Starbucks vor den Zahlen
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Starbucks vor den Zahlen: Kaffeeriese schüttelt Chipotle-Schreck ab

Author

Nikolai Heger

Mit KI generiert

Chart des Tages:

In diesem Format ordnen HKCM-Analysten regelmäßig ein, welche Werte und Märkte sie gerade besonders beschäftigen. Heute geht es um einen Kaffeeriesen: Starbucks. Die wichtigsten Punkte:

•       Erholung: Seit dem Tief Anfang Oktober hat die Aktie rund 17 Prozent zugelegt.

•       Turnaround: Vergleichbare Umsätze, Gewinn und Marge wachsen wieder deutlich.

•       Einordnung: Die Analysten erwarten weiteres Aufwärtspotenzial und sehen Starbucks vor allem als Trade.

Ein Übernahmegerücht hat die Aktie von Starbucks Anfang Oktober kräftig durchgeschüttelt. Inzwischen ist der Schreck verdaut, und der Kaffeeriese hat sich deutlich erholt. Kurz vor den Jahreszahlen am Donnerstag rückt der Wert damit wieder in den Fokus. Die HKCM-Analysten sehen „weiteres Aufwärtspotenzial“. Den idealen Moment für einen Einstieg haben sie im Oktober zwar knapp verpasst. Doch sie halten bereits Ausschau nach der nächsten Chance.

Filialschließungen und Chipotle-Gerücht belasteten die Aktie

Nach den Quartalszahlen Ende Juli sprang die Aktie kurzzeitig deutlich an, konnte das Niveau aber nicht halten. Über Wochen ging es anschließend bergab. Ende September kündigte der Konzern an, rund 250 schwächere Filialen in Nordamerika zu schließen. Dafür rechnet er mit Restrukturierungskosten von etwa 300 Millionen US-Dollar. Zugleich senkte Starbucks das Ziel für neue Standorte im laufenden Geschäftsjahr von 600 bis 650 auf rund 440.

Am 8. Oktober folgte der nächste Dämpfer. Die Financial Times berichtete, Starbucks habe mit Beratern eine Übernahme von Chipotle Mexican Grill durchgespielt. Konzernchef Brian Niccol hatte die Burrito-Kette bis 2024 geführt. Es wäre der größte Deal der Restaurantbranche gewesen, die Starbucks-Aktie gab deutlich nach. Am 12. Oktober stellte das Unternehmen klar, Chipotle nicht zu kaufen. Seit dem Tief hat das Papier rund 17 Prozent zugelegt.

Turnaround unter Niccol: Mehr Gäste, höhere Margen, neue Prognose

Operativ zeigt die Kurve dagegen nach oben. Mit dem Programm Back to Starbucks will Niccol die Kaffeehäuser wieder schneller und einladender machen. Im dritten Geschäftsquartal stiegen die vergleichbaren Umsätze weltweit um 7.9 Prozent. In den USA wuchs die Zahl der Transaktionen um 4.2 Prozent. Der bereinigte Gewinn je Aktie kletterte um 70 Prozent auf 0.85 US-Dollar, die bereinigte operative Marge auf 14.4 Prozent.

Der Umsatz sank zwar um ein Prozent auf 9.3 Milliarden US-Dollar. Das lag jedoch am China-Geschäft, das seit April als Joint Venture mit dem Finanzinvestor Boyu Capital läuft. Starbucks hält daran 40 Prozent. Ende Juli hob das Management die Jahresprognose an und peilt nun einen bereinigten Gewinn von 2.55 bis 2.65 US-Dollar je Aktie an. Rückenwind kam allerdings auch von erstatteten US-Zöllen.

Starbucks im dritten Geschäftsquartal 2026

Starbucks im dritten Geschäftsquartal 2026: Vergleichbare Umsätze, Gewinn und Marge legen zu, China läuft nun als Joint Venture

Chartbild: Weiteres Aufwärtspotenzial – vor allem für einen Trade

Die HKCM-Analysten ordnen die Lage mithilfe der Elliott-Wellen-Analyse ein. „Aufgrund der angelaufenen Kursniveaus und der übergeordneten Struktur erwarten wir hier weiteres Aufwärtspotenzial“, heißt es aus dem Team. Den Rücksetzer im Oktober hätten die Analysten gern für einen Einstieg genutzt. Die Aktie drehte jedoch knapp zuvor nach oben – sonst wären sie nach eigener Aussage bereits investiert.

Starbucks im Vier-Stunden-Chart

Starbucks im Vier-Stunden-Chart: Nach der Korrektur seit dem Sommer sehen die HKCM-Analysten übergeordnet weiteres Aufwärtspotenzial

Im Hauptszenario rechnen die Analysten noch mit einem weiteren Rücksetzer, bevor die nächste größere Aufwärtsbewegung startet. Alternativ könnte das Oktobertief bereits den Boden markiert haben. Den erwarteten Anstieg ordnen sie als Teil einer übergeordneten Gegenbewegung ein. Daraus ergibt sich ihre Haltung: „Nicht unbedingt als langfristige Position, aber als Trade ist Starbucks aus unserer Sicht sehr interessant.“ Man werde versuchen, „eine weitere attraktive Einstiegsmöglichkeit zu finden“.

Quartalszahlen und Ausblick auf 2027 als nächster Prüfstein

Der nächste Impuls steht unmittelbar bevor. Am Donnerstag, 29. Oktober, legt Starbucks nach US-Börsenschluss die Zahlen zum vierten Geschäftsquartal vor. Analysten erwarten im Schnitt einen bereinigten Gewinn von rund 0.73 US-Dollar je Aktie nach 0.52 US-Dollar im Vorjahr. Mit Spannung erwartet wird zudem die erste Prognose für das Geschäftsjahr 2027. Skeptische Stimmen gibt es dennoch: Die Schweizer Großbank UBS senkte Anfang Oktober ihr Kursziel und verwies auf die ambitionierte Bewertung.

Ob sich rund um die Zahlen bereits die nächste Gelegenheit ergibt, bleibt abzuwarten. Wie sich Starbucks entwickelt, verfolgen die HKCM-Analysten im US-Titans-Analysepaket. Dort ordnen sie die Aktie und weitere US-Schwergewichte regelmäßig ein – mit ausführlichen Charts, allen Szenarien und laufenden Updates.

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Nikolai Heger

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