Wiederaufnahme der Käufe gerettet, während chinesische Technologie-Aktien steigen. Die Verlängerung des Zoll-Waffenstillstands stabilisiert internationale Lieferketten und Handelsströme. Unternehmen können wieder langfristig planen, ohne Angst vor plötzlichen 100 Prozent Zöllen. Die Entspannung bei Seltenen Erden sichert kritische Materialien für Technologie-Produktion. Trotzdem bleiben strukturelle Handelsprobleme ungelöst, die langfristig die Weltwirtschaft belasten könnten.


Die laufende Welle (4) dürfte im weiteren Verlauf für frische Abverkäufe sorgen. Zugang zu allen Zielzonen und potenziellen Szenarien erhalten Sie hier.
In der sich aktuell aufbäumenden Welle (1) in Magenta dürfte im weiteren Verlauf das Hoch noch weiter nördlich etabliert werden. Zugang zu allen Zielzonen und potenziellen Szenarien erhalten Sie hier.


