Wie war das dritte Quartal für Silberminen-Betreiber?
Das dritte Quartal 2025 verlief für die großen nordamerikanischen Silberproduzenten gemischt. Während Pan American Silver und First Majestic Rekorde bei Umsatz und Cashflow verzeichneten, konnten sie die Gewinnerwartungen der Analysten nicht vollständig erfüllen. Steigende Kosten und leicht verfehlte Prognosen beim bereinigten Gewinn prägten die Berichte – ein deutlicher Kontrast zu den reinen Erfolgsmeldungen, die aufgrund der starken Metallpreise erwartet wurden.
Pan American Silver: Gewinn verdoppelt, Cashflow auf Rekordniveau
Pan American Silver verzeichnete im dritten Quartal eine solide Produktionsleistung und lieferte starke finanzielle Ergebnisse. Der zurechenbare Umsatz übertraf mit 884.4 Millionen US-Dollar die Erwartungen (865 Millionen US-Dollar). Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0.48 US-Dollar – Analysten hatten mit 0.49 US-Dollar gerechnet. Trotz der knappen Verfehlung war dies eine Verdopplung des Gewinns gegenüber dem Vorjahr.
Hauptgründe waren höhere realisierte Metallpreise sowie eine starke Performance der Betriebe, einschließlich der neuen Projekte. Positiv hervorzuheben ist der Rekord-Free Cashflow von 251.7 Millionen US-Dollar, der Pan American erhebliche Flexibilität für künftige Investitionen und eine Anhebung der Dividende auf 0.14 US-Dollar ermöglichte. Dennoch zeigte der Anstieg der Betriebskosten, dass das Unternehmen weiterhin die Kosteninflation managen muss.
First Majestic Silver: Rekordumsatz, aber Gewinn verfehlt
Auch First Majestic Silver konnte im dritten Quartal starke Akzente setzen. Der Minenbetreiber erzielte einen Rekordumsatz von 285.1 Millionen US-Dollar und übertraf damit die Analystenerwartungen deutlich. Die bereinigte Gewinn lag bei 0.07 US-Dollar je Aktie und verfehlte damit die Prognose von 0.11 US-Dollar.
Belastend wirkten vor allem gestiegene Energiekosten in Mexiko und erhöhte Explorationsaufwendungen, nicht aber rückläufige Produktion. Tatsächlich meldete das Unternehmen eine Rekord-Silberproduktion von 3.9 Millionen Unzen. Trotz des verfehlten Gewinns kündigte das Unternehmen eine Quartalsdividende von 0.0052 US-Dollar je Aktie an. CEO Keith Neumeyer betonte im Earnings Call, dass die laufenden Effizienzprogramme in den kommenden Quartalen Wirkung zeigen sollen. Die Aktie reagierte verhalten auf die Verfehlung des Gewinnziels.
Endeavour Silver: Umsatz stark gestiegen, aber AISC extrem hoch
Endeavour Silver, der kleinere der drei Produzenten, meldete für das dritte Quartal Umsätze von 111,4 Millionen US-Dollar – eine Steigerung von über 100 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch verzeichnete das Unternehmen einen Nettoverlust von 42.0 Millionen US-Dollar, der jedoch primär auf einen großen nicht-operativen derivaten Verlust zurückzuführen war. Besonders problematisch waren die weiterhin sehr hohen Kosten.
Die AISC (All-in Sustaining Costs) stiegen auf 30.3 US-Dollar pro Unze – deutlich über dem Branchendurchschnitt. Damit schreibt Endeavour Silver auch bei einem Silberpreis um 26 US-Dollar rote Zahlen aus operativer Sicht. Der Bericht zeigt exemplarisch, wie sehr kleinere Produzenten derzeit zwischen Preisentwicklung und extremem Kostendruck eingeklemmt sind. Positiv ist jedoch die Überführung des Terronera-Projekts in die kommerzielle Produktion (per 1. Oktober 2025) zu bewerten, das die Basis langfristig deutlich erweitern soll.
Häufige Fragen zum Thema Silberminen-Aktien
Was sind die besten Silberminen-Aktien?
Zu den führenden Silberminen zählen Pan American Silver, First Majestic Silver und Endeavour Silver – sie gehören zu den größten Produzenten weltweit.
Soll man Silberaktien kaufen?
Silberaktien bieten langfristig Chancen durch steigende Metallpreise, sind jedoch stark von Marktzyklen und Produktionskosten abhängig.
Warum fallen Goldminenaktien?
Goldminenaktien fallen oft, wenn der Goldpreis sinkt oder die Produktionskosten steigen, was die Gewinnmargen der Minenbetreiber schmälert.
Wie viel wird Silber in 10 Jahren wert sein?
Prognosen gehen stark auseinander, doch viele Analysten erwarten aufgrund industrieller Nachfrage und begrenzter Förderung langfristig höhere Preise.




