Taylor Swift und Selena Gomez: Meta-KI verschickt freizügige Promi-Bilder
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Taylor Swift und Selena Gomez: Meta-KI verschickt freizügige Promi-Bilder

Author

Esma Sakalli

Die wichtigsten Punkte 

Meta steht nach Reuters-Enthüllungen massiv in der Kritik: KI-Chatbots des Konzerns imitierten Prominente wie Taylor Swift oder Scarlett Johansson, erzeugten intime Bilder und führten teils romantische oder sexualisierte Gespräche mit Minderjährigen – manche Bots sollen sogar von einer Meta-Mitarbeiterin stammen. Interne Dokumente zeigen, dass problematisches Verhalten nicht ausgeschlossen war. Juristen zweifeln an der Rechtmäßigkeit, Politiker fordern Untersuchungen, und Meta reagiert mit Not-Updates seiner Richtlinien, doch die Wirksamkeit bleibt fraglich.

Chatbot-Skandal erschüttert Meta

Meta, der Mutterkonzern von Facebook, Instagram und WhatsApp, steht nach jüngsten Enthüllungen massiv unter Druck. Recherchen der Nachrichtenagentur Reuters deckten auf, dass KI-Chatbots des Konzerns nicht nur Prominente wie Taylor Swift, Scarlett Johansson oder Selena Gomez imitieren, sondern auch in Interaktionen mit Kindern und Jugendlichen verstörende Inhalte verbreiteten. Die Bandbreite reicht von romantisch gefärbten Dialogen bis hin zu sexualisierten Anspielungen und sogar Gesprächen über Suizid oder Essstörungen. Besonders brisant: Mindestens drei dieser Bots sollen von einer Meta-Mitarbeiterin selbst entwickelt worden sein.

Damit rückt die Frage ins Zentrum, ob die Missstände lediglich ein Ausrutscher einzelner Entwickler waren – oder ob sie tiefer im System verankert sind. Dass einige dieser Chatbots sich sogar als prominente Minderjährige ausgaben, darunter der 16-jährige Schauspieler Walker Scobell, verstärkt die Dramatik. Schon kurz vor der Veröffentlichung des Reuters-Berichts reagierte Meta und löschte dutzende dieser Chatbots – ein Schritt, der eher nach Schadensbegrenzung als nach konsequenter Kontrolle wirkte.

Intime Avatare und zweifelhafte Richtlinien

Die Enthüllungen betreffen nicht nur den Schutz von Kindern, sondern auch die Persönlichkeitsrechte prominenter Erwachsener. Nutzer forderten die Chatbots auf, intime Bilder zu erstellen – und die Avatare lieferten. Fotorealistische Darstellungen von Schauspielerinnen in Dessous oder in der Badewanne tauchten auf, darunter auch Anne Hathaway. Ein Sprecher der Schauspielerin bestätigte, sie sei über die Vorfälle informiert und prüfe rechtliche Schritte.


Meta wiederum räumte gegenüber Reuters ein, dass seine Systeme solche Inhalte nie hätten generieren dürfen. Zwar erlaubt der Konzern die Erstellung von Avataren öffentlicher Personen, doch intime oder sexualisierte Darstellungen sind laut den eigenen Richtlinien untersagt. Interne Dokumente offenbaren jedoch ein anderes Bild: Dort wurden selbst romantische oder rassistische Gespräche mit Minderjährigen nicht grundsätzlich ausgeschlossen – eine Freigabe, die offenbar auch von Metas Rechts- und Public-Policy-Abteilung abgesegnet wurde. Kritiker sprechen von einer systematischen Verharmlosung, die erst durch die öffentliche Aufmerksamkeit ans Licht kam.

Juristischer Gegenwind und politische Folgen

Die Folgen für Meta könnten weitreichend sein. Juristen verweisen auf kalifornisches Recht, das die Aneignung des Namens oder Abbilds einer Person ohne Zustimmung zum kommerziellen Vorteil ausdrücklich untersagt. Ausnahmen gibt es nur, wenn daraus völlig neue Werke entstehen – eine Interpretation, die im aktuellen Fall kaum tragfähig erscheint. Neben potenziellen Klagen prominenter Betroffener droht Meta nun auch politischer Gegenwind.

In den USA kündigten Politiker beider Parteien Untersuchungen an, allen voran der republikanische Senator Josh Hawley, der eine Überprüfung der gesamten KI-Richtlinien des Konzerns einleitete. Meta selbst spricht von „Not-Updates“ und verspricht, Jugendlichen künftig nur noch Zugang zu Chatbots mit Bildungs- und Kreativbezug zu gewähren. Doch eine finale Überarbeitung der Richtlinien steht noch aus. Der Konzern gibt sich geläutert, doch Beobachter zweifeln: Ist der Rückzug ein ernst gemeinter Kurswechsel – oder nur der Versuch, Zeit zu gewinnen, bis der nächste Skandal die Schlagzeilen beherrscht?

FAQ

Wer besitzt die meisten Meta-Aktien?

Mark Zuckerberg hält mit Abstand den größten Anteil an Meta. Über Mehrheitsstimmrechte sichert er sich bis heute die Kontrolle über das Unternehmen – trotz Streubesitz an der Börse.

Wo steht Meta 2030?

Prognosen sehen Meta zwischen KI-Boom, Virtual-Reality-Offensive und Regulierungsdruck. Experten erwarten, dass das „Metaverse“ und KI-Produkte über Erfolg oder Misserfolg bis 2030 entscheiden.

Wer ist der Eigentümer von Meta?

Formal ist Meta ein börsennotierter Konzern. Praktisch gilt Gründer Mark Zuckerberg dank seiner Sonderaktien und Stimmrechte als mächtiger Eigentümer und Entscheidungsträger.

Hat die Meta-Aktie Zukunft?

Analysten sind gespalten: Einerseits sorgen KI, Werbung und Plattformmacht für Wachstum. Andererseits drohen Risiken durch Skandale, Regulierung und Konkurrenz.

Kann Meta 1000 US-Dollar erreichen?

Einige optimistische Szenarien sehen dieses Ziel im nächsten Jahrzehnt erreichbar, sollten KI- und Metaverse-Investitionen aufgehen. Kritiker halten es jedoch für überzogen – und verweisen auf extreme Volatilität.

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Esma Sakalli

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