Ripple, das Mutterunternehmen der Kryptowährung XRP, strebt eine Banklizenz in den USA an. Ziel ist es, die eigene Position im Finanzsektor weiter zu stärken. Allerdingst reagierten die US-Banken mit enormem Widerstand auf diese Anfrage. So soll die Lizenzvergabe an Krypto-Unternehmen komplett gestoppt werden. Grund dafür sei die fehlende Transparenz der Anleger und potenzielle Risiken für das Bankensystem, so die Banken.
Im Zentrum der Kontroverse steht dabei Ripples Stablecoin RLUSD, der im Jahr 2024 eingeführt wurde. Mit einer Marktkapitalisierung von 500 Millionen US-Dollar wird klar, dass das Unternehmen große Pläne im Stablecoin-Markt verfolgt. Ripple arbeitet dafür mit der Bank of New York Mellon (BNY Mellon) zusammen, die die US-Dollar-gebundenen Reserven des Stablecoins verwalten soll. Laut Emily Portney von BNY Mellon soll diese Partnerschaft dazu beitragen, das Wachstum und die Verbreitung von RLUSD zu fördern.
Banken fordern Transparenz und Regulierung
Insgesamt haben fünf US-Bankenverbände das Office of the Comptroller of the Currency (OCC) aufgefordert, die Anträge von Krypto-Firmen wie Ripple und Circle auf eine Treuhandbank-Lizenz einzufrieren. Sie kritisieren die mangelnde Transparenz der Anträge und sehen ernsthafte rechtliche Risiken für das Bankensystem. Aus Sicht der Banken ist eine stärkere Einbindung der Öffentlichkeit nur möglich, wenn zusätzliche Antragsinformationen veröffentlicht und die Fristen für Stellungnahmen verlängert werden.
Ripple kann laut unserer Analyse noch an den Wierstand bei gut vier Dollar steigen, bevor die nächste größere Korrektur beginnt. Anschließend ist die Tür nach oben offen.
Nach den aktuellen Regeln der OCC zählt die Verwahrung von Kryptowährungen nicht als besondere Vertrauens- oder Vermögensverwaltungsaufgabe – es sei denn, sie steht direkt im Zusammenhang mit der Verwaltung von Erbschaften oder Treuhandvermögen. Wenn Ripple oder Circle als Treuhandbanken zugelassen würden, ohne tatsächlich klassische Treuhanddienste anzubieten, wäre das problematisch. Es könnte ihnen als Schlupfloch dienen, um Zugang zum staatlich regulierten Bankensystem zu erhalten.
Kritik von Krypto-Größen
Aus der Krypto-Szene kommt deutliche Kritik an diesem Vorgehen. Tyler Winklevoss, Bitcoin-Milliardär und Mitbegründer von Gemini, hat die Banken für ihren Widerstand gegen die Lizenzvergabe an Krypto-Unternehmen scharf kritisiert. Er wirft ihnen vor, Fintech- und Krypto-Unternehmen "töten" zu wollen. Diese Vorwürfe richten sich insbesondere gegen JPMorgan, das den Antrag der Bankenverbände unterstützt.
Ripple-CEO Brad Garlinghouse sieht in der Stablecoin-Branche großes Potenzial. Analysten prognostizieren ein Marktvolumen von bis zu zwei Billionen US-Dollar in den kommenden Jahren. Aktuell liegt das Volumen bei etwa 250 Milliarden US-Dollar. Des Weiteren erwartet Geoff Kendrick von Standard Chartered, dass der Markt bis Ende 2026 auf 750 Milliarden US-Dollar anwachsen könnte. Gleichzeitig prognostiziert JPMorgan bis 2028 ein Volumen von 500 Milliarden US-Dollar.
Ripples Strategie im Stablecoin-Markt
Ripple ist zwar erst spät in den Stablecoin-Markt eingestiegen, hat jedoch klare Pläne, seine Position zu stärken. Die Einführung von RLUSD und die Zusammenarbeit mit BNY Mellon sind dabei zentrale Elemente dieser Strategie. Darüber hinaus strebt Ripple eine noch engere Anbindung an das US-Finanzsystem an: Das Unternehmen hat eine nationale Banklizenz sowie ein Master-Konto bei der Federal Reserve beantragt, um künftig Reserven direkt bei der Zentralbank halten zu können.
Kursziele für diesen Bullrun? Wenn alles glattläuft hat XRP noch deutlich Luft nach oben und könnte sogar in hohe einstellige Dollar-Bereiche vorstoßen.
Die Diskussion um die Lizenzvergabe an Krypto-Unternehmen zeigt die Spannungen zwischen traditionellen Banken und der aufstrebenden Krypto-Industrie. Während Banken auf regulatorische Klarheit und Sicherheit pochen, sehen Krypto-Unternehmen wie Ripple in der Lizenzvergabe eine Chance, ihre Geschäftsmodelle zu erweitern und zu legitimieren.
Ripple will die Banklizenz unbedingt
Es steht fest, dass Ripple seine Aktivitäten im Bankensektor weiter ausbauen will. Ein entscheidender Schritt könnte die kürzlich beantragte nationale Banklizenz sein. Diese würde es Ripple ermöglichen, seine Finanzdienstleistungen zu erweitern. Die kommenden Monate werden entsprechend zeigen, ob Ripple die regulatorischen Hürden überwinden kann und wie sich die Beziehungen zwischen traditionellen Banken und Krypto-Unternehmen entwickeln werden.




