Trump crasht Bitcoin und Aktien: Kommt jetzt ein neuer Zollkrieg mit China?
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Trump crasht Bitcoin und Aktien: Kommt jetzt ein neuer Zollkrieg mit China?

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Arcan Askin

Die wichtigsten Punkte

Donald Trump zündet die nächste Eskalationsstufe im Handelskrieg mit China und schickt die Märkte ins Chaos. Mit der Drohung, 100-prozentige Strafzölle auf chinesische Importe zu verhängen, löst der US-Präsident den größten Krypto-Crash der Geschichte aus. Über 18 Milliarden Dollar werden in wenigen Stunden vernichtet, während Bitcoin um zehn Prozent abstürzt. Auslöser ist Chinas Griff nach den Seltenen Erden, den kritischen Rohstoffen für die Technologie-Industrie. Doch dann rudert Trump zurück und beschwichtigt die Märkte.

Der Funke im Pulverfass: China dreht den Rohstoff-Hahn zu

Der jüngste Schlagabtausch zwischen den Supermächten entzündet sich an einem scheinbar technischen Detail. China verschärft ab Dezember seine Exportkontrollen für Seltene Erden und andere kritische Materialien. Was nach bürokratischem Kleinkram klingt, ist in Wahrheit ein Schlag ins Mark der westlichen Technologie-Industrie. Das Reich der Mitte kontrolliert 70 Prozent der globalen Förderung und sogar 90 Prozent der Weiterverarbeitung dieser unverzichtbaren Rohstoffe.

Seltene Erden stecken in praktisch jedem modernen Gerät, von Smartphones über Elektroautos bis hin zu Windturbinen. Ohne sie steht die grüne Transformation still, kollabiert die Digitalisierung. China weiß um diese Macht und setzt sie nun als Waffe ein. Die neuen Regeln verlangen Lizenzen für den Export von Produkten, die auch nur 0.1 Prozent chinesische Seltene Erden enthalten.

Trumps Wutausbruch: 100 Prozent Zölle als Vergeltung

Trump reagiert wie ein angeschossener Löwe. In einem wütenden Post auf Truth Social kündigt er "zusätzliche Zölle von 100 Prozent" auf alle chinesischen Importe ab dem 1. November an. Das wäre eine Verdopplung der bereits bestehenden Strafzölle und würde die Gesamtbelastung auf 130 Prozent katapultieren. Zusätzlich droht er mit Exportkontrollen für "jede kritische Software" aus den USA.

Die Wortwahl des Präsidenten ist so scharf wie selten zuvor. China verhalte sich "außerordentlich aggressiv" und "beispiellos", wettert er. Das Land wolle die Welt "gefangen halten" und habe einen "moralisch verwerflichen" Plan ausgeheckt. Trump stellt sogar das geplante Treffen mit Xi Jinping beim APEC-Gipfel in Südkorea infrage.

Krypto-Apokalypse: 18 Milliarden Dollar in Flammen

Die Märkte reagieren mit blankem Entsetzen auf Trumps Drohgebärden. Da Kryptowährungen rund um die Uhr gehandelt werden, trifft sie der Schock mit voller Wucht. Bitcoin stürzt von über 111.000 Dollar auf unter 103.000 Dollar ab, ein Minus von zehn Prozent in nur fünf Tagen. Ethereum verliert 14.2 Prozent, Solana sogar 20 Prozent. Insgesamt werden 18.28 Milliarden Dollar vernichtet, das größte Liquidationsereignis in der Geschichte der Kryptowährungen.

Allein bei Bitcoin werden fünf Milliarden Dollar an gehebelte Positionen zwangsliquidiert, bei Ethereum vier Milliarden und bei Solana zwei Milliarden. Die Panik ist so groß, dass selbst erfahrene Trader von der Wucht des Ausverkaufs überrascht werden. Der Krypto-Markt, der unter Trump eigentlich eine Blütezeit erlebt hatte, zeigt seine ganze Volatilität.

Primär dürfte die laufende Welle B in Grün sich noch weiter ausdehnen, ehe die Welle-C-Korrektur das Ruder übernimmt.

Wall Street im freien Fall: Zwei Billionen Dollar weg

Auch die traditionellen Märkte bleiben nicht verschont. Der S&P 500 bricht um 2.7 Prozent ein, der stärkste Rückgang seit sechs Monaten. Der Nasdaq verliert 3.56 Prozent, der Dow Jones 1.9 Prozent. Etwa zwei Billionen Dollar Marktkapitalisierung gehen in Rauch auf. Die Futures zeigen am Montag weitere Verluste von fast 900 Punkten beim Dow an.

In Asien setzt sich das Blutbad fort. Der Shenzhen Component Index fällt um 2.5 Prozent, der Hang Seng in Hongkong um 3.5 Prozent. Selbst in Europa reagieren die Märkte nervös, der FTSE 100 verliert ein Prozent. Die Angst vor einem neuen Handelskrieg geht um, der die Weltwirtschaft in eine Rezession stürzen könnte.

Chinas trotzige Antwort: "Wir haben keine Angst"

Peking lässt sich von Trumps Drohungen nicht einschüchtern. Das Handelsministerium wirft den USA "Doppelmoral" vor und kündigt "entschlossene Gegenmaßnahmen" an, falls Trump seine Drohung wahrmacht. "Chinas Position ist konsistent", heißt es in einer Stellungnahme. "Wir wollen keinen Zollkrieg, aber wir haben keine Angst vor einem." Die chinesische Führung rechtfertigt ihre Exportkontrollen als "normale Maßnahmen" zum Schutz der nationalen Sicherheit. Man habe "relevante Länder" im Voraus informiert, behauptet ein Sprecher. Die USA hätten dagegen jahrelang das Konzept der nationalen Sicherheit "überstrapaziert" und "diskriminierende Praktiken" gegen China angewandt.

Trumps Kehrtwende: "Macht euch keine Sorgen"

Doch dann geschieht das Unerwartete. Nur zwei Tage nach seinem Wutausbruch rudert Trump zurück. "Macht euch keine Sorgen um China, alles wird gut", schreibt er plötzlich versöhnlich auf Truth Social. Der "hoch respektierte Präsident Xi" habe nur einen "schlechten Moment" gehabt. Die USA wollten "China helfen, nicht schaden". Die Märkte reagieren sofort auf die Kehrtwende. Die Aktienfutures drehen ins Plus, Bitcoin erholt sich um vier Prozent. Doch die Unsicherheit bleibt groß. Ist dies nur ein taktisches Manöver Trumps, um die Märkte zu beruhigen? Oder ein Zeichen, dass er vor den Konsequenzen seiner eigenen Drohungen zurückschreckt?

Das Dilemma der Seltenen Erden

Der Konflikt offenbart die gefährliche Abhängigkeit des Westens von chinesischen Rohstoffen. China hat über Jahrzehnte systematisch seine Marktposition bei Seltenen Erden ausgebaut und hält heute ein faktisches Monopol. Das Land verfügt nicht nur über die größten Vorkommen, sondern auch über die Technologie zur Weiterverarbeitung und ein Netz von Patenten, das Konkurrenten behindert.

Für die USA und Europa ist dies ein strategisches Alptraum-Szenario. Ohne Seltene Erden können sie ihre Klimaziele nicht erreichen, ihre Verteidigungsindustrie nicht modernisieren und ihre Technologie-Unternehmen nicht konkurrenzfähig halten. China weiß um diese Schwäche und nutzt sie als Druckmittel im Handelskrieg.

FAQ

Was ist der Konflikt zwischen den USA und China?

Der USA-China Konflikt ist ein vielschichtiger Handelskrieg, der bereits in Trumps erster Amtszeit begann. Im Kern geht es um wirtschaftliche Vormachtstellung, Technologie-Transfer und strategische Rohstoffe. Beide Länder erheben Strafzölle aufeinander und beschränken den Handel mit kritischen Technologien. Der aktuelle Streit entzündet sich an Chinas Exportkontrollen für Seltene Erden.

Wie hoch ist das Handelsdefizit der USA mit China?

Die USA importieren deutlich mehr Waren aus China als sie dorthin exportieren. Das Handelsdefizit belief sich 2024 auf über 400 Milliarden Dollar. China ist einer der wichtigsten Handelspartner der USA, was die wirtschaftliche Verflechtung trotz politischer Spannungen erklärt. Trump sieht dieses Defizit als unfair an und will es durch Zölle reduzieren.

Hat Trump Sanktionen gegen China verhängt?

Ja, Trump hat bereits in seiner ersten Amtszeit umfangreiche Zölle und Sanktionen gegen China eingeführt. Derzeit unterliegen chinesische Waren US-Zöllen von 30 Prozent, China erhebt Gegenzölle von 10 Prozent. Zusätzlich gibt es Exportkontrollen für Halbleiter und andere kritische Technologien. Die neuen 100-Prozent-Zölle wären eine massive Verschärfung.

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Arcan Askin

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