Das Wichtigste in Kürze:
- Royal Gold steigert Umsatz deutlich, verfehlt jedoch beim Gewinn.
- First Majestic Silver übertrifft Prognosen und kehrt in Gewinnzone zurück.
- Minen-Aktien reagieren stärker auf Preis, Kosten und operative Risiken.
Quartalszahlen zeigen Rückenwind durch steigende Gold- und Silberpreise
Gold und Silber notieren auf erhöhtem Niveau. Doch wie stark profitieren Minenunternehmen wirklich von diesem Umfeld, und wo liegen die Risiken für Investoren?
Royal Gold erzielte im vierten Quartal 2025 einen Umsatz von 375.3 Millionen US-Dollar. Damit lagen die Erlöse deutlich über dem Vorjahr. Der Gewinn je Aktie belief sich auf 1.92 US-Dollar und blieb unter den Markterwartungen. Auf Jahressicht überschritt der Umsatz erstmals 1 Milliarde US-Dollar. Zudem kündigte das Unternehmen eine Dividendenerhöhung auf 1.90 US-Dollar je Aktie für 2026 an. First Majestic Silver erwirtschaftete im selben Zeitraum einen Umsatz von 463.9 Millionen US-Dollar und übertraf damit die Prognosen. Der Gewinn je Aktie lag bei 0.30 US-Dollar. Das Unternehmen erzielte einen Nettogewinn von 83.1 Millionen US-Dollar und führte eine neue Dividendenpolitik ein, nach der künftig zwei Prozent des Quartalsumsatzes ausgeschüttet werden sollen.
Warum Minen-Aktien risikoreicher sind als Gold und Silber selbst
Minen-Aktien profitieren in Phasen steigender Edelmetallpreise häufig überproportional. Der Grund liegt im operativen Hebel, da steigende Verkaufspreise bei gleichbleibenden Förderkosten die Margen erhöhen. Gleichzeitig entstehen jedoch zusätzliche Risiken, die bei einem direkten Investment in Gold oder Silber nicht auftreten. Dazu zählen steigende Energie- und Personalkosten, politische Risiken in Förderländern sowie operative Herausforderungen im Bergbau.
Während physisches Gold oder ein entsprechender ETC direkt vom Preis profitiert, hängt die Kursentwicklung einer Minen-Aktie von mehreren Faktoren ab. Managemententscheidungen, Investitionsprogramme, Verschuldung und Produktionsausfälle beeinflussen die Bewertung. Dadurch schwanken Minenwerte in beide Richtungen stärker als das zugrunde liegende Metall. Investoren müssen daher neben der Preisentwicklung auch unternehmensspezifische Kennzahlen berücksichtigen.
Einordnung für Investoren und Trader
Für Anleger eröffnen Royal Gold und First Majestic Silver Chancen in einem positiven Edelmetallumfeld. Die Quartalszahlen zeigen, dass steigende Gold- und Silberpreise die Umsätze stützen und Gewinne wieder ermöglichen. Gleichzeitig bleibt das Risiko höher als bei einem direkten Investment in physische Edelmetalle oder börsengehandelte Produkte.
Minen-Aktien eignen sich daher eher für Investoren, die Kursschwankungen akzeptieren und von einem operativen Hebel profitieren möchten. Wer eine stabilere Entwicklung sucht, setzt eher auf das Metall selbst. Eine ausgewogene Strategie kann beide Ansätze kombinieren und so Chancen und Risiken besser steuern.
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FAQ
Warum ist Gold mehr wert als Silber?
Gold ist seltener, wird stärker als Wertspeicher genutzt und von Zentralbanken gehalten. Die höhere Nachfrage als Reserve- und Anlagegut führt langfristig zu einem höheren Preisniveau im Vergleich zu Silber.
Warum ist 100 Prozent Gold nicht möglich?
Reines Gold ist sehr weich und daher mechanisch wenig belastbar. Für Schmuck oder Münzen wird es meist mit anderen Metallen legiert, um Stabilität und Haltbarkeit zu erhöhen.






